Dienstag, 6. Juni 2017

Deutschland – einig Spießerland

 

 

 

Sadhu van Hemp

 

Für Leute, die über den eigenen Tellerrand hinausschauen und sich nicht der Zukunft verschließen, ist das, was in Deutschland gerade eine Renaissance erlebt, eine Katastrophe. Die Landtagswahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen haben gezeigt – der deutsche Spießbürger hat Konjunktur und gibt den Ton an.

 

Die Rechts- und Naziparteien haben einen Zulauf wie nie, und alle Zeichen stehen auf eine vierte Amtszeit von Angela Merkel. Die leise Hoffnung, dass im Herbst ein linkes Bündnis die Fenster in den Ministerien aufreißt und mal kräftig durchlüftet, dürfte sich erledigt haben. Damit schwinden auch die Chancen auf einen Paradigmenwechsel in der Drogenpolitik. Mit der CDU/CSU an der Macht wird es keine Hanflegalisierung geben. Vielmehr besteht die Gefahr, dass die Daumenschrauben weiter angezogen werden und noch mehr Verstöße gegen das Hanfverbot in der Kriminalstatistik erfasst werden.

 

Und das ist ganz nach dem Geschmack der Abermillionen Spieß- und Kleinbürger, die sich gegen die kulturelle Evolution der Deutschen stemmen. Die Philister unserer Gesellschaft würden lieber heute als morgen alle, die anders leben und denken, in Umerziehungslager stecken oder gleich am nächsten Laternenpfahl aufknüpfen. Die Höckepartei macht keinen Hehl daraus, die Deutschen in die guten alten DDR- bzw. Nazizeiten zurückzuführen. Eine Mauer soll her, an der auf alles geschossen wird, was sich bewegt. Drogenkonsumenten sollen für verrückt erklärt und in Irrenanstalten in Sicherungsverwahrung genommen werden. Mit diesen und ähnlich abartigen Forderungen wurde diese Spießerbrut in 13 Landtage gewählt – und im Herbst wird der Einzug in den Bundestag folgen.

 

Der grenzdebile Wille des Wählers, die Uhr zurückzudrehen, findet nun auch bei der CDU/CSU Gehör. Seehofer und Konsorten wollen den Spießern und Ewiggestrigen wieder eine politische Heimat geben und stimmen ein in den Chor, der Lieder für die geistig unbeweglichen und engstirnigen Angstdeutschen singt. Die Politschranzen der rechten Parteien wollen den Wunsch des „Volkes“ nach Konformität und Erhalt der gewohnten Sitten und Riten erfüllen.

 

Der soziokulturelle Bankrott der Solidargemeinschaft scheint unabwendbar. Zumal SPD und Bündnis90/Die Grünen vor dem eigenen Scherbenhaufen stehen. Die SPD hat für alle Zeiten den Makel als Verräterpartei weg und ist wie die Grünen zu einem Club des Wohlstands- und Bildungsbürgertums verkommen. Beide Parteien sind nur an der Fettleber der eigenen Leute interessiert und kümmern sich einen Dreck um die Belange der vielen Millionen Menschen in diesem Lande, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Die Performance von Sozialdemokraten und Grünen lässt ahnen, dass es den Sandhockern und Politschnöseln nicht ums große Ganze geht, sondern Eigennutz und Habsucht der Antrieb sind.

 

Ein trauriges Bild gibt auch die LINKE ab. Hilflos schauen die Genossen zu, wie die Verlierer der asozialen Marktwirtschaft von den rechten und rechtsradikalen Parteien eingefangen werden. Die letzten Mohikaner des demokratischen Sozialismus’ schaffen es nicht, sich als Reformpartei ins Bewusstsein der Verarschten dieser Gesellschaft zu bringen. In Thüringen, Brandenburg und Berlin, wo die LINKE mit der „linksgrünen“ Bourgeoisie gemeinsame Sache macht, herrscht Stillstand statt Widerstand. Lohndumping, Ausbeutung und Mietpreiswucher werden geduldet – ganz zu schweigen von der Hanfprohibition, die die LINKE zur Erhaltung des Koalitionsfriedens hinnimmt.

 

Doch alle Kritik an den Parteien verblasst gegen die Spießbürgerlichkeit der Deutschen. Wie eine Erbkrankheit pflanzt sich in den Holzköpfen der breiten Masse autoritätshöriger Opportunismus und Konformismus fort. Das Kleinbürgertum ist die eigentliche Grundlage der bestehenden Zustände. Und die Unterprivilegierten suhlen sich geradezu in ihrer prekären Lebenssituation, indem sie Parteien wählen, die sie anständig bezahlter Arbeit und der Rente berauben. Die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber. In NRW ist das „Wahlvieh“ derart senil, dass es sogar die FDP reanimiert – frei nach dem Motto: Wenn es uns schlecht geht, soll es wenigstens den Reichen gut gehen.

19 Antworten auf „Deutschland – einig Spießerland

  1. Gasterl

    Hmmm…und was hat das mit Hanf zu schaffen? Ich frage, weil ich mich augenscheinlich im HaJo befinde, hier aber irgendwelche politischen Anschauungen zu lesen bekomme, die mit dem Thema nichts am Hut haben.

  2. Berry

    Finde ich auch….was hat das Geschwurbel mit Hanf zutun?…
    Du vermißt eine linke Partei? Bitte mach die Glubscher auf denn die CDU ist die neue LINKE. Zur Erinnerung: Früher waren Kommunisten auch Patrioten.
    Die „HÖCKE“ Partei heißt übrigens AfD und schießt bestimmt auf niemand an Grenzen die es nicht mehr gibt. Wer ehrlich aufgepasst hat weiß auch das FRAU Storch und Petry nie das gesagt haben. Es wurde vom Mannheimer Morgen so fies geschickt gedreht und alle sind auf den Bashinhzug aufgesprungen . Mal mit der AfD beschäftigen dann merkt man das dort jenseits von HÖCKE mehr libertäre sitzen als Rechts-konservative. Die AfD will übrigens Hanf legalisieren und überhaupt die Drogenpolitik neu ordnen. Mann Mann, alle Kiffer und User denken schon lange nicht mehr das man als USER links sein muss. Wer glaubt das die Wagenknecht und Ossi Lafontaine das erlauben der irrt. Die LINKEN sind Lügner und fressen Merkel aus der Hand. Die LINKEN sind der ultralinke Flügel der CDU und die Grünen sind längst von SOROS und RotschildS Spenden abhängig…..

  3. Glokta

    sehr gute Beschreibung der Zustände in Deutschland…in den Köpfen ein fest zementiertes „weiter-so“…mit dem Bleifuß über die Autobahn…den Teller voll mit Billigfleisch…das Gehirn zugekleistert mit transatlantischer Kriegspropaganda und dem Schund im Fernsehen…mir wird übel.

  4. Lars Rogg

    Oh Sadhu….was mühst Du dich noch ab ???
    Die ersten zwei Kommentare bestätigen den Inhalt deines Ergusses. Sie haben den Inhalt nicht mal verstanden…für diese Sorte loser würde ich mich nicht mehr engagieren. Kopf hoch und weiter so !!

  5. Hemp

    @Berry:
    Die AfD fordert in ihrem aktuellen Wahlprogramm: „Keine Freigabe von Cannabis“.
    (Quelle: AfD Wahlprogramm Bundestagswahl 2017 unter Punkt 12.12)

    Man könnte dich der Lüge bezichtigen. Das mach ich aber nicht, weil ich denke du hast dich tatsächlich noch nicht wirklich mit der AfD oder dessen Wahlprogramm auseinandergesetzt. Wie vermutlich die Masse der AfD-Wähler…

  6. Gasterl

    @Lars Rogg
    Das sehe ich anders. Verstanden hab ich den Text. Ich finde ihn hier jedoch absolut deplatziert. Wenn ich über Politik sprechen möchte, gehe ich in die Kommentarfunktion von welt oder zeit….aber nicht ins HaJo……
    Dafür lese ich hier auch immer wieder Wahlwerbung für die Grünen……..warum? Wozu?

  7. Gasterl

    P.S.
    Eine sachliche Diskussion scheint mit Dir, Lars eh nicht machbar zu sein. Denn anstatt auf Kommentare einzugehen, wirst Du ohne Grund beleidigend. Das zeigt eigentlich schon, welchen Typen man da vor sich hat…..zu 100 Prozent keinen offenen, toleranten Menschen…..denn sonst hättest Du anders reagiert. Also auch nur wieder einer, der Brabbelt, aber selbst anders handelt.

  8. Drunkfail

    Ja , Deutschland hat ein Problem , Alkohol und Tabak . Und dank der vielen Kunden , können die Alkohol und Tabak-Konzerne , der CDU und CSU , richtig viel Geld schenken .

  9. Fred

    Die Angst vor Veränderungen ist tief verwurzelt. Nicht nur in den Hirnen der Deutschen, das Problem gibt es in vielen Ländern. Keine Partei kann sich, besonders in Wahlzeiten, diesem Umstand verschliessen. Und das ist ein Problem in jeder Demokratie, und wenn man so will, auch eine Schattenseite einer jeden Demokratie. Je unaufgeschlossener, je ängstlicher sich ein Volk auf Veränderungen einstellt, je weniger wird von der Politik verändert.

    Und das zieht sich wie ein roter Faden durch die Gesellschaft, der Hanf ist da nur ein Beispiel. Vor ein paar Wochen äusserte sich Martin Schulz auf die Frage, wie er denn zur Neuausrichtung der Gesellschaft im Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung und dem damit verbundenen Ab oder Umbau von Arbeitsplätzen steht. Die Antwort :
    Ist ja noch nicht soweit !
    Man will halt niemanden beunruhigen. Obwohl jetzt wohl die Zeit wäre, die Weichen zu stellen.

    Also, bleibt nur die Leute aufzuklären. Andersdenkende nicht unbedingt als Spießbürger beschimpfen, aber durch gute Argumente auf den richtigen Weg zu bringen. Dann hat man irgendwann eine Gesellschaft, in der es unerheblich ist, welche politische Richtung aktuell an der Macht ist. Getan wird dann das Vernünftige.

  10. rainer sikora

    Das Hanfjournal selbst ist Politik die einen Kontrast zur allgemeinen politischen Zielrichtung bildet.Das allgemeine Vertrauen in andere Zeitungen ist ungleich größer.Weil der Deutsche Normali nichts hinterfragt und prüft.Dafür hat man Fachmänner und Experten die zuständig sind.Die entscheiden dann auch was richtig oder verkehrt ist.Bekannt aus Funk und TV hat man das volle Vertrauen ergaunert.

  11. Fritz the cat

    Jetzt ist man beim Hanfjournal auch nicht mehr vor AfD-Trollen sicher.
    Wer meint, Hanf oder das Hanfjournal hat nichts mit Politik zu tun, der hat den Schuss nicht gehört. Das ist Politik! Was denn sonst?
    Und der Artikel beschreibt vortrefflich die Analogien zwischen der aktuellen Hanfpolitik in Deutschland und dem „Rechtsruck“. Wer glaubt, dass die AfD irgend etwas besser machen wird, was persönliche und gesellschaftliche Freiheiten betrifft sollte sich 1. das Parteiprogramm durchlesen – hier wimmelt es nur von Verboten und Einschränkungen 2. anschauen wie Parteiintern autokratisch vorgegangen wird.
    Nichts wird besser mit der AfD!
    „Die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber. „

  12. (ö_ö)

    „Nicht therapierbare Alkohol- und drogenabhängige sowie psychisch kranke Täter, von denen erhebliche Gefahren für die Allgemeinheit ausgehen, sind nicht in psychiatrischen Krankenhäusern, sondern in der Sicherungsverwahrung unterzubringen.“ (AfD-Grundsatzprogramm)

    Noch Fragen?

  13. Gasterl

    „Nicht therapierbare Alkohol- und drogenabhängige sowie psychisch kranke Täter, von denen erhebliche Gefahren für die Allgemeinheit ausgehen, sind nicht in psychiatrischen Krankenhäusern, sondern in der Sicherungsverwahrung unterzubringen.“ (AfD-Grundsatzprogramm)

    Noch Fragen?

    Ich bin zwar kein AFD-Wähler….aber was soll daran verkehrt sein? Zumal auf Personen, von denen erhebliche Gefahren ausgehen, eingeschränkt wird, und nicht auf generell alle Konsumenten. Ich persönlich bin ganz froh, wenn eine Person, von der wirklich eine Gefahr ausgeht, weggesperrt wird. Im gleichen Zug, muss aber für einfache Konsumenten, von denen keine Gefahr ausgeht, KEINE Bestrafung folgen. Dann wäre der Punkt perfekt. Aber zu bekritteln gibt es da wenig bis nichts an der grundsätzlichen Forderung.

  14. Fritz the cat

    Das ist ja dann Auslegungssache der AfD, wer 1. drogenabhängig ist und 2. eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt. Und wie man die AfD so kennt, werden sie großzügig davon Gebrauch machen.
    Schöne Aussicht als Kiffer in die Klapse oder in den Knast mit Sicherungsverwahrung. Beides kann lebenslang bedeuten.
    Das wird ganz entspannt mit der AfD – bestimmt nicht!

  15. Ralf

    Die grundsätzliche Forderung ist im Gesetz doch schon längst erfüllt. Leute die so was in ein Parteiprogramm schreiben, wollen da noch gewaltig einen draufsetzen, und das hatten wir genau so in der Nazizeit. Geschichte wiederholt sich fortgesetzt, aber das wird wohl @Gasterl niemals schnallen. leider sind die Cannabisuser nicht eine homogene, durchweg mit genügend Hirn ausgestattete Spezies. Möglicherweise gibt es da doch Anhaltspunkte für Schizophrenie, denn wie kann ich Cannabis rauchen und gleichzeitig eine Partei wählen, etabliert oder nicht, die mich fertig machen will ? Nur die dümmsten Kälber wählen (aus ideologischer Verblendung,Angst,Intoleranz Vorurteil) ihre Metzger selber. Für mich war „alternativ ficken wir deutschland“ nicht eine Sekunde lang eine Wahl.

    „. Die LINKEN sind Lügner und fressen Merkel aus der Hand. Die LINKEN sind der ultralinke Flügel der CDU und die Grünen sind längst von SOROS und RotschildS Spenden abhängig…..“
    Ich glaube an der Stelle wird`s dann wirklich primitiv. Soros hat nur 37 Milliarden, da gibt es ganz andere Kaliber wie z.B. dieser Warren Buffet, der an die 90 Milliarden hat, der frißt einen Soros zum Frühstück. Soros ist wenigstens so ehrlich und lehnt dieses neoliberale System ab, kann aber nichts dagegen tun als die Kohle die er in diesem von ihm nicht gewollten System nun mal auch macht, halbwegs vernünftg einzusetzen. Dafür wird er von den rechten Arschlöchern (von PIS über afd bis zur Orbanpartei seiner Heimat Ungarn) überall in Europa geprügelt, und wer behauptet Linke und Grüne(auch wenn sie uns ständig verraten) bekommen Geld von den Rotschilds sollte sowieso mal zum Doc…

  16. Cookie

    @Ralf: Sehr richtig, was Du schreibst!

    Die Trolle der „Alternative Faktenpartei Deutschlands“ finden sich aber derzeit wirklich fast überall. Es ist deren vornehmlicher Weg, sich unter den vielen Dumpfbacken im Netz „Gehör“ zu verschaffen. Und ja, es ist auch unabhängig von Höcke-AfD, Pegidisten und Co. ein Spießertum in Reinkultur, was wir in Deutschland leider schon viel zu lange erleben… wer aber die CDU links nennt, ist offensichtlich selbst soweit rechts (möglicherweise ohne es zu wissen), dass er/sie die Maßstäbe völlig verloren hat (vorausgesetzt sie waren vorher vorhanden).

    Wie dem auch sei, das Thema ist in jedem Falle ein Politisches, das deshalb auch ins Hanf Journal gehört!

    @Sadhu: Auch wenn ich in Bezug auf die Grünen eine etwas weniger harte Linie verfolge als Du, finde ich, dass Dein Artikel sowohl super formuliert als auch sachlich korrekt ist. „Leider“, muss ich dazu sagen. Ich würde ich viel lieber in einem tatsächlich freiheitlich-demokratischen Staat leben als in einem, der das nur gebetsmühlenartig immer wieder von sich selbst behauptet.

    Legalize it!

  17. Jemand, der Spuren hinterlässt

    Danke für diesen Artikel, der meine Gedanken wiedergibt.

    Ich würde noch einen Schritt weitergehen als „nur“ das Spießbürgertum zu verdonnern. Es geht schlichtweg um die Vermehrung von Kapital. Weshalb ich die Privatisierung der KRANKENkassen – was ist deren Grundaufgabe? Fürsorge für Kranke oder Kapitalvermehrung? – als größten Fehler der letzten Jahre bzw. Jahrzehnte ansehe.

    Alles, was nicht direkt durch Gesetze gesteuert wird, also privat, reguliert sich an der „Norm“, an der „Mitte“, an dem, was für die „Meisten“ gilt. Der Gesetzgeber ist aber der, der sich um die Randbereiche kümmert, indem er die Gesetze für die „Extremfälle“ festlegt, da es die oberste Aufgabe des Staates ist die Würde „zu achten und zu schützen … mit aller stattlichen Gewalt“. Und was sind die „meisten“? Nicht „krank“, sonst wäre ja „krank“ normal, oder?

    Je kränker man wird, desto irrelevanter wird Geld. Es geht – für mich – nur noch um das unmittelbar Hilfreiche (Medizin, Ruhe, Unterstützung durch Wort und Tat), sobald Geld ins Spiel kommt, stoße ich auf unendlich viel Ungerechtigkeit, aber auch hier helfen Wort und Tat von Menschen, die nicht nur die Krankheit sehen, sondern auch das Leid, das damit verbunden ist, und mich als Mensch und nicht nur als Kranke.

    Aber wie soll ein unbekannter Arzt vom MDK mit „sachlich formulierten“ Unterlagen, die nur Fakten, aber keine Umstände in angemessenem Umfang enthalten, sich davon ein Bild machen können? Also bleiben nur noch Fakten gegen Fakten, weil man – befürchten – könnte, man könnte dem Unternehmen (!) Krankenkasse zu viel Geld kosten, entscheidet „man“ dann eben lieber gegen den Kranken, der ja „vielleicht“ nur simuliert. Danke, liebe Kasse, dass Euch die einzelnen Menschleben so viel Mühe und Arbeit wert sind, dass ihr sogar die Schwerkranken vor das Gericht zwingt, um sicher zu stellen, dass Cannabis nicht tödlich ist, wie es bei allen anderen Medikamenten, die zur Alternative stehen, der Fall ist, die ihr uns lieber „bezahlen“ wollt… Vorsicht Ironie…

    Ein Hoch auf den Kapitalismus und Egozentrismus der westlichen Welt! (Ebenfalls: Ironie)

    Unser System ist krank und braucht an vielen Stellen einen Neuanfang. Aber das wird noch Jahre brauchen bis genug Menschen verstanden haben, was ihre „alltäglichen“ Probleme, Sorgen verursacht. Nein, nicht das Geld per se, sondern der unbewusste Glaube/Gedanke, der die Triebfeder des Kapitalismus ist, dass Geld einen intrinsischen Wert hat. Vielleicht, weil es manchen ZU gut geht, merken sie nicht, dass man Geld nicht essen kann, es nicht gegen Schmerzen, Trauer, Leid wirkt, keinen Durst stillt etc. Lediglich das Wissen, dass man Geld hat, das man dazu nutzen kann, wenn man ZU KRANK oder ZU ALT ist, um noch für sein Brot und Wasser zu arbeiten, kann eine positive Wirkung haben – aber auch hier ist das Geld nur ein Mittel und für ein „gutes Leben“ „braucht“ kaum (! Schwerkranke u.U. schon) jemand Abermillionen von welcher Währung auch immer. Hier kommen dann Egozentrik und Angst vor der Veränderung ins Spiel. „Was ist wenn?“ Doch wer denkt heute schon weiter? „Und was ist wenn NICHT, sondern ganz anders? Aber hier und jetzt braucht es mein Kind, Mutter, Vater, Schwester, Bruder… Freund… Nachbar…“

    Weg vom Schwarz-Weiß denken, rein in die Grauzonen und dabei nicht vergessen jede Wertung abzuschalten. Nichts ist „nur“ gut und „nur“ böse. So können wir vielleicht das eigene Leben verbessern und zeitgleich auch das der anderen. Heute vielleicht nur im Kleinen, aber vielleicht hinterlassen wir so eine bessere Welt.

    Die einzigen Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen, meiner Meinung nach, sind jene, die die körperliche und/oder seelische Versehrtheit eines Menschen gefährden. Diese Grenze endet aber nicht an der Haut!

    Für die nächste Wahl: Ich werde wählen und so lange ich keine Partei finde, die meine Interessen im Großteil vertritt, gibt es eben eine ungültige Stimme. Denn das heißt nicht mehr und nicht weniger als „Die angebotenen Vertreter sind ungeeignet, um meine Interessen zu vertreten“. Wer Wähler will, muss sich den Wählern anpassen. Wir haben die Chance zu wählen, aber GAR nichts zu tun, nicht mal zu zeigen, dass man unzufrieden ist, hilft auch keinem. Motivierte Demokraten, was allein durch die „Teilnahme“ an der Wahl deutlich ist, haben eher konkrete Vorstellungen, was falsch läuft als jene, die gar nicht wählen. Dadurch entsteht für beide Seiten die Möglichkeit aufeinander zuzugehen und eine Lösung zu finden.

    Ym2c, sorry for tldr

  18. Ralf

    @Fred
    „Die Angst vor Veränderungen ist tief verwurzelt. Nicht nur in den Hirnen der Deutschen, das Problem gibt es in vielen Ländern….“
    Es ist nur sehr seltsam daß die Angst vor Veränderung bei der Einführung von neuen Verboten praktisch nicht existiert. Sobald aber welche abgeschafft werden sollen, kacken sie sich in die Hose. Man nimmt ihnen die Freiheit und sie jubeln noch dazu. Selbst die dümmsten Schafe finden den Ausgang zur Freiheit wenn man das Gatter offen stehen läßt, nicht aber die Alkohol verblödete (und schon garnicht die deutsche) Menschheit !

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