Samstag, 30. September 2017

Peru möchte medizinisches Marihuana legalisieren

 

Ein Umdenken hat stattgefunden.

 

 

Auch wenn viele Staaten in Südamerika den „War on Drugs“ immer noch unerbittlich betreiben und ohne Rücksicht auf Verluste illegale Drogen samt Händler vom Erdboden vertreiben wollen, gibt es nun häufiger fortschrittlichere Ansätze, die im Sinne der Bevölkerung getroffen werden. Peru hatte beispielsweise schon einmal alternative Gedankengänge im Drogenkrieg umzusetzen gedacht, weshalb ein vor Kurzem bestätigter Gesetzesentwurf bezüglich Medizinalhanf – der vom Präsidenten höchstpersönlich initiiert wurde – nicht ganz überrascht. Peru möchte medizinisches Marihuana legalisieren.

 

Nachdem im Februar dieses Jahres eine illegale Cannabisplantage von der Polizei gestürmt wurde, welche besorgten Müttern dazu diente ihre schwer kranken Kinder mit Medizinalhanf zu behandeln, fand nach großem Aufschrei in der Bevölkerung ein Umdenken in Peru und der dortigen Regierung statt. In der vergangenen Woche hat nun der Kongressausschuss für nationale Verteidigung einen Gesetzesentwurf bestätigt, der von dem Präsidenten Perus, Pedro Pablo Kuczyinski, selbst angestoßen wurde. Jetzt muss der Entwurf erst einmal im gesamten Kongress debattiert werden, wo bereits bejahende Resonanzen aus der Riege der Regierungsmitglieder im Vorfeld aber schon etwas positiv stimmen. Auch sollen 65 Prozent der peruanischen Bevölkerung vollständig mit der Legalisierung von medizinischem Cannabis einverstanden sein, während aktuell nur 13 Prozent eine vollständige Freigabe befürworten. Welche genauen Produkte der Cannabispflanze künftig in Peru für den medizinischen Einsatz infrage kommen sollen, bleibt derzeit auch noch ungeklärt; Öl zähle aber nach vorliegenden Informationen dazu. In jedem Fall verstehen Beobachter die Geschehnisse bereits als einen zu befürwortenden Wendepunkt in der Drogenpolitik des Landes, der mit Sicherheit auch weitere positive Veränderungen für die gesamte Region nach sich ziehen wird.

 

Legalize!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.