Sonntag, 9. April 2017

Letzte Cannabis Culture Dispensary schließt am Wochenende

 

Marc Emery droht lebenslange Haftstrafe.

 

Foto: :FREE MARC.CA

 

Nachdem die bekannten Hanfaktivisten Marc und Jodie Emery im Dezember und daraufhin erneut im März festgenommen wurden, sind ihnen nun mittlerweile die Hände trotz aktueller Freiheit gefesselt. Keine der eigenen Cannabis Culture Dispensaries in Kanada durfte von Marc Emery noch betreten werden und nach der dreißigsten Gefangennahme des Prince of Pot musste man sich aufgrund der hohen Kautionssumme sogar vollständig von der Cannabis-Shop-Kette trennen. Da die Polizeikräfte derzeit aber weiterhin gegen die noch nicht legalen Verkaufsstellen unter anderer Geschäftsleitung mit voller Härte des noch gültigen Gesetzes vorgehen, ziehen sich die Betreiber jetzt vorerst geschlagen zurück. Die letzte Cannabis Culture Dispensary schließt am Wochenende.

 

Unter der Leitung des ehemaligen Managers Jamie McConnell wurde die 461 Church Street Filiale als Village Cannabis Dispensary geführt, doch nun verweigert der Vermieter eine Verlängerung des Mietvertrages. Wohl aufgrund der vielen Polizeieinsätze ist der vertraute Mieter der Geschäftsräume jetzt nicht mehr willkommen, weshalb sich nun möglichst schnell nach anderen Räumlichkeiten umgesehen wird. 2000 Kunden täglich geben Jamie McConnell Grund genug nicht aufzuhören. Diesen anscheinend gewünschten Effekt hat die Staatsgewalt dafür beim anschließend angestellten Manager des genannten Cannabisshops erst letzten Montag ausgelöst, als erneut alle Waren und Einnahmen beschlagnahmt wurden. Der dritte Einsatz der Polizeikräfte hat den tätowierten Angestellten derartig verschüchtert, dass er zwei Tage später seinen letzten Arbeitstag antrat. Andere Mitarbeiter haben auch genug von den Gefahren, die ihnen 15 Monate vor der tatsächlichen Legalisierung von Cannabis in Kanada einfach nur noch unnötig erscheinen.
Dafür erscheint nicht nur Cannabisfreunden die Behandlung der beiden langjährigen Aktivsten Marc und Jodie Emery äußerst unfair und übertrieben. Schließlich offenbaren Kriminelle ihre zukünftig gestatteten „Straftaten“ gewöhnlich nicht über ihre Netzwerke oder eigens produzierte Medien.

 

Eine lebenslange Haftstrafe für Marc Emery auszusprechen, der seinen Teil vom lange Zeit allein gebackenen Kuchen abbekommen möchte, entspräche daher wohl einzig dem Gerechtigkeitssinn der sich eher heimlich im Hinterzimmer vorbereitenden Pharmavereine. Anwältin Andrea Hill, die einige Hersteller im regulierten Marihuanahandel über die Firma SkyLaw vertritt, erinnert im Gespräch mit Journalisten von CBCNews daher auch direkt auf die derzeitige Rechtmäßigkeit der an den Tag gelegten Polizeischikanen, die Marc Emery theoretisch lebenslang hinter Gitter bringen könnten …

 

… pünktlich vor der Legalisierung von Cannabis in Kanada.

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