Mittwoch, 21. Juni 2017

Cannabisstudie in Düsseldorf stößt auf wissenschaftliches Interesse

 

Heinrich-Heine-Universität und die Stadt Karlsruhe als Partner möglich.

 

 

Nachdem man im Februar noch vor dem Inkrafttreten des Gesetzes für Cannabis als Medizin in Düsseldorf über die Möglichkeiten und Folgen einer legalen Cannabisabgabe beriet, hat sich nun etwas bei dem geplanten Pilotprojekt bewegt, das erneut größere Schlagzeile macht. Die Universität der Stadt hat sich dazu bereit erklärt, die Studie durchzuführen, falls sich jemand findet, der für die anfallenden Kosten aufkommt. Die Cannabisstudie in Düsseldorf stößt auf wissenschaftliches Interesse, wie angesehene Vertreter der Heinrich-Heine-Universität dem städtischen Gesundheitsdezernenten Düsseldorfs bekundeten.

 

So soll die Universitätsrektorin Anja Steinbeck dem verantwortlichen Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke von der FDP mitgeteilt haben, dass die Universität alle notwendigen Beobachtungen und Arbeitsschritte durchführen wolle, die bei der wissenschaftlich überwachten und legalen Abgabe von Marihuana an Erwachsene erforderlich wären. Nur die Anschubfinanzierung in Höhe von 20.000 Euro, die die circa eine Millionen Euro teure Studie vorbereitend benötigte, wolle die Heinrich-Heine-Universität nicht selbst bezahlen, weshalb Partner die anfallende Geldsumme für das sogenannte Forschungsdesign im Vorfeld abdecken müssten. Hier käme unter anderem Karlsruhe als Geldgeber infrage, wo man sich – wie auch in Neuss – für die Verringerung der durch Prohibition verursachten Probleme starkmachen wolle. Düsseldorf möchte die erste Stadt in Deutschland werden, in der Marihuana für volljährige Konsumenten legal erhältlich gemacht wird. Die möglichen Risiken sollen durch die von SPD, FDP und Grünen unterstützte Cannabisstudie zuvor aber erst fachgerecht ausgelotet werden.

 

Leider müssen sich alle hoffenden Legalisierungsbefürworter auf weitere Fortschritte bis zur Beendigung der Sommerpause im städtischen Gesundheitsausschuss gedulden, in welchem die zukünftigen Beratungen über die Thematik stattfinden werden.

10 Antworten auf „Cannabisstudie in Düsseldorf stößt auf wissenschaftliches Interesse

  1. Thomas Maier

    Köln hätt sin Kölsch, un Düsseldorf sin Alt. Warum wohl sonst sollten die sich so vehement für die Legalisierung von Cannabis einsetzen? Ich habe da vollstes Verständnis ROFLOL.

    Spaß bei Seite. Es ist kaum zu Glauben mit welcher Geschwindigkeit die endgültige Legalisierung von Hanfnutzung für Erwachsene Personen seinen Lauf nimmt. Hoffentlich gehts so weiter. Horrido.

  2. ADHSPatient

    @Thomas Maier
    Von welcher Geschwindigkeit redest du? Zäh und langsam geht es voran.

  3. rainer sikora

    Untersuchungen und theoritische Überlegungen dauern sehr lange und gibt es auch schon sehr lange.Hinzu kommen die Ausbremsungen durch finanzielle Hürden.Vorwärts geht es nur schleppend bis gar nicht.Wenigstens gibt es hoffentlich zukünftige Beratungen unter Wissenschaftlern.

  4. Thomas Maier

    @ADHSPatient

    Natürlich könnte es schneller gehen, aber wer hätte sich noch vor 2 Jahren die weltweit fortschreitende Legalisierungswelle vorstellen können. Und wer hätte sich zu Neujahr träumen lassen dass es ab März Cannabis auf Rezept geben wird? Ok, den K(r)ampf mit den Kassen, Apothekern und den Ärzten lassen wir jetzt mal außen vor, aber allein an die Möglichkeit zu glaubten machte einen zu der Zeit doch nur zum gesellschaftlichen Traumtänzer. Warte noch längstens 5 Jahre (z.B. Colorado) und die Prohibition ist gegessen. Gut Ding (das niemals hätte verboten werden dürfen) will eben Weile haben.

  5. Fred

    @Thomas Maier

    Sehe ich genauso. Ich denke aber, das es recht schnell nach der Wahl eine vernünftige Führerscheinlösung gibt. Und das in Verbindung mit einer vernünftigen Geringe Menge Regelung. Damit wäre dann der nächste Schritt getan.

  6. ADHSPatient

    @Fred
    Hab lediglich bei der geringen Menge Hoffnung was die nächsten Koalitionsverhandlungen angeht. Und dabei wird man sich denke ich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen. Es wird bundesweit einheitlich geregelt, aber eben am unteren Ende. Schlimmsten falls landen sie bei 6 Gramm, bestenfalls bei 8 Gramm oder so. Der entscheidende Fortschritt wird sein, dass die Verfahren eingestellt werden müssen oder viel mehr gar nicht mehr eröffnet werden. Wahrscheinlich wird man wie in anderen Ländern auf ein Bußgeld umstellen. Für manche würde das sogar teurer als bisher.

  7. Fred

    @ADHS Patient

    Ja, um die Grammzahl wird man feilschen als gäbe es nichts wichtigeres. Aber auch bei der Führerscheinregelung wird sich was tun. Das ergibt sich alleine schon aus der med. Nutzung. Wenn die Ärzte sich mit dem neuen Medikament angefreundet haben und die Vorteile erkennen, und die KK vom Staat überzeugt bzw gezwungen werden und endlich die Kosten für Kranke übernehmen, dann werden es sehr schnell ein paar 100.000 Patienten die Cannabis einnehmen.

    Was will man dann noch mit einem Urintest bei einer Kontrolle anfangen ? Abbauprodukte sind natürlich vorhanden. Wie unterscheidet man med. Nutzer von Genusskonsumenten ? Ist kaum noch möglich. Man wird sich wohl auf offensichtlich unter Einfluss stehende Personen konzentrieren. Sprich, wer offensichtlich bekifft durch die Gegend fährt hat ein Problem mit seinem Führerschein. Egal ob Med Nutzer oder nicht.

    Damit hätte sich das mit der Ersatzbestrafung über die Führerscheinstelle. Zumindest wenn man sich bei einer Kontrolle nicht ganz so dumm anstellt.

    Ich bin jedenfalls ziemlich optimistisch. Die Gesetzeslage ist seit März mehr als positiv. Wenn die Anlaufprobleme beseitigt sind, dann läuft die Sache.

  8. Rudi Mentaer

    Wir, als Gesellschaft, müssen uns mal ernsthaft fragen, was wir zu tragen bereit sind. Die Prohibition ist schon längst gescheitert, die Pharmas verdienen an ihren Erfindungen (Heroin, Kokain, LSD kommen von uns deutschen, bayer und merck ), wir können tonnenweise Salz lagern, letale dosis etwa 6gr, haben hochgiftige Pharmaprodukte wie waschmittel und hhreiniger, ein reines Zellgift als „Volksdroge“, deren Nebenwirkungen auf persönlicher noch auf sozialer Ebene wesentlich krasser ist als die sämtlicher illegaler Substanzen und feilschen um Hanf? Düsseldorf, danke. Karlsruhe & Neuss ihr habts begriffen, die Prohibition schafft mehr Probleme als sonstwas. Einem Fixer das Heroin wegnehmen hilft keinem. Der rennt dann los und überfällt jmd weil er sich nicht anders zu helfen weiss. Sry, das KANN NICHT DIE LÖSUNG SEIN. Es sei denn, das ist politisch so gewollt.

  9. Ralf

    @Rudi Mentaer
    Einem Fixer das Heroin wegnehmen hilft keinem. Der rennt dann los und überfällt jmd weil er sich nicht anders zu helfen weiss. Sry, das KANN NICHT DIE LÖSUNG SEIN. Es sei denn, das ist politisch so gewollt.

    Du hast es, und das ist leider die Ausnahme hier, erfaßt oder zumindest einen begründeten Verdacht, auf den diese ganzen Rechtsstaatstraumtänzer nie kommen würden, um was es wirklich geht, nämlich den Kriegsgewinnlern und Profiteuren eines schmutzigen, schon viel zu lange dauernden Krieges gegen eine Minderheit, ihre Beute nicht zu entreißen. Da schmarotzen mittlerweile so viele Aasgeier mit weißem Kittel, Uniform oder Robe daran, daß es für jeden mit gesunder Nase zum Himmel stinkt. Jeder der mit Gewaltmitteln gegen Menschen vorgeht, die nichts weiter tun als sie selbst, nämlich eine Substanz/(in ihrem Falle Alkohol,Pillen,Nikotin,Koffein usw.) zu konsumieren und damit natürlich auch zu besitzen ist ein Verbrecher, aber wir wisen ja alle, was für Leute die Welt regieren…..!

  10. Ralf

    Das Wort Studie ist für mich mittlerweile sowieso ein Schimpfwort geworden. Diese Dauer-Studien-Scheiße, ich kann sie nicht mehr hören, soll nur vom wahren Kern der Ungerechtigkeit ablenken, nämlich daß mit zweierlei Maß gemessen wird. Das sind alles Scheingefechte auf die ihr euch dummerweise auch immer wieder einlaßt, statt auf euer Menschenrecht zu bestehen und sonst garnichts, Punkt und aus. Eine Studie ist angesichts der Gefährlichkeit und Giftigkeit von Alkohol für einen pur rauchenden, reinen Cannabiskonsumenten, eine einzige Lachnummer, zu nichts anderem gut, als noch mehr unnötigen Schmarotzern, noch mehr Steuergelder zum verprassen zu geben und natürlich um Zeit zu gewinnen, um möglichst viel Schaden unter uns anzurichten, bevor man den Krieg verloren geben muß, wie es das Faschistenpack halt mal immer so macht! Übrigens, ist die Heinrich Heine Universität nicht diejenige die der ehemaligen Fehl- „Bildungsministerin“ Schawan (CDU) ihren gefaketen Doktortitel ermöglicht hat? Und so schließt sich der Kreis der Schmarotzer und Drogenkriegsprofiteure rein wissenschaftlich*?!

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