Freitag, 12. Mai 2017

Cannabisverkauf in Nevada schon ab 01. Juli genehmigt

 

Testphase für den legalen Marihuanaverkauf zur Sicherheit.

 

...die Zeichen stehen auf grün
Foto: Archiv

 

Nachdem am 08. November 2016 auch Nevada zu den US-Bundesstaaten zählte, in dem sich die Bürger für eine Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken entschieden, machen die Lenker des Wüstenstaates nun den Weg für den Umschwung im Umgang mit Cannabis frei. Anstatt wie eigentlich angedacht erst zum 01. Januar 2018 allen angemeldeten Geschäften Lizenzen für den Verkauf der berauschenden Ware auszustellen, wird Cannabisverkauf in Nevada schon ab 01. Juli genehmigt.

 

Wie unsere Mitstreiter von NORML meldeten, hat sich vergangenen Montag das Steuergremium Nevadas mit sechs Befürwortern und nur einer Gegenstimme für einen vorgezogenen Beginn des legalen Hanfhandels ausgesprochen, der gewissen Dispensaries durch Ausnahmegenehmigungen erlaubt werden soll. Diese gelten dann zwar nur bis zum 01.01.2018, doch nach der als Testphase betrachteten zweiten Jahreshälfte von 2017 solle dann der reguläre Handel in Nevada entsprechend den Wünschen der Bevölkerung beginnen. Ab dem 15. Mai können sich die bereits in den Startlöchern wartenden Händler für eine Teilnahme an der vorgezogenen Cannabisverkaufsoption bewerben, die unter genauer Beobachtung als vorausschauende Überprüfung der geschaffenen Rechtslage dienlich sein soll. Bevor unvorhersehbare Probleme im großen Stil entstehen könnten, wolle man auf diesem Weg ungewollte Entwicklungen frühzeitig erkennen und diesen vorzeitig entgegenwirken. Erst anschließend würden weitere Zertifikate für die keimende Cannabisbranche und das kommende Jahr ausgestellt werden. Man wolle sicher sein, alles richtig zu machen, betonte Deonne Contine, die Direktorin des Steueramtes, um die getroffene Entscheidung zu begründen.

 

Nevada schreitet damit im Gegensatz zu den Bundesstaaten Maine und Massachusetts vorschnell vorwärts, wo man sich zur Sicherheit lieber für eine Verzögerung des legalen Cannabishandels starkmachte.

5 Antworten auf „Cannabisverkauf in Nevada schon ab 01. Juli genehmigt

  1. Rainer Sikora

    Hoffentlich wird es keine Zwischenfälle,Probleme oder Gründe geben, das ganze Wieder zurückzufahren.

  2. Fred

    Einfach mal machen und schauen was passiert. So muß das sein.
    Hier erwägt man rein theoretisch, was alles passieren könnte.
    Bedenkenträger haben das Wort und sagen das Ende aller Tage voraus.
    Dazu setzt eine Hetzjagd nach Hanfkonsumenten ein, die ohne Beispiel ist.
    Das Ergebnis sind 9 % mehr Drogentote. Dieser Anstieg lässt sich übrigens fast zur Gänze mit der Jagd nach Kiffern erklären. Der „Fahndungsdruck “ steigt und die Leute steigen auf Drogentestresistende Legal High Produkte aus…. und 98 Menschen sind an dem Zeug verstorben.

    Als wäre das noch nicht schlimm genug, überlässt man kriminellen Strukturen den Drogenumsatz. In völliger Unwissenheit, was die mit dem üppigen Gewinn anfangen. Na, liebe Regierung, was passiert mit dem Zaster. Waffenhandel ? Terrorismus ? Oder doch eher das Atombombenprogramm in Nordkorea ? Irgendwo wird es wohl hinfliessen, aber macht ja nichts. Hier weiß man ja noch nicht mal, um wieviel Geld es überhaupt geht.

    Dabei liegt die Lösung doch auf der Hand. Mit simplen kaufmännischen Maßnahmen.

    Günstiger legaler Verkauf ( deutlich unter Schwarzmarktniveau ) von lizensierten Unternehmen.
    Eigenanbau von ein paar Pflanzen zum Eigenbedarf
    Entkriminalisierung aller anderen Drogen

    Und schon ist der Spuk vorbei. Kein Mensch treibt sich mehr im Park rum, folgerichtig wird auch nichts mehr angeboten. Der Schwarzmarkt hätte sich erledigt. Erstmalig hätte man in Sachen Drogen den oft ausgerufenen Jugendschutz, die Kriminalitätsrate würde drastisch sinken, vernünftige Prävention wäre möglich und ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung stände wieder mit beiden Füssen unter Recht und Gesetz.

    Aber Hätte Hätte Fahrradkette. Hier zaubert man ein halbgares Gesetz zur medizinischen Verwendung von Cannabis aus dem Hut. Schiebt die Verantwortung den Ärzten zu, die Krankenkassen verweigern oftmals die Kostenübernahme. Im Ergebnis hat man nun ein paar tausend Patienten, die von ihrem Medikament abgeschnitten sind. Unglaublich.

    Und das kommt davon wenn man halbe Sachen macht. Chaos ist die Folge. Verursacht durch diletantisches Handeln. Man muss sich ernsthaft wundern das wir schon Autos haben, und diese Entwicklung nicht auch gegen die Wand gefahren haben.

  3. Fred

    Übrigens zum Thema Schmuggel und Schwarzmarkt…. Das hatten wir in ähnlicher Form schon mal. In den frühen 1950 Jahren war es der Kaffee. Der war zwar nicht verboten, aber mit extrem hohen Steuern belegt. Der Schmuggel an der deutsch / belgischen Grenze kannte keine Grenzen. Und es herrschten ähnliche Zustände wie im Krieg gegen die Drogen.

    Schmuggler und Polizei / Zoll schossen sich gegenseitig über den Haufen. Tote und Verletzte auf beiden Seiten waren an der Tagesordnung.
    Das ging ein paar Jahre so, und man wird es nicht glauben…. die Politik hatte einen lichten Tag und senkte einfach die Steuern. Von einem Tag auf den anderen war der Krieg nach dem Krieg vorbei. Jeder hatte seine Tass Kaff und alles war gut. Manchmal dürfen es auch die einfachen Lösungen sein….

  4. Ralf

    @Fred
    Günstiger legaler Verkauf ( deutlich unter Schwarzmarktniveau ) von lizensierten Unternehmen
    Genau da liegt der Hase im Pfeffer. Wer verteilt und bekommt diese Lizensen? Genau deswegen bin ich dafür dich beim Wort zu nehmen, und die einfache Lösung zu bevorzugen, und die heißt Weg mit Dreck (BtmG) und sonst nichts.
    Alles andere, wie Lizensen und Genehmigungen, schafft, sollte die Schwelle für den normalen Nichtkapitalisten zu hoch sein, nur neue Probleme.

  5. Fred

    Ein wenig wird man das ganze schon regulieren müssen. Allein schon um den Schwarzmarkt ( ich meine die Großen ) vom Handel auszuschliessen.
    Aber mach dir mal keinen Kopp. Sollte jemals eine Diskussion um die Legalisierung auf Entscheiderebene ausbrechen und sollte das ganze dann in die Richtung günstiger Preis abdriften…. dann werden alle Bierbrauer und Winzer mit Tränen in den Augen vorm Kanzleramt rumlungern und Mutti wirds schon richten.

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