Freitag, 14. Juli 2017

Killer Kush & Co in voller Blüte

 

Das Wiedersehen mit Juan

 

 

Autor: der Budler

 

Mein letzter Besuch bei Juan lag schon eine Weile zurück (HaJo 206 – Spanisches Feuer, Saatgut aus Spanien). Doch im Frühjahr war es dann soweit, dass lang ersehnte Wiedersehen in Spanien wurde arrangiert. Juan hat schon zahlreiche spanische Samen zum Leben erweckt und möchte mir erneut einen Blick in seine Heiligtümer gewähren.

 

Nach kurzem Smalltalk, ein paar Ziggis und einer Menge Gelächter berichtete Juan mir von den Strains, die er diesmal parat hat. Da wären Lemon Og Kush und 24 K von DNA Genetics, sowie Killer Kush von Sweet Seeds und Critical Bang von Sputnik Seeds. Juan besorgt sich jährlich ein paar Samen, die er dann versucht zu schönen Pflanzen heran zu ziehen. Von jeder dieser Pflanzen schneidet er zwei Stecklinge, kurz bevor diese in die Blüte gehen. Dadurch kann er die Genetik seiner baldigen Lieblingspflanzen aufbewahren. Allerdings braucht man hierfür ein wenig Platz, um die Steckies anwurzeln und groß werden zu lassen. Wenn die erste Ernte fertig ist, beginnt die Testphase. Nach ausgiebigem Testen der einzelnen Pflanzen werden die besten Exemplare zu Müttern herangezogen. Dann kann er in Zukunft mit Stecklingen seiner Wahl weiterarbeiten. Da auch bei gleichen Sorten immer andere Phänotypen auftreten können, ist es ratsam, jede Pflanze und den dazugehörigen Steckling identisch zu beschriften. So kann man sich die feinsten oder ertragreichsten Sorten nach der Ernte selektieren und weiß noch, welcher Steckling zu welcher Pflanze gehört.

 

Juans Heiligtümer

 

Juans Schrank an Tag 32

 

Diesmal steht seine Kammer in voller Blüte und der schöne Spanier ist hoch erfreut, diese zur Schau zu stellen. In seiner Homebox XL befinden sich 23 Pflanzen in 9 Liter Töpfen. Diese Töpfe wurden mit gewöhnlicher Erde aufgefüllt, die noch zusätzlich mit Perliten angereichert wurde. 1 Teil Perlite und 9 Teile Erde ist die Mischung, welche Juan verwendet. Die Damen wurden von einer 600W Lampe mit dem nötigen Licht versorgt. Um dieses gleichmäßig zu verteilen, hilft ein Adjust-a-Wings-Reflektor. Für einen kontinuierlichen Luftaustausch sorgt ein 500er Lüfter, der durch einen Aktivkohlefilter die Luft geruchsarm aus der Box befördert. Für die nötige Bewegung der Pflanzen sorgen 2 Clip Ventilatoren. Die Temperaturen in seiner Box gehen nicht über 26° Grad und nie unter 19° Grad. Die Luftfeuchtigkeit versucht Juan immer unter 60 % zu halten, um Schimmel zu vermeiden.

Seine Damen bekommen alle zwei Tage ungefähr 700 ml Wasser, welches einen pH-Wert von 6,4 bis 6,7 besitzt. Gedüngt wurde in der Blüte mit Hesi Blühkomplex und Phosphor Plus. Juan fügt ungefähr 70 % der empfohlenen Dosis hinzu, wobei Juan die Düngemenge auf bis zu 90 % im Laufe der Blüte erhöht. Zusätzlich gibt Juan einmal monatlich 1-2 Gramm Trichoderma Pulver auf 10 Liter Wasser. Trichoderma ist eine Pilzart, die das Wurzelwachstum begünstigt und vor schädlichen Pilzen schützt. Darüber hinaus funktioniert Trichoderma wie ein Enzym und aktiviert das Bodenleben. Also wirklich sehr zu empfehlen und auch für Stecklinge hervorragend geeignet.

 

Doch zurück zu den Damen in der Blüte: Nach vier Wochen sind alle Pflanzen fleißig am Glitzern und haben schöne Blüten ausgebildet. Juan spült seine Pflanzen nicht, aus diesem Grund gibt er nur bei jedem zweiten oder dritten gießen Dünger hinzu, um so Versalzungen vorzubeugen. Würde er all seine Pflanzen spülen, bräuchte er pro Topf etwa 12-16 Liter Wasser, was ungefähr 300 Liter Wasser wären. Das ist ihm einfach zu viel. Um alle Nährstoffe aus dem Boden zu bekommen, gibt Juan die letzten 17 Tage nur noch Wasser mit angepasstem pH-Wert.

 

Die Strains und deren Wirkung

 

Soviel zu Juans Kammer, nun schauen wir uns zwei Sorten einmal näher an. Da hätten wir zum einen die 24 K, sie ist eine Kreuzung aus der sagenumwobenen Kosher Kush und der berühmten Tangerine, die in den Neunzigern wegen ihres atemberaubenden Mandarinen-Grapefruit-Aromas sehr geschätzt wurde. Die 24 K verträgt wohl ganz gut Nährstoffe, daher hatte Juan bei drei der fünf Exemplare ein Problem mit Mangelerscheinungen, die durch ein Kalium- und Phosphordefizit verursacht wurden. Allerdings ließen sich die Probleme halbwegs beheben. Mit neun Wochen Blüte liefert sie feinstes Coffeeshopflavour. Die 24 K besitzt bei dem Spanier drei Phänotypen, die alle durchaus interessant sind. DNA Genetics sind Strains wie La Confidential oder Chocolope zu verdanken, einige ihrer Strains findet man auch in Coffeeshops der Niederlande. Dann wäre da noch die Killer Kush  von Sweetseeds als Fastversion, die einen stabilen Eindruck macht und mit 49 Tagen Blüte, die schnellste im Zelt war. Bei der Killer Kush ist eine Autoflowering-Genetik der dritten Generation mit einem Og-Kush-Elite-Klon vereint worden. Die Killer Kush war geboren. Sweetseeds ist eine Samenfirma aus Valencia, die ein breites Sortiment der verschiedensten Strains bereithält. Ob Autoflowering oder normale Genetik, hier findet jeder was! Bis jetzt verlief die Blüte ohne weitere Zwischenfälle. Juan ist sehr zufrieden mit den Resultaten, die die Killer Kush liefert. Sie ist pflegeleicht und äußerst bekömmlich.

 

Allerdings sieht man, dass es doch einige Unterschiede bezüglich der Größe und des Blütenstadiums gibt, da die Blüte 50-65 Tage gedauert hat. Der Gesamteindruck ist trotzdem positiv und die Pflanzen sehen relativ gesund aus, obwohl sie etwas zu eng stehen. Als Erstes erntete Juan die Killer Kushs, die alle nach 49 Tagen fertig sind. Bei den Killer Kushs traten drei Phänotypen auf, unter anderem ein würziger, der stark an solides Og-Kush erinnert. Bei der Ernte liegen die Killers im Mittelfeld. Aber Juan ist trotzdem sehr zufrieden, und den würzigen Phäno will er behalten. Diese Killer Kush verströmt einen erdigen Waldigen Geruch mit einer Spur Zitrussäure. Geraucht ist sie eine wahre Pracht; sehr vollmundige schwere Erdnoten mit etwas Moschus. Bei der 24 K gibt es zwei Phänos, die Juan gefallen. Einer erinnert stark an heftigsten Sour Diesel: penetrante Säure gepaart mit den verschiedensten Zitrusaromen. Die zweite 24-K-Ladie machte sehr knubblige, harte Buds, die man auch unbedingt probieren muss. Das Aroma ist unglaublich und macht Lust auf mehr. Diese 24 K ist ein Diesel-Highlight, deren Zitrusduft fast wie Säure in der Nase brennt. Geschmacklich ist die 24 K bei ihrem Geruch einzuordnen; vollmundige saure Grapefruit und Mandarinennoten, die auch noch nach dem Rauchen im Mund bleiben.

 

 

Sie hilft Juan sehr gut bei Schmerzen und Übelkeit und regt auch, wie fast alle Cannabissorten, den Appetit an. Die Wirkung tritt unmittelbar nach dem Konsum in Kraft und kann, so Juan, daher auch bei akuten Problemen wie Migräne, Brechreiz und Ähnlichem helfen. Das Potenzial der Killer Kush ist nach Meinung Juans fast noch stärker, vor allem im Bereich der Schmerzlinderung und Entspannung der Muskeln. Ihre Kraft entfaltet sich auch innerhalb kürzester Zeit. Die Wirkungsdauer und der Anwendungsbereich sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich – das sind alles Symptome, die Juan unter anderem mit Cannabis behandelt. Cannabis kann aber, Studien zufolge noch viel mehr gesundheitliche Probleme nebenwirkungsarm regulieren, wie Schlafstörungen, Zwänge, Depressionen, Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt oder der Lunge. Man kann nur hoffen, dass die Krankenkassen und Ärzte das genauso wahrnehmen.

 

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und der Aufklärung, Cannabis ist in manchen Ländern weiterhin verboten.

Alles Gute der Budler!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.