Samstag, 17. Juni 2017

Eindhovens coole Coffee-Shop Scene hat einiges zu bieten!

 

Wietpas f… o..!

 

 

Warum immer in den hohen Norden ziehen, wenn auch der Süden was zu bieten hat`?

 

Eindhoven ist in Südholland doch eigentlich ein einziger, wunderbarer Lichtblick! Denn im Gegensatz zu vielen anderen südlich gelegenen Städten und Kommunen in den Niederlanden, hat hier der Bürgermeister beschlossen, dass ihm der Wietpas weder ins politische noch ins touristische Profil des wunderschönen Städtchens (knapp über 200.000 Einwohner) Eindhoven passt: Also, nix mit Wietpas, sondern f… o..: und der deutsche User ist immer herzlich willkommen! Für viele deutsche Kiff-Touristen liegt Eindhoven zudem bezüglich der Anreise viel geschickter und näher als die klassischen nordholländischen Kiffer-Ziele Amsterdam und Rotterdam. Grund genug für das Hanf-Journal, für euch die dortige Coffee-Shop-Scene zu checken.

 

In der Innenstadt Eindhoven gibt es – so viel sei schon zu Beginn verraten – einige coole Coffee-Shops. Im weiteren Stadtgebiet kommt Eindhoven momentan auf acht Coffee-Shops. Eindhoven ist aber auch unabhängig vom Gras oder Hasch definitiv so eine Reise wert: Die Architektur ist eine Mischung aus Amsterdam (alte, verwinkelte Häuser) und Rotterdam (viel neuer Bahaus-Stil). Die altehrwürdigen Gässchen, angenehme Geschäftsstraßen und ein vielfältiges und buntes Kneipen- und Café-Angebot sind das Tüpfelchen auf dem I. Na ja, beinahe zumindest, denn das sind natürlich die von mir getesteten Coffee-Shops: „Casa Blanca“, „Euro-Garden“, „Pink“ und „Upstairs“. Um die Shops möglichst vergleichbar zu testen, habe ich mich für die Kategorien: Gras-Auswahl, Sonstige Auswahl, Qualität, Preise, Gemütlichkeit, Service und Lage entschieden. Die genauen Ergebnisse des Tests findet ihr in der Tabelle im Anhang.

 

Alle von mir besuchten Coffee-Shops in Eindhoven haben den unschätzbaren Vorteil, dass sie im Gegensatz zu vielen Shops in Amsterdam sehr freundlich, hell und einladend sind. So kommt es hier auch laut Coffee-Shop-Besitzern deutlich weniger zu urplötzlichen Panikattacken, Luftknappheit und ähnlichem, was einem in good old A’dam allenthalben über den Weg läuft (okay, vielleicht vertragen die Spanier oder Italiener halt auch nicht allzu viel, aber das Ambiente spielt schon auch eine entscheidende Rolle).

 

Das „Pink“

 

Meine erste Anlaufstelle ist das „Pink“, das ein wenig abseits des Einkaufszentrums liegt. Die Grasauswahl mit mindestens acht verschiedenen Sorten ist nicht von schlechten Eltern. Das Haschisch-Sortiment in derselben Größenordnung muss sich jedenfalls keinesfalls verstecken. Obwohl die Inneneinrichtung des „Pink“ schon beinahe zwanzig Jahre auf dem Buckel hat, ist der Coffee-Shop sehr freundlich, hell und einladend. Er wirkt überhaupt nicht antiquiert, sondern es ist deutlich zu merken, dass hier professionelle Innenarchitekten-Hände am Werk waren, die ihr Handwerk verstehen. Das Personal vom „Pink“ ist sehr freundlich, ohne servil zu sein oder ohne einem immer noch mehr Käufe aufzwängen zu wollen. Mein Kaffee ist heiß und hat eine klasse Qualität und erfreut sehe ich ein Apfelkörbchen, das den Besuchern kostenlos frisches Obst anbietet. Das ist ein Super-Service, den es in dieser Form wohl in Amsterdam kaum gibt. Hier sind zudem keine Rastas zu sehen, das Publikum ist sehr wohl erzogen und kommt zum Teil aus hohen gesellschaftlichen Schichten, wie mir die Besitzerin stolz versichert. Die Preise des „Pink“ liegen deutlich unter den Durchschnittspreisen von Amsterdam und ein wenig unter denen von Rotterdam. Ich probiere das Amnezia Haze für 14 € je 1.25 Gramm. Als ich die erste Tüte mit knapp 0.7 Gramm (also etwas über der Hälfte des erworbenen Beutelchens) rauche, bin ich sehr angetan. Das mit Kräutern (auch hier geht Eindhoven eindeutig mit der Zeit) statt mit Tabak gemischte Gras schmeckt zitronig, mit leichten Anklängen an Waldfrüchten und Erde. Kein Kratzen im Hals und der leicht süßliche Geschmack passt perfekt zu einer guten, starken Tasse Kaffee. Danach beschert mir die beliebte und potente Sativa-Sorte ein lächelndes Grinsen aufs Gesicht, das ich einfach nicht mehr wegwischen kann. Nice high! Ich fühle mich zufrieden, euphorisch beinahe. Mein Geist arbeitet angenehm auf Hochtouren und obwohl ich ein wenig verpeilt bin, drängt es mich nach draußen, um weitere Shops zu genießen. Also verlass ich schweren Herzens das Pink in der Willemstraat 35, bei dem es nur noch minimal in Sachen Gemütlichkeit einen kleinen Abzug wegen der Sitzpolster gibt, die ich mir bequemer gewünscht und netter vorgestellt hätte. Aber das getestete Produkt ist vom Feinsten. 1a Ware, so wie es sein soll. Solch ein feines Amnezia Haze habe ich in den Metropolen Amsterdam und Rotterdam lange Zeit vergeblich gesucht.

 

Der „Euro-Garden“

 

 

Also begebe ich mich zum zweiten von mir getesteten Coffee-Shop, der ebenso wenig direkt im Innenstadtzentrum Eindhoven liegt, sondern in etwa drei Minuten außerhalb. Der „Euro-Garden“ liegt wie das „Pink“ ebenerdig, also keine lästigen Treppen, die nach ausgedehnten Räucher-Sessions zur veritablen Stolperfalle werden können. Der Shop mit den hohen, hellen Fenstern befindet sich in der Stuiverstraat 146. Ein Security-Man checkt professionell-freundlich meinen Personalausweis, bevor ich mich hier als erstes an den Grassorten-Check mache. Die Auswahl fällt genauso prima und umfassend aus wie im „Pink“ und kann sich mehr als gut sehen lassen. Auch hier sei das Haze richtig klasse, versichert mir der freundlich-coole Sohn des Inhabers, Murat. Als ich ihm erzähle, dass ich aus einer deutschen Metropole komme, muss der herzliche Türke lachen und sagt in ziemlich gutem Deutsch und mit breitem Grinsen: „Ach so, du kommst also aus Klein-Türkei.“ Er ist also ein echt netter Typ, dieser Murat und sein Personal, zwei nette blonde holländische Mädchen, scheinen genauso freundlich wie er zu sein. „Aber richtig stolz bin ich auf meine Haschisch-Auswahl“, erzählt mir Murat. „Besonders zufrieden bin ich über diese seltene Neuheit in meinem Sortiment. Es heißt Parrati Valley Charas. Das ist ganz altes, traditionelles Haschisch, das ursprünglich aus der Region von Indien kommt. Ich lege da sehr viel Wert auf Tradition. Das ist für mich ein wichtiger Bestandteil der Rauch- und Kiff-Kultur.“ Diesen Argumenten kann ich mich nicht verschließen und erwerbe ein Gramm für 13 € – ein wirklich fairer Preis, wenn man die Hintergrundgeschichte dazu kennt, die Murat mir erzählt hat, was für ein Aufwand es ist, das ölige Haschisch zu besorgen, das einen Mitvierziger wie mich in nostalgische Euphorie versetzt. Und es ist tatsächlich ein ganz klassisches Old-School-High, das mir hier beschert wird. So schmeckte gutes Haschisch früher – also in diesem Fall schon vor weit über zwanzig Jahren – und das High überträgt sich nunmehr von meinem Geist auch auf den Körper. Ich bin sehr angenehm stoned, zufrieden und betrachte mir den freundlichen Tischkicker, der für alle Gäste umsonst zur Verfügung steht. Auch hier sind im Raucher-Raum außer zwei britischen Touristen alles Niederländer. GEMÜTLICHKEIT wird im Euro-Garden groß geschrieben. Es gibt bequeme Sofas und Sitze und erneut lassen hohe Fenster schön das Licht in den Shop einfallen. Und es ist gar nicht so schwer, mit den Locals ins Gespräch und ins Fachsimpeln über Gras- und Haschsorten zu kommen und so verfliegt auch in diesem äußerst empfehlenswerten, hellen und freundlichen Coffee-Shop die Zeit wie im Fluge. Das Amnezia und das indische Haschisch vertragen sich prima und auf den Weg gibt mir Murat noch etwas vom Black Kandy Kush mit, für den Weg sozusagen. Für 13 € das Gramm. Als ich später davon einen ordentlichen Zug nehme, merke ich: Auch der „Euro-Garden“ kann auf dem Grassegment mithalten: Ich merke wohltuende sedierende Momente, da diese Sorte ein beinahe ausgewogenes Sativa- und Indica-Verhältnis besitzt. Für eine kurze Zeit sitze ich auf dem gemütlichen Hotelzimmersofa wie angewurzelt beziehungsweise mit Sekundenkleber angeklebt. Etwas dominiert hierbei das physische stoned-Gefühl. Doch dann setzt sich auch das Sativa-Element durch und verleiht mir ein Gefühl einer berauschenden, immer stärker steigenden Euphorie. Diese energetische Quelle verhilft mir trotz Linderung von Stress und leichter Schmerzreduktion (Kopfweh), das Gefühl wieder aktiv werden zu müssen.

 

Das „Casa Blanca“

 

Also begebe ich mich zum Coffee-Shop „Casa Blanca“, direkt gegenüber dem Stadion des berühmten holländischen Fußball-Clubs PSV Eindhoven, dem Phillips-Stadion. Das „Casa Blanca“ liegt auch ebenerdig – ein Paradies für den Amsterdam-gewöhnten User. „Marocain?“, frage ich den Inhaber Mo, da bereits der Name des Ladens erste eindeutige Hinweise auf die Nationalität des Eigentümers gegeben hat. Mo freut sich, dass ich das auf den ersten Blick erkenne. Beim „Casa Blanca“ ist die Philosophie eine andere. Mo verkauft lieber größere Mengen, also ein paar Gramm auf einmal, lässt dabei aber beim Preis dann doch einen ganz guten Nachlass. Und tatsächlich überzeuge ich mich von Mos Sortiment. Seine Gras- und Hasch-Sorten-Auswahl kann sich wahrlich sehen und lassen. Und er hat die größten Blüten in ganz Eindhoven. Wunderschöne, beinahe riesige Blüten von Haze Amnesia und White Widow lassen einem kräftig das Wasser im Mund zusammenlaufen. Ich entscheide mich für White Widow. Angeblich hat diese Sorte um die 15 % THC und die starke Wirkung bestätigt diese Behauptung umgehend. Der Geschmack ist nicht unangenehm trotz der holzigen und erdigen Noten. Der sonst übliche scharfe Nachgeschmack bleibt dieses Mal aus. Das High ist wieder sehr euphorisch und ich fühle mich aufgrund gesteigerter Kreativität sofort bemüßigt, mir weitere kreative Notizen zu machen, während ich mit Mo bei einer kühlen Coca Cola über dies und jenes plaudere. Vor und nach den Spielen des PSV Eindhoven kommen zahlreiche heimische und Gäste-Fans ins „Casa Blanca“. „Das ist dann für uns ein großes Geschäft“, strahlt Mo. „Aber wenn hier noch mehr Deutsche herkämen“, flunkert er, „wären meine 500 Gramm Bestand nach einer Stunde ausverkauft und ich könnte Feierabend machen“, wobei ich den Verdacht nicht loswerde, dass er die Kiffer-Qualitäten der Deutschen so in den Himmel lobt, um die Werbetrommel zu rühren. Aber wie um den Beweis des Gesagten anzutreten, betritt ein junges Pärchen aus dem Ruhrpott den Laden und kauft sich je einen fünf Gramm Beutel. Auch im „Casa Blanca“ gibt es bei den Punkten Service und Gemütlichkeit nichts zu meckern. Wieder ein heller, freundlicher Raucherraum mit chilligen Sitzgelegenheiten. Ein wenig Abzug gibt nur die Lage, da das „Casa Blanca“ in der Sint Antonius Straat 1-3  doch einige hundert Meter abseits des Innenstadtzentrums liegt.

 

Das „Upstairs“

 

Meine letzte Anlaufstelle ist das „Upstairs“ in Stratiumseind 25 A mitten in der Partymeile Eindhovens gelegen: also lagetechnisch geht es auf keinen Fall besser. Aber hier gibt es schon beim Comfort und der Gemütlichkeit erste Abzüge, da der User – ganz nomen est omen – steile Treppen erklimmen muss, um in den Shop zu gelangen – das erinnert dann doch sehr an good old A’dam. Obwohl der Verkaufsraum des „Upstairs“ dunkler ist als die der drei anderen Coffeeshops und wegen seines tiefbraunen Holzes und der alten Kästchen, in denen das Dope aufbewahrt wird, an eine alte Apotheke erinnert, ist der Raucher-Raum mit der Aussicht auf die Parteimeile, den Kirchplatz und die Kirche, sehr gediegen. Der Service ist angenehm und die Auswahl der Grassorten und der anderen THC- und CBD-Produkte kann sich auch sehen lassen. Ich entscheide mich für das Lemon Haze für 11 € das Gramm. Der genuin zitronige Geschmack ist angenehm, wenig kratzig und gut verträglich. Das High ist natürlich nicht so stark wie beim Amnezia Haze aber auch sehr angenehm. Die Sativa-Eigenschaften machen mich einerseits zufrieden, aber gleichzeitig spüre ich Energie und will diese tolle Stadt weiter erkunden. Und später wundere ich mich, wie lang anhaltend das High dauert.

 

Fazit

 

 

Alles in allem bin ich begeistert von meinem Trip nach Eindhoven. Die Stadt hat für jeden etwas zu bieten und auch die Coffee-Shop-Scene kann sich sehen lassen. Zwar kann Eindhoven bei der Anzahl der Shops mit Amsterdam oder Rotterdam nicht mithalten. Aber die vorhandenen, von mir getesteten Shops sind alle rundum zu empfehlen. Und auch bei der Produktpalette, muss der deutsche User keinerlei Abstriche machen. Die Preise sind fair (günstiger als in Amsterdam und Rotterdam), die Qualität gut. Das Zeug ist sehr frisch und es gibt hier keinen solch schrecklichen Touristen-Run wie er in Amsterdam und Rotterdam – zumindest zu den Ferien-Stoßzeiten gang und gäbe ist. Deshalb mein Ratschlag: Eindhoven ist unbedingt eine Reise wert und es ist bei weitem etwas anderes als die bereits altbekannten und altbedienten nordholländischen Städte. Also nix wie hin, so lange es noch heißt: Wietpas f… off!

3 Antworten auf „Eindhovens coole Coffee-Shop Scene hat einiges zu bieten!

  1. rainer sikora

    Schade,daß man in Holland auch nach der richtigen Einkaufsmöglichkeit suchen muß.

  2. jclub

    von richtig gutem amnesia wäre nach 0,7 erstmal feierabend, und „holziges“ widow loll …. offenbar alles wie gehabt in holländischen shops, überteuerte kommerzware für noobs

  3. Bob

    Falls das einer liest.

    In welchem coffeeshop dort kann ich vaporizer vorfinden zur nutzung?

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