Montag, 11. September 2017

Polizist versorgt Minderjährigen mit Cannabis

 

 

Kommissar feiert Haschgiftorgie mit Sohn seiner Geliebten und kommt mit Bewährungsstrafe davon

 

 

Cannabis

 

 

Sadhu van Hemp

 

Auch Polizisten sind manchmal Menschen und haben ein Herz für Kinder, auch wenn es nicht die eigenen sind. Diese Tugendhaftigkeit ist nun einem 47-jährigen Polizeibeamten aus dem nordrhein-westfälischen Hünxe zum Verhängnis geworden, der wegen Einfuhr von Betäubungsmitteln und Beihilfe zur Abgabe von Rauschgift an Minderjährige in sieben Fällen vom Landgericht Duisburg zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt wurde.

 

Die Anklage warf dem Beamten, der seit 20 Jahren seinen Dienst in Duisburg versah, mehr als 100 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz vor. Allerdings konnte am Ende des dreitägigen Prozesses nur ein Bruchteil der Straftaten bewiesen werden. Dem Familienvater war zu Last gelegt worden, zwischen 2014 und 2015 regelmäßig Cannabis-Zigaretten geraucht zu haben, wenn er bei seiner damaligen Geliebten zu Besuch war. Dabei soll er in mindestens 21 Fällen dem minderjährigen Sohn der Frau ebenfalls Joints gegeben haben. Es soll sogar zu gemeinsamen Drogenpartys mit dem Söhnchen und der Mutter gekommen sein. Zudem war die Staatsanwaltschaft davon überzeugt, dass der 47-Jährige den Jungen zu Drogeneinkäufen angestiftet hat und ihn für Schmuggelfahrten in die Niederlande missbrauchte.

 

Im Normalfall hätte das Gericht mit dem Angeklagten kurzen Prozess gemacht und auf Jahre weggesperrt, aber da es sich um einen straffällig gewordenen Polizeibeamten handelte, wurden selbstverständlich Zweifel an den belastenden Aussagen der Ex-Geliebten und ihrer Söhne laut. Zur Freude der Verteidigung beschlich Richter, Schöffen und Staatsanwaltschaft das Gefühl, dass die Zeugen seltsam wirkten und die Aussagen wie abgesprochen klangen.

Auch berücksichtigte das Gericht zu Gunsten des Angeklagten den nicht bewiesenen Verdacht, dass die Söhne der Ex-Geliebten Kontakte in die Drogenszene unterhielten. Zudem war der Kollege von der Polizei geständig, was die bewiesenen und nicht mehr zu leugnenden Straftaten betrifft. Und da der gute, nicht vorbestrafte Polizeimensch überdies Reue zeigte und versprach, dass er nie wieder mit den Kindern seiner Liebschaften Haschisch rauchen wird, konnte das Gericht gar nicht anders und ließ Gnade vor Recht ergehen. Der verurteilte Polizeibeamte durfte im Gegensatz zu vielen anderen Opfern der Cannabis-Prohibition den Gerichtssaal als freier Mann verlassen.

 

Ärgerlich ist nur, dass das Urteil, wenn es denn rechtskräftig werden sollte, für den derzeit suspendierten Kommissar den Verlust des Beamtenstatus und der Pensionsansprüche zur Folge hätte. Und das ist gar nicht gut, denn kiffende Polizisten braucht das Land – mehr denn je.

 

10 Antworten auf „Polizist versorgt Minderjährigen mit Cannabis

  1. Siggi S.

    Zuerst schön sachlich und dann wieder vollkommen „polizeifeindlich“ unobjektiv unsachli he Vermischung mit subjektiven Gedankengängen.
    Was ist denn das für eine verquere Logik, weils ein „Polizeimensch“ ist (das Wort alleine zeigt schon euren unfairen Hass auf diese Berufsgruppe ist die Strafe für etwas, dass ihr sonst gar nicht bestragen wollt, nicht ausreichend?
    Schonmal daran gedacht, dass die anscheinend rachsüchtige ExGeliebte dem nur ein besonders hartes Ding anhängen wollte, was bei Beamte sogar die komplette Existenz noch mehr zerstört als bei anderen Berufsgruppen, die aufgrund einer Verurteilu g nicht den Job verlieren….denn der wird jetzt noch nen fettes Disziplinarverfahren hintendran bekommen, welches ihn bei der Strafe sicher viel Geld und den Job kosten wird…..aber davon hat der Autor ja keine Ahnung oder unterdrückt das bewusst weil die Inention ja sowieso war dem Rechtstaat Korruption zu unterstellen und Hass gegen Berufsgruppen zu schüren anstelle sachlich zu berichten.

    P.S.: Also alle, auch kiffende Polizisten sind für euch eine zu verachtende Berufsgruppe?
    ES IST SO ENGSTIRNIG UND INOBJEKTIV WENN MAN EINE BERUFSGRUPPE NUR DESHALB GENERELL HASST WEIL SIE 1-2% ihrer Gesamttätigkeit dafür widmen muss, ein beschissene Gesetzt umsetzen zu „müssen. Das sind die gleichen Leute, die deinen Unfall aufnehmen, dir in Extremsituation das Leben und die Gesundheit retten und deine Besitztümer schützen. Also mal etwas Objektivität…kein Gesellschaftsbereich und Mensch ist perfekt…und dieser Artikel ebenfalls nicht.

  2. rainer sikora

    Niemand wird unfreiwillig Polizist.Man kann aber schnell unfreiwillig zum Straftäter (gestempelt)werden.Eigentlich sollte die Polizei Gesetze hüten.Fragt sich nur wessen Gesetze.Hat auch viel mit Koruption zu tun.

  3. Axel Junker

    Cannabis ist das ideale Feierabend-Entspannungsmittel für Polizisten.
    Macht keinen Kater,
    macht keine Fahne,
    macht guten Schlaf und
    macht (nicht selten) friedlich und nachgiebig bei Konfrontation mit anderen Cannabiskonsumenten, die keine Polizisten sind.

    Möglicherweise hören deshalb manche Jugendliche nie etwas von der Eröffnung eines Strafverfahrens, obwohl ihnen zuvor bei polizeilichen Personenkontrollen Dope weggenommen worden ist.

  4. Lars Rogg

    Kann mich über Polizisten auch nicht wirklich beklagen. Mal davon abgesehen das man tatsächlich freiwillig so einen Job macht, schon fragwürdig, aber jedem das Seine. In meiner Jugend gab es dutzende von Kontrollen bei mir und meinen Bekannten. War aber von 20-30 Jahren alles noch entspannter. Wenn was gefunden wurde, dann wurde das Ding einfach in den nächsten Gulli geworfen…ob Joint oder Kanten. Gras gabs ja damals nicht viel. Die Cops wollten sich deswegen auch keinen Stress machen. Kids deswegen zu kriminalisieren wäre kaum einem in den Kopf gekommen. Ist erst heutzutage so. Die müssen ihrem Chef ja ne Quote erfüllen. Ausserdem ist es leichter als Angels abzugreifen. Als ich hochgenommen wurde hat mich auch nicht ein Polizist verurteilt. Mir zwar klar gemacht das ich in der Scheiße sitze, aber das wars dann auch schon. Den Rest machen dann SA und Richter, seid versichert. Wie ich gehört habe gab es eine Erhebung eines Exbullen, der offen gelegt hat, das etwa 40% seiner Hundertschaft am Gras genuckelt hat. Schon deshalb würde ich den Job nicht machen wollen. Meinesgleichen ficken ?? Ne danke..!!
    Und Siggi…bleib entspannt, ist schon Ironie des Schicksals, dass ein Cop der ja zugegeben hat mit dem Zeug Umgang gehabt zu haben, vermutlich sogar an Jugendliche verteilt zu haben, seinen Job und seine Altersversorgung verloren hat. Das geht jedem anderen doch genauso…Er wird gefickt, verliert im Zweifel Job und Wohnung und ist Vorbestraft, bekommt also in Zukunft nicht mehr so leicht einen guten Job. Gleiches recht für alle. Dabei hatte er noch Pech in Norddeutschland zu leben. In Süddeutschland wäre er frei gesprochen worden (s.Burghausen), nur nicht verbeamtete Menschen werden in Süddeutschland gnadenlos gefickt, aber doch keine Bullen.
    Also alles gut…

  5. Fred

    Grundsätzlich hat Siggi recht. Ohne Polizei geht es nicht. Wir hätten hier ein grosses Chaos.
    Allerdings konnte ich mir ein Grinsen, das muss ich zu meiner Schande zugeben, auch nicht verkneifen. Man hat uns halt den Krieg erklärt, und im übertragenen Sinne ist der Polizist in diesem Krieg halt der feindliche Soldat. Da ist ein wenig Häme noch das mindeste. Und absolut nachvollziehbar.

    Und auch ein Grund, diese fürchterliche Verfolgung von Konsumenten einzustellen. Einen grundsätzlichen Wechsel in der Drogenpolitik herbeizuführen. Denn diese Politik vernichtet Existenzen, stigmatisiert harmlose Konsumenten und stellt sie ins soziale Abseits. Und dann muss man sich über Politikverdrossenheit und einen gewissen Groll gegen Polizisten nicht wundern.

  6. X-Kiffer

    Vorab: Polizei und Gerichtsbarkeit sind nötig. Rechtsstaat ist gut – wenn er denn einer ist.

    Aber ich stelle (nicht überrascht) fest:
    Es gibt kiffende Polizisten. Es gibt sicher auch kiffende Staatsanwälte und Richter. Ich kenne sogar einen Arzt der kifft. Das zeigt dass Hanf – im Gegensatz zu den Einwanderern aus den Magrebstaaten – bereits in der vielbeschworenen „Mitte der Gesellschaft“ längst angekommen ist.

    Aber gibt es auch kiffende Staatsanwälte die Kiffer anklagen?
    Und kiffende Richter die Kiffer in den Kerker aburteilen?

    Nein, glaube ich nicht.
    Affen töten niemals Affen !
    …oder war das ein anderer Film? *grübel*

  7. U-G

    Herzlich Willkommen im Club der „Kiffenden Gemeinde“ liebe „Justiz“.

    Über Häme und Spott dürfen sich die Herren „Justizbeamten“ nicht wundern.

    Viele würden es sehr sehr begrüßen, so wie ich, ihren Führerschein Klasse 3 oder Klasse 2 wieder zu bekommen.
    Meiner wurde wegen 5 grämmchen von Straßenverpeilamt einkassiert auf richterlichen Beschluss + 1000 Euronen Geldstrafe geandet.
    Null Punkte in Flensburg zuvor geführt, bedeutete nichts für Euch Justizias.
    Abgesegnet, Abgeurteilt, Abgesägt.

    Mitleid habe ich keins, denn so geht es uns zu 100.000den.

    Von Hass und Gewalt gegenüber der Justiz lehne und sehe ich Vorbehaltlos ab.

    Das seine Ex ihn verpfiffen hat, das zeigt doch, ein Denunziant ist der Feind in jedem Land.

    Das die Justiz für uns Alle zu gewinnen gilt, zeigt doch dieses ganze Drama auf.

    Es ist und bleibt ein Drama Gesellschaftlich übergreifend.

  8. Ralf

    @Siggi S.
    Ok, ich geh dann mal ein paar Krokodilstränen weinen.
    Niemand muß Unrecht durchsetzen, er kann, genau wie ich das getan habe, und ganz nach
    @Lars Rogg
    „Wie ich gehört habe gab es eine Erhebung eines Exbullen, der offen gelegt hat, das etwa 40% seiner Hundertschaft am Gras genuckelt hat. Schon deshalb würde ich den Job nicht machen wollen. Meinesgleichen ficken ?? Ne danke..!!“kündigen.
    Selbst wenn ich dazu aus allen möglichen Gründen, die ich für mich nicht akzeptiert habe, dazu nicht in der Lage bin, habe ich hier in Rheinl.Pfalz die Erfahrung gemacht, daß 95% das gerne tun, obwohl sie den Krieg gegen Cannbiskonsumenten, in dieser Intensität, auf keinen Fall führen „müssen“.
    Wenn ich etwas sehe daß mich verpflichtet Unrecht zu tun, dann mache ich einfach die Augen zu. Das war`s, und das tun die Schergen eben nicht.
    Hier kommentieren Leute die noch nie in ihrem Leben auch nur annähern durchgemacht haben, was ich mit meiner Familie, und andere die sich aus Angst und total traumatisiert nicht hier zu schreiben wagen, durchlitten haben.
    Insofern sage ich zu dem ehemaligen Bullen nur, willkommen im Club der Ruinierten Existenzen, und dein weltweit millkionenfach mißbrauchter und, im Sinne der Bevölkerung schlecht getaner Job, ist der allerletzte, der es wert ist daß du ihm nachtrauerst. Manchmal ergibt minus mal minus halt doch plus und der Staat hat für dich eine gute Entscheidung getroffen, die deine Seele rettet, indem er dich aus dieser Drogenkriegsverbrecherarmee entlassen hat.
    @SiggiS.
    „… die aufgrund einer Verurteilung nicht den Job verlieren….denn der wird jetzt noch nen fettes Disziplinarverfahren hintendran bekommen, welches ihn bei der Strafe sicher viel Geld und den Job kosten wird…..aber davon hat der Autor ja keine Ahnung oder unterdrückt das bewusst….“
    Ich schätze mal der Autor hat mehr Ahnung als du, wieviele Menschen durch die Machenschaften deines sogenannten Rechtsstaates und seiner Lakaien ihre Existenz schon verloren haben bevor sie überhaupt richtig beginnen konnte, und ein Staat mit Unrechtsgesetzen ist definitiv KEIN Rechtsstaat sondern nur ein rechtsstaat.
    Was den Mann viel stärker treffen wird, als den Verlust dieses Unrechtsjobs, ist die Tatsache daß er ohne Lappen auf absehbare Zeit keinen anständigen neuen Job kriegen wird und dabei schmeckt er eben auch nur die Medizin die er ohne Skrupel, zusammen mit seinen Drogenkriegsverbrecherkollegen an hunderttausende ausgeteilt hat.
    @X-Kiffer
    „Vorab: Polizei und Gerichtsbarkeit sind nötig. Rechtsstaat ist gut – wenn er denn einer ist.“
    Ich stelle die Frage: Ist ein Staat der durch offensichtlichen ungleich behandelnde Unrechtsgesetze die eine ganze Bevölkerungsgruppe diskriminiert ein Rechtsstaat oder nicht?
    Ist ein Staat der der Mehrheit (allgemein im Gegensatz zum Rand der Gesellschaft, Mitte der Gesellschaft genannt) das Recht gibt eine Minderheit zu stigmatisieren und zu diskriminieren, solange bis sie selbst mal am Joint gezogen hat, es dadurch endlich(natürlich für viele Opfer viel zu spät) schnallt und dadurch die Prohibitionisten zur Minderheit geworden sind, ein Rechtsstaat???

  9. Lars Rogg

    @Ralph
    wenn ich das Verhalten der Bullen betrachte, die durch meine Wohnung getigert sind und mein Gras abtransportiert haben, dann waren da im Laufe des Abends mindestens 10-12 Polizisten, die mich weder kritisiert noch verurteilt haben. Nur einer, ein besonders engagierter Held meinte mir mit erhobene Zeigefinger kommen zu müssen. Selbst seine Kollegen haben genervt geguckt. Tippe mal, dass die normalen Bullen zu deinen 95% gehört haben, die haben auch alle Tabak geraucht. Ich hab die sogar darauf aufmerksam gemacht, dass ihr Tabak gefährlicher sei, als das was sie bei mir gerade abtransportieren…doch die haben nur entspannt gelacht. Entweder waren die High von den Pflanzen oder sie wussten das ich recht habe.
    Zum Glück hielt es keiner für nötig seine Waffe zu ziehen, da ich kooperativ war. Deine Erfahrungen hab ich zum Glück nicht machen müssen.
    Grüße an Dich..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.