Donnerstag, 31. August 2017

Neuste Kampagne der CDU gegen eine liberale Cannabispolitik

 

Aufweichen der Drogenpolitik unerwünscht.

 

Handel Legalisieren - Steuern Kassieren

 

Dem Berliner Politiker der Linksfraktion Niklas Schrader sind am Dienstagmorgen im Abgeordnetenhaus der Hauptstadt ein paar amüsante Propagandaversuche der städtischen CDU in Postkartenform unter die Augen gekommen, die dieser aufgrund des Unterhaltungswertes auf sozialen Netzwerken sogleich zu teilen wusste. Die Aussagekraft und die Bildgewalt der aufgefundenen Anti-Legalisierungspostkarten sind dabei so überzeugend, dass sogar Zeitungen über den noblen Kampf der Berliner Christdemokraten berichten müssen – über die neuste Kampagne der CDU gegen eine liberale Cannabispolitik.

 

Die Leserkommentare auf Twitter überschlagen sich voll Wortwitz und Albernheiten aufgrund der gewählte Form der Aufklärung seitens der Berliner CDU, die mit ausgelegten Postkarten im Erdgeschoss des Abgeordnetenhauses der Hauptstadt gegen eine Liberalisierung in der Drogenpolitik wettert. Die rot-rot-grüne Koalition würde mit einer „laschen“ Gesetzeslage alle bisher erreichten Erfolge verspielen und insgesamt wäre ein Aufweichen der Situation ein Irrweg, ist die Union aus der Hauptstadt überzeugt, weshalb sie diese Informationen in Schriftform auf ihren Karten hinterließ. Doch mit gedruckten Falschaussagen nicht genug, auch die gewählte Fotografie lässt Betrachter in den Netzwerken an der Realitätsnähe der christdemokratischen Parteimitglieder zweifeln. Ein transparentes Tütchen mit undefinierbarer Substanz wird dort im Gegenzug für einen ziemlich großen Fächer aus Geldscheinen zwischen zwei anonymen Händen ausgetauscht, was die nächsten ununterdrückbaren Lacher bei allen weitergebildeten Personen zur Folge hat. Da jedoch schon die Aussage über eine drohende Gefährdung der bisher erreichten Erfolge bloß eine mit Unsinn gefüllte Seifenblase der für das Gegenteil verantwortlichen Konservativen darstellt, zeigt die überzeichnete Fotografie eines tagtäglich unter den Regeln der Prohibition stattfindenden Drogendeals nur nochmals die komplette Inkompetenz der christlichen Partei auf dem Sektor der vielschichtigen Drogenpolitik, der Gesundheitspolitik, der inneren Sicherheit, der Wirtschaftspolitik, der Umweltpolitik, der Agrarpolitik, der Jugendpolitik, der Städtepo…

 

Und falls man mit einer Aufweichung der Drogenpolitik – wie ebenfalls von der CDU vorgeworfen – eher das Klientelinteresse anstatt das Gemeinwohl in der Stadt befriedigen wolle, dürften sich auch die Christdemokraten langsam einmal fragen, warum hier so viele politisch interessierte Menschen an illegale Substanzen geraten sind, dass Betroffene mittlerweile einen beachtlichen Teil der Wählerschaft ausmachen sollen können.

4 Antworten auf „Neuste Kampagne der CDU gegen eine liberale Cannabispolitik

  1. Fred

    Sollte ich jemals dem Wahn verfallen, bei einer Wahl mein Kreuz bei der CDU zu setzen…. dann bitte ich um einen gezielten Kopfschuss.

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