Samstag, 27. Mai 2017

Kascha Mai 2017

DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL – Erste Hilfe für Kiffer

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

Micha (21) aus Braunschweig fragt:

 

„Hi Kascha,

ich habe mir vor einer Weile mal um einen besseren Preis zu bekommen 20 g gekauft. In den letzten Tagen habe ich dann bemerkt, dass das nach Katzenpisse riecht. Also nicht so sehr angenehm, vor allem, wenn ich es rauche. Es war auch noch ein bisschen feucht, als ich es bekommen habe. Kann das sein, dass da irgendein Tier draufgepinkelt hat? Vielleicht wurde das mal draußen gelagert, oder als es angebaut wurde?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Micha,

das gibt es tatsächlich manchmal: Weed, das ein wenig oder manchmal sogar stark nach Katzenurin riecht. In den wenigsten Fällen wurde das Weed allerdings angepinkelt, sondern es gibt dafür eine recht einfache chemische Erklärung. Wenn Weed schlecht getrocknet wird, auch wenn zu feuchtes Weed länger in einem geschlossenen Beutel gelagert wird, kann Ammoniak entstehen. Dieser Ammoniak ist auch im Urin von Katzen recht konzentriert enthalten und sorgt dort für den typischen Geruch. Eigentlich ist das ein Teil des Fermentationsprozesses, der für ein angenehm riechendes Gras sorgen soll. Wenn du den Beutel ein wenig lüften lässt, so dass das Gras etwas nachtrocknen kann, müsste der Geruch bald verfliegen. Der Nachteil ist natürlich, dass von 20 g, die du nass kaufst und dann nachtrocknen lässt, weniger als 20 g übrig bleiben – deshalb sollte man immer etwas skeptisch sein, wenn man nasses Gras kauft. Das ist in der Regel noch nicht bereit dafür, in den Handel zu kommen. Schlimmstenfalls wurde es sogar nachträglich mit Feuchthaltemitteln behandelt, um mehr Gewicht auf die Waage zu bringen. Vorsichtig solltest du sein, wenn das Weed auf einmal anfängt, nicht mehr nach Katzenurin sondern nach feuchtem Keller zu riechen. Das könnte ein erster Hinweis darauf sein, dass es angeschimmelt ist: Wenn feuchtes Gras bei schlechter Belüftung gelagert wird, kann das leider recht schnell passieren.“

 

 

Meike (23) aus Hamburg fragt:

 

„Hallo Kascha,

ich habe leider keinen Balkon, aber ich wollte mir gerne auch mal ein oder zwei Hanfpflanzen selbst anbauen. Mein Küchenfenster ist sehr sonnig und dort können auch keine Nachbarn reinschauen, würde das auch funktionieren? Ich habe noch ein paar Samen hier, die ich mal im Gras gefunden habe. Aber bevor ich mir jetzt hier so großen Aufwand mache, wollte ich erst mal fragen, ob das überhaupt wächst?“

 

Kascha antwortet:

 

„High Meike,

natürlich darf ich dir an dieser Stelle keine Anleitung zum illegalen Anbau von verbotenen Betäubungsmitteln geben… aber ich kann dir so viel sagen: Es würde sicher funktionieren, wenn du ein paar grundsätzliche Dinge beachtest. Die Pflanze wird aber wahrscheinlich, weil sie am Fenster doch weniger Sonne als im Freien oder auf einem Balkon bekommt und das Licht zudem durch eine Fensterscheibe gefiltert wird, nicht so viel THC produzieren – das Gras wird also wahrscheinlich nicht so stark, selbst wenn du Skunk- oder Haze-Samen verwendet hast.

Ein mögliches Problem für die Pflanze kann die Abwesenheit von Wind sein. Etwas Luftbewegung verhindert, dass die Blätter an sehr sonnigen Tagen überhitzen und sorgt für einen kräftigen Stamm. Indoor-Grower verwenden häufig Ventilatoren. Manche vertrauen aber auch darauf, dass es reicht, die Pflanzen in der Wachstumsphase hin und wieder vorsichtig zu schütteln. Ein angekipptes Küchenfenster kann aber auch schon für die nötige Belüftung sorgen. Außerdem wird so das Risiko verringert, dass die Erde im Topf schimmelt – das ist am Anfang, wenn die Pflanze kontinuierlich feucht gehalten werden muss, ein reales Risiko. Ansonsten ist Hanf natürlich eine sehr widerstandsfähige und anpassungsfähige Pflanze, die unter verschiedensten Bedingungen wachsen und gedeihen kann – genügend Sonne und Wasser vorausgesetzt. Zusätzlicher Aufwand, von Beleuchtung bis Düngung, dient vor allem dazu, das Resultat, also den Wirkstoffgehalt und die Erntemenge, zu optimieren.“

 

 

Ali (20) aus München fragt:

 

„Hi Kascha,

immer, wenn ich einen Joint baue, sammle ich da vorher die ganzen kleinen Stöckchen raus. Wenn ich die drin lasse, stechen sie immer ein Loch ins Paper. Jetzt habe ich schon eine ganze Menge davon gesammelt. Kann man da noch irgendwas mit machen, oder ist das Müll?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hallo Ali,

je nachdem, wie das Gras geschnitten wurde, sind mehr oder weniger Stöckchen darin enthalten. In manchen Ländern bekommt man das Gras auch als Stängel mit noch sehr viel Stock dran – zum Beispiel auf Jamaika ist es nicht unüblich, aus den restlichen Stängeln noch einen Tee zu kochen. Der so genannte Bush Tea, der häufig aus Cerassie-Tee und Hanfstängeln zubereitet wird, gilt als Hausmittel gegen Erkältungen. Da dort kein Fett dran ist, verursacht der Tee aber minimale oder gar keine Rauschwirkung. Da an den Stängeln, vor allem an denen aus der Blüte, aber oft auch kleine Harzdrüsen und Harzanhaftungen sind, kann man diese wenn man möchte auch für Extraktionsverfahren benutzen. Man kann sie zum Beispiel mit Butter im Wasserbad erwärmen und nach einer Weile die Stängel aussieben – eventuell vorhandenes THC ist dann ins Fett übergegangen. So erhält man eine milde Haschbutter. Eine andere Möglichkeit ist, die Stängel in hochprozentigen Schnaps (zum Beispiel Overproof-Rum oder Ansatzspirituose) einzulegen. Mit der Zeit erhält man so einen grünlichen, hanfig riechenden Schnaps mit leichtem THC-Gehalt, der sich zum Beispiel als Zutat für Cocktails eignet. Wenn man ordentlich gesammelt hat und die Flasche fast bis oben mit Stängeln voll ist, dann kann sich auch ein spürbarer THC-Gehalt entwickeln. Der Wirkstoffgehalt in den Stängeln ist allerdings nicht sehr hoch, so dass man auch nicht allzu viel weg wirft, wenn man sich doch entschließt, sie zu entsorgen. In den Blüten ist etwa 80-mal so viel THC enthalten wie in den Stängeln. Zum Rauchen eignen sich die Stängel daher in der Regel nicht, selbst wenn man sie sehr fein zerkleinert, so dass sie nicht das Paper beschädigen. Sie brennen zwar, schmecken aber etwas holziger und weniger angenehm als die Blüte und haben, wie gesagt, auch einen deutlich niedrigeren THC-Gehalt. Daher macht eine Extraktion nicht nur mehr Sinn, weil dort größere Mengen Stängel verarbeitet werden können. Üblicherweise ist dies auch geschmacklich die angenehmere Variante.“

Eine Antwort auf „Kascha Mai 2017

  1. Ewa

    Schon wieder das gleiche???
    Wie oft wollt ihr das noch schreiben?
    Lese das zum gefühlten 100 ma…

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