Donnerstag, 9. November 2017

IBM will Cannabis in Kanada verfolgen

 

Blockchain-Technologie sichere Pflanzen vom Samen bis zum Verkauf.

 

Freeimages: Per Ake Bystoem

 

Da in Kanada damit gerechnet werden kann, dass ab dem 01. Juli 2018 Cannabis legal gehandelt werden darf, bereiten sich immer mehr Konzerne auf das blühende Geschäft vor. Auch weil Microsoft schon seit 2016 Berührungsängste mit der Marihuanabranche im eigenen Land abbaut, aktuelle Gerüchte davon sprechen, dass es Apple ehemaligen Angestellten gleichtun könnte und nun ebenfalls Vaporisatoren entwickelt, sollte es wenig verwundern, dass andere namhafte Größen nicht länger zögern wollen. IBM will Cannabis in Kanada verfolgen und bietet Provinzen des Landes Kooperation in Form von Betreuung entwickelter Softwarelösungen für genau diesen Zweck an.

 

So soll „Big Blue“ der kanadischen Provinz British Columbia ein Angebot zur Zusammenarbeit unterbreitet haben, das die eigens verwendete Blockchain-Technologie als ideales Werkzeug zur Verfolgung von kommerziellen Cannabispflanzen empfiehlt. „Seed to Sale“ – vom Samen bis zum Verkauf – sei die gebotene Option, die das System IBMs böte, das aufgrund der dezentralen Verwaltung idealerweise nicht kompromittierbar sei und somit perfekte Grundvoraussetzungen für das sich in Entwicklung befindliche Handelssystem offenbare. Mit der Blockchain-Technologie könnten kanadische Cannabispflanzen ab dem Einsetzen als Samen in Erde registriert gedeihen, bis sie als getrocknetes Gras in gewogenen Gramm offiziell den Besitzer wechseln. Zeitgleich könnte Cannabisfarmer die Bestände kontrollieren und Angebot und Nachfrage besser einschätzen, betonte IBM, was auch prophylaktisch vor Lieferengpässen schütze. Die sich noch in verzwickten Überlegungen befindlichen Behörden Kanadas könnten dagegen die Preis- Herkunfts- und Verkaufsüberwachung genauer genießen, die die von IBM eingesetzte Blockchain-Technologie als weiteren Vorteil verspricht, um den illegalen Schwarzmarkthandel im fortschrittlichen Land schneller auszutrocknen.

 

Der Einstieg ins legale Grasgeschäft – des mit Nobelpreisen, Turing Awards und vielen weiteren Auszeichnungen versehenen Pioniers der Computerbranche – kann als weiterer wichtiger Seitwärtsschritt zur Beendigung des globalen Kriegs gegen Cannabis gewertet werden.

 

Microsoft, möglicherweise Apple und nun IBM …

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