Dienstag, 18. April 2017

The Legend of Zelda: Breath of the Wild

 

 

Eine Priese frische Brise.

 

 

Einhundert Jahre lang schlief der schwer verletzte Zelda-Hauptheld Link, bis er nach kompletter Heilung seiner schweren Wunden wieder erwacht, um den zuvor geführten Kampf gegen das Böse endlich abschließend fortzusetzen. Fast fünf Jahre mussten sich die wenigen Millionen Besitzer des Nintendo-WiiU gedulden, bis ihr versprochenes Zelda-Spiel endlich im Handel erscheinen durfte, damit es zeitgleich dann auch auf dem neuen Switch-System veröffentlicht werden konnte. The Legend of Zelda: Breath of the Wild.

 

Alle 10000 Jahre wird in dem verzauberten Land Hyrule die unvermeidliche Schlacht zwischen Gut und Böse ausgetragen. Die Boshaftigkeit tritt dann in Form des Zauberers Ganon auf und das Heldenhafte wird stets durch den Hylianer Link vertreten – der schon seit 1986 in unserer Welt bekannt ist. Mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild, versuchte das Team Nintendos genau an diese frühen Zeiten anzuknüpfen und die einstige Freiheit des Erstlings der Serie in ein modernes Gewand zu verfrachten. Anstatt also, wie an einem Faden, durch die ersten kleineren Areale geführt zu werden und anschließend chronologisch durch Tempelbauten zu streifen, darf der Spieler mit Hauptheld Link sofort selbst das Weite suchen. Keine Begrenzungen und keine nennenswerten Limitationen schränken das zu erkundende Gebiet ein und erlauben daher ein vollkommen freies Erforschen der mystischen Welt – in die man soeben wieder hineingeboren wurde.

 

Das Land Hyrule bietet dabei eine natürliche Umwelt, in der physikalische Gesetze herrschen und alle Elemente diesen auch gehorchen. Ein gelegtes Feuer breitet sich bei Wind in der grasigen Steppe aus, Regen wirkt dem sich ausbreitenden Brand entgegen – Findlinge rollen einen Hang hinab und zerstören im Weg liegende Objekte mit ihrer gewonnenen Kraft. Auch wurde ein neues Energiesystem in The Legend of Zelda: Breath of the Wild implementiert, das auf Selbstversorgung basiert. Link muss Tiere der Natur fangen, um mit anderen Nahrungsmitteln aus der Pflanzenwelt gesunde Speisen herzustellen. Dafür können unzählige Objekte gefunden und gekauft werden, die dann auch Auswirkungen auf die Statuseigenschaften ausüben. So kann der Hauptheld mit mehr Energie in der Hinterhand beispielsweise etwas länger klettern, was er für TLoZ:BotW auch erstmalig erlernt hat.

 

Da der kleine Hylianer aber seit dem Erwachen in einer Tempelanlage keine Erinnerung mehr besitzt, folgt er der Stimme einer Unbekannten, die ihn auf seine kommenden Taten vorzubereiten versucht. Prinzessin Zelda ist schließlich während der gesamten Spielzeit im einhundertjährigen Machtkampf gegen den finsteren Schurken Ganon gefangen, weshalb Link nur telepathische Nachrichten von der adligen Schönheit erhalten kann, bis er genügend Mut und Erfahrung gesammelt hat, um sich seinem Schicksal zu stellen und ihr erneut zur Hilfe zu eilen. The Legend of Zelda: Breath of the Wild bietet ein riesiges Gebiet für Action-Abenteurer, die sich ihren eigenen Weg zum Ziel bahnen wollen. In stilsicherer Cell-Shading-Grafik gestaltet, entstehen berechnete Stimmungen und Atmosphären, die selbst Walt Disney mit Freude und Demut erfüllen dürften. Unzählige Aufgaben – darunter 120 Schreinrätsel und vier Dungeons – bieten sich den neuen Switch-Gamern gelungen an, die nie mehr von ihrem neuen Videospiel getrennt sein müssen.

 

Magische Momente und Wiedersehen mit Bekannten dürfen Zelda-Fans natürlich auch erwarten; doch gerade Spieler der vergangenen Hardwaregeneration bekommen ihr Filetstück leider auf dem angestaubten Fußboden serviert. Während die neue Handheld-Heimkonsole zumeist flüssige Bilder produziert, muss auf WiiU mit regelmäßigen Bildrateneinbrüchen und Darstellungsstopps gelebt werden. Dabei kann dieses Defizit sogar die überraschend anspruchsvollen Schwertkämpfe wesentlich schwieriger gestalten. Da die auf Switch portierte WiiU-Entwicklung auf dem Ursprungssystem zusätzlich auch mit einigen unüberlegten Steuerungsdefiziten sowie einem komplett ungenutzten Gamepad-Screen aufwartet, bleibt zumindest diese Fassung von Breath of the Wild allein aus den genannten Gründen weit hinter den Höchstwertungen, die viele Medien bisher auf Knopfdruck vergaben. Da die Spuren der komplizierten Portierung auch insgesamt für fähige Fährtenleser erkennbar sind, bleibt der geklonte Held zwar insgesamt den Erwartungen entsprechen gelungen geraten, als makellos sollte man ihn aber nicht bezeichnen. Ungehobelter Holzfäller mit unpassendem Timing trifft es für WiiU-User vielleicht eher.

Ein starker Auftritt, aber keine epochale Krönung.

 

The Legend of Zelda: Breath of the Wild

Fotos: Nintendo

USK 12

Circa 64 €

WiiU – ASIN: B00KX8DQIM  / Switch – ASIN: B01MT8ERQW

 

Eine Antwort auf „The Legend of Zelda: Breath of the Wild

  1. Meckerkasten

    Was zum Geier hat das bitte mit Hanf zu tun?
    Wer was über’s Zocken erfahren will, schaut besser auf anderen Seiten nach – gibt ja wohl genug davon.
    Liebes Hanfjournal, bleibt mal bitte beim Thema!

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