Samstag, 24. Juni 2017

Cannabis FAQ für Ärzte veröffentlicht

 

22 starke Seiten damit Mediziner Medizinalhanf verschreiben.

 

Cannabis aus der Apotheke
Foto: marker

 

Dass das Cannabis-als-Medizin-Gesetz bislang eher für Unmut bei Ärzten und Patienten gesorgt hat, ist mittlerweile bei allen regulären Medien angekommen. Zu wenig Informationen für Mediziner, zu hohe Preise in Apotheken und zu viele Zweifel über die Wirksamkeit der lange Zeit als Einstiegsdroge dämonisierten Hanfblüten lassen die eigentlich als Versorgungsgarantie für Kranke umgesetzte Gesetzesänderung eher wie ein Hindernis erscheinen. Damit nun wenigstens alle bedürftigen Patienten nicht mehr länger an unwissende Mediziner geraten, die bei der Thematik nur kopfschüttelnd mit den Achseln zucken können, hat die Bundesärztekammer ein Cannabis FAQ für Ärzte veröffentlicht, das etwas Aufklärungsarbeit leistet.

 

Im Gespräch mit dem Ärzteblatt zum baldigen „Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr“ hat der Vorsitzende der BÄK-Arbeitsgruppe Sucht & Drogen und Präsident der saarländischen Ärztekammer Josef Mischo auch einige Informationen über Medizinalhanf und zukünftige Modellprojekte bezüglich des Freizeitkonsums verraten, wobei auch ein am 02.05. veröffentlichtes Mediweed-FAQ Erwähnung fand. So hat die Bundesärztekammer endlich eine Liste mit Antworten zu üblichen Fragen veröffentlicht, die praktizierenden Medizinern ihre Bedenken und Ängste vor dem verteufelten Heilkraut Hanf nehmen sollen. Das Cannabis FAQ für Ärzte gibt hierbei auf 22 Seiten über allgemeine Dinge Auskunft, die bei Behandlungen mit der natürlichen Arznei zu beachten sind, und soll künftig als kleines Nachschlagewerk genutzt werden. So sind infrage kommende Patienten, Ärzte, Anwendungsgebiete, Dosierungen, Einnahmearten, zu erwartende Wirkungen und erhältliche Präparate gelistet sowie in Kurzform näher erklärt.

 

Das Schriftstück wäre vor dem Inkrafttreten des Cannabis-als-Medizin-Gesetzes aber sicherlich wärmer begrüßt worden, da drei Monate nach der Gesetzesänderung selbst besonders betroffene Personen wie dem bekannten Medizinalhanfpatienten Franz-Josef Ackermann damit nur begrenzt geholfen wird. Der legal in Eigenproduktion Hanfknospen herstellende Kranke muss trotz neuem Cannabis FAQ für Ärzte aktuell wieder ernsthaft um die Zukunft seiner medizinischen Grundversorgung bangen.

 

FAQ.

7 Antworten auf „Cannabis FAQ für Ärzte veröffentlicht

  1. Littleganja

    Da hat meine Kassenärztin drauf gewartet, jetzt kann ich mir endlich mein Kassenrezept holen…..

  2. Chefkoch

    Hi Leute – ich möchte Euch dringend bitten diesen Aufruf zu unterstützen – leider haben sich bisher viel zu wenige beteiligt. Bitte weiterleiten, teilen und vor allem: mitmachen!
    Am 10. März 2017 ist das neue Cannabis – Medizin Gesetz in Kraft getreten. Vor diesem Termin konnten Patienten eine Ausnahmegenehmigung zur Behandlung mit Cannabisprodukten nach altem Recht bei der Bundesopiumstelle beantragen. Das Antragsverfahren war kompliziert, außerdem musste der Patient nachweisen das ALLE theoretisch möglichen anderen Medikamente ausprobiert wurden. Im meinem Fall waren es ca. 25 verschiedene Tabletten, Tropfen etc. – mit reichlich Nebenwirkungen die im Prinzip keinen weiter interessierten. Nun werde ich seit ca. 3 Monaten als letzte Alternative zu Morphium und mit gutem Ergebnis mit Cannabisblüten behandelt. Ich persönlich habe mittlerweile ( fast ) alle Probleme zu meinem Fall gelöst. Leider war dieser Weg anstrengend, teuer und nervenraubend. Zum Glück bin ich in der lage solche Kämpfe auszuführen – viele andere Patienten können das nicht!
    Der komplizierte Ablauf nach altem Recht sollte durch das neue Gesetz vereinfacht werden, leider ist das Gegenteil der Fall. Die Apothekenpreise von Medizinalcannabis haben sich fast über Nacht verdoppelt. Preis in den Niederlanden / Kanada : 6 €/ Gramm, Preis in Deutschland vor dem 10.03.2017 : 12 €/ Gramm, Preis in Deutschland heute : 24 € / Gramm, Preis in Deutschland in Zukunft : bis zu 50 € / Gramm.
    Hintergrund der Preisentwicklung: Neuderdings meinen die Apotheken die bereits in den Niederlanden streng geprüften Cannabisblüten erneut auspacken, umpacken, verpacken, beschriften und bald auch kindersicher bzw. vorportioniert abgeben zu müssen. So wird aus einem Naturprodukt schnell eine Arzneimittelrezeptur incl. 100 % Preisaufschlag – ein Schelm wer Böses dabei denkt ……
    Eine Erfahrung die ich leider machen musste : löse ich mein Rezept hier in der örtlichen Apotheke ein kostet es mich bzw. in Zukunft den Steuerzahler ca. 1500 €/ Monat. Das identische Rezept kosten in einer Apotheke im Nachbarort die das Gesetz etwas patientenfreundlicher deutet die Hälfte! Allein bei diesem Fakt fällt einem nix mehr ein …..
    Ein paar Worte zu Medizinalcannabis allgemein :
    Klare Indikationen gibt es nicht – jeder Arzt ( abgesehen vom Zahn – bzw. Tierarzt ) kann Cannabis per BTM Rezept verordnen. Wenn man es sich dann leisten kann selbst zu zahlen gibt’s keine größeren Probleme. Bei vielen Krankheiten wird vermutet das sich Cannabis positv auswirkt – größere Studien gibt es leider noch nicht. Dieses Problem sollte das neue Gesetzt eigentlich direkt mit lösen. Beispielhaft seien hier als mögliche Indikationen z.B. Nebenwirkungen einer Chemotherapie ( kein Hungergefühl ), chronische Schmerzen, Depressionen, Spastiken, Bulemie sowie viele Palliativindikationen genannt sein.
    Ärzte stehen ebenfalls vor vielen Problemen: sie sind oft wenig aufgeklärt und wenig informiert. Kostenanträge bearbeiten Ärzte die bisher teilweise noch nie mit Cannabisprodukten zu tun hatten. Das große Problem der Kosten ( möglicher Regress der Krankenkassen ) schwebt über dem Praxisbudgets der Ärzte die sich unter solchen Umständen nur 2 – 3 Cannabispatienten pro Praxis ,, leisten “ können. Bezogen auf die Regressfrage bzw. die Verschreibungsfreudigkeit der Ärzte muss man nicht lange überlegen wie es sich auswirkt wenn ein Patient ganz einfach selbst zahlt und keine Kostenerstattung braucht.
    Ich persönlich halte diese Art der Gesetzesumsetzung im Sinne der Patientenfreundlichkeit und der Behandlungshoheit der Arztes für falsch und dringend korrekturbedürftig. Ich wünsche jedem Patienten das er im Fall der Fälle an einen Arzt gerät der ALLE Therapiemöglichkeiten kennt und auch nutzt ohne großartige finanzielle Folgen für den einzelnen befürchten zu müssen. Die aktuelle Situation belastet das Arzt – Patient – Apothekerverhälnis deutlich und sorgt neben der anrollenden Klagewelle für extreme Kosten und viele Sorgen bei den ohnehin schon Kranken.
    Um diese Missstände zu beheben ist es dringend notwendig der patientenfreundlichen und praxiserfahrenen Stimme des Patienten in Person von Dr. Grotenhermen ( Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin e.V., Selbsthilfenetzwerk Cannabis als Medizin e.V. ) und Prof. Dr. Müller – Vahl ( Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin e.V.) Unterstützung zukommen zu lassen.
    Bitte nimm am beigefügten Protestmailer teil und unterstütze so aktiv und mit wenig Aufwand die aufopferungsvolle Arbeit der oben erwähnten Institutionen. Es kommt darauf an dieses Gesetz zum Wohle aller sinnvoll und praktikabel umzusetzen damit irgendwann der Tag kommen mag an dem Cannabis neben allem anderen ganz vormal verordnet werden kann. Ich bedanke mich vielmals – auch im Namen vieler Betroffener die sich leider nicht wehren können – für Deine solidarische Unterstützung ! ! !
    Falls Bedenken zur Teilnehme bestehen:
    1. Nein, die Teilnahme ist kein Grund um Dir die Drogenfahndung nach Hause zu schicken!
    2. Deine Adresse wird in die Beschwerdemail eingefügt, Empfänger sind :
    Bundesministerium für Gesundheit, Bundesversicherungsamt, Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung, Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Kassenärztliche Bundesvereinigung, Hermann Gröhe, Marlene Mortler, Harald Terpe, Frank Tempel, Burkhard Blienert, Emmi Zeulner
    Es ist möglich das Ihr nach der Teilnahme irgendwann eine Antwort der genannten Personen / Stellen erhaltet – damit könnt Ihr dann umgehen wie Ihr wollt …..
    3. sollten weitere Bedenken bestehen – zumindest den Link weiterleiten bzw. Freunde und Familie auffordern mitzumachen !

    http://selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de/protest-mailer

    weitere Informationen :
    https://hanfverband.de/nachrichten/news/apothekerverband-verteidigt-hochpreisige-cannabis-blueten

    P.S.: Ich weise darauf hin das ich diesen Aufruf zur Unterstützung als Privatperson verfasst und veröffentlicht habe. Rückfragen beantworte ich gern, Medienanfragen leite ich weiter. Verbreiten und Weiterleiten dieser Mail ist ausdrücklich erwünscht.

  3. Markus Gö

    Es ist traurig das Ärzte nicht selber das Geld übrig haben um sich Fortzubilden, sondern der Patient dem Arzt das Buch kaufen muss um zu seinem Recht zu kommen.Geschweige denn das man sich Internet Seiten Ausdrucken muss um Gebildete Menschen von der Realität zu überzeugen. Und nützten tut es trotzdem keinem da die Krankenkassen Rechtswidrig ablehnen am laufenden Band und einem Austherapierten Patienten noch Morphium vorschlagen als alternative, weil man ja keine Erfahrung mit Cannabis hat und diese auch nicht Sammeln möchte, im Interesse der Big Pharma Industrie!

  4. Littleganja

    Mein Arzt war bei der Fortbildung im Mai, was ich ihm auch hoch anrechne, die Praxis hatte extra 1 Woche Urlaub.

  5. rainer sikora

    Ich kenne nur Ärzte die nichts davon wissen wollen.Die halten die ganze Sache für eine verrückte Idee.

  6. Drunkfail

    Cannabis ,ist eine Medizin und nicht tödlich . Täglich Sterben in Deudschland ,500 Menschen ,an Alkohol und Tabak . Nur Legales Cannabis , lässt eine Schutzverantwortung ,des CDU/CSU Staates ,vermuten .

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