Donnerstag, 27. April 2017

Weniger Medikamente aufgrund von medizinischem Cannabis

 

Eine Milliarde Dollar bei vollständiger Verfügbarkeit einzusparen.

 

Bild: Susanne Winter/Archiv

 

Mehrfach sprachen unterschiedliche Studienergebnisse bereits von den sinkenden Verbraucherzahlen unter Medikamentennutzern, sobald medizinisches Marihuana legal erhältlich gemacht wird. Jetzt wurde erneut in einer Datenerhebung festgestellt, dass weniger Medikamente aufgrund von medizinischem Cannabis im Umlauf sind.

 

Ashley C. Bradford und W. David Bradford von der Universität Georgia haben für ihre auf Health Affairs veröffentlichten Studie mittels der Daten eines amerikanischen Gesundheitsfürsorgeprogramms herausgefunden, dass in den Bundesstaaten, in denen Medizinalhanf erhältlich ist, eine geringere Anzahl von Rezepten für andere Arzneimittel gegen unterschiedlichste Leiden ausgestellt werden. Darunter zählten allgemein die Medikamente, die gegen Schmerzen, Depressionen, Übelkeit, Psychosen oder Krampfanfälle zum Einsatz kommen. Die Analyse der zwischen 2007 und 2014 erfassten Daten ließe zwar eigentlich noch keine direkte Kausalitätenvermutung zu, doch ist in diesem Zusammenhang besonders zu beachten, dass andere Medikamente – mit denen das medizinische Marihuana nicht in Konkurrenz steht – keinen spürbaren Rückgang in der Nachfrage erlebten. Um den wirtschaftlichen Nutzen des medizinischen Cannabiskrautes erlebbarer zu machen, errechneten die Wissenschaftler auch die Geldsumme, die im öffentlichen Gesundheitswesen eingespart werden könnte, wenn alle bedürftigen Bürger der gesamten USA unter postprohibitionistischen Umständen Zugang zur natürlichen Arznei erhielten. Nach Anwendung höherer Mathematik hätten so mit dem Medi-Weed alleine im Jahr 2014 über eine Milliarde Dollar eingespart werden können, die jedoch noch alternativlos in wohl recht austauschbare pharmazeutische Chemikalien investiert wurden.

 

Dass dagegen die Verfügbarkeit von Marihuana zu Genusszwecken offensichtlich einen starken Einbruch in der Medizinalhanflandschaft auszulösen scheint, kann dafür die um ihre fließenden Einnahmen bangenden Chemikalienhersteller wieder etwas beruhigen.

 

Weniger medizinisches Cannabis aufgrund der Legalisierung zu Genusszwecken …

4 Antworten auf „Weniger Medikamente aufgrund von medizinischem Cannabis

  1. heino

    Da ich Parkinson habe seit ca 4Jahren und eine Menge Cheme schlucken muss Die Kosten belaufen sich für die Krankenasssen auch auf über 1000Euro. vom Arzt bekomme ich Medical Cannabis noch nicht verschrieben.Grund noch nicht genug erkrank. Ich würde sogar noch was zuzahlen. auch würde ich Genuss Cannabis kaufen wenn es legal zu erwerben wäre Die Kasse zahlt lieber 1000Euro für Chemie als mal zur alternative Cannabis zu zahlen was auch nicht viel teurer wird die Mehrkosten würde ich ja selbst tragen.

  2. Rainer Sikora

    Ich fürchte die Ärzte kriegen gerade eingeschärft äußerst selten, und nur wenn es sich nicht vermeiden läßt, C. zu verschreiben.

  3. U-G

    Freigabe für Patienten mit denen erheblich mehr geholfen werden könnte als mit einem Chemie-und Pharmacocktail seitens Mediziner, die regelrecht bombardiert werden von der Chemie-und Pharmalobby, keines der Cannabis-Produkte mehr oder weniger Thc, mehr oder weiniger Cbd zu verschreiben.
    Bekanntlich hat ja auch die „Krankenkasse“ einwende, denn das ist ja noch nicht erforscht. LAAAAAACHHHHH.
    Hand in Hand, Brüderlich vereint, Politik mitvereinnahmt überzeugend von Theorie und Quarcksalbendverströment, das ist Revolution!!!!

    AHAHAHAAAA.
    Dachte hier herrscht die Demokratie.
    Nein, hier herrscht Menschen klein-und gefügig zu machen, wie eine „Nutte“.

    Ich prostituiere mich nicht für einen Stundenlohn von 8.50€. Sorry.
    Winke winke auf der Überholspur Links.

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