Samstag, 8. April 2017

Ohio nimmt Bewerbungen für den Medizinalhanfanbau ab dem Sommer an

 

Schneller als in Uruguay.

 

 

Während in Uruguay fast vier Jahre vergehen mussten, bis sich die Verantwortlichen zu einer durchführbaren Planung der Grundversorgung mit medizinischem Marihuana in Apotheken durchringen konnten, braucht ein dreisilbiger US-Bundesstaat mittlerweile nicht einmal mehr ein einziges. Ohio nimmt Bewerbungen für den Medizinalhanfanbau ab dem Sommer an und sucht nach den geeigneten Kooperationspartnern im Cannabusiness.

 

Nachdem in Ohio erst im vergangenen Juni Cannabis zu medizinischen Zwecken überraschend schnell legalisiert wurde, stehen mittlerweile einige Eckpfeiler für interessierte Unternehmer des Bundesstaates, die mit dem Anbau von Cannabis in den kommenden Jahren Karriere machen wollen. 24 Betriebe werden von dem Ohio Department of Commerce zukünftig beim Produzieren der gefragten Medizin überwacht werden, nachdem sich die staatliche Seite von den Fähigkeiten der baldigen Bewerber überzeugte und an diese ihre Lizenzen vergeben hat. Staatsdiener drei verschiedene Ämter seien aktuell noch in der Finalisierungsphase, welche konkrete Regeln für die beteiligten Bauern, die Verarbeitungsbetriebe, alle Testlabore und Abgabestellen sowie die Patienten, Betreuer und Doktoren aufstellten, doch in den nächsten drei Wochen wäre mit den fertigen Bewerbungsunterlagen für Cannabisproduzenten zu rechnen. Daraufhin wären fünfundvierzig bis sechzig Tage eingeplant, in welchen sich die möglichen Hersteller der Cannabismedizin den von Staatsseite gewünschten Gepflogenheiten anpassen könnten.

 

Klar wäre bereits, dass zwei verschiedene Produktionsweisen für Ohios Cannabisbedarf infrage kommen: Zwölf Betriebe, die mit kleineren Flächen in Größenordnungen von 900 m² Quadratmetern aufwarten und zwölf Betriebe, die auf 7500 m² Quadratmeter Riesenanbaufläche Cannabis produzieren dürfen, sind vorgesehen. Auch wird das Auswahlverfahren in zwei Schritten – den Größenverhältnissen entsprechend – durchgeführt. Anfang Juni sind die kleineren Bewerber an der Reihe, während die Großbetriebe daraufhin bis Ende Juni überprüft würden. Der erste Schritt für die Teilnahme im Bewerbungsverfahren verlangt jedoch von allen kleineren Bewerbern schon einmal im Voraus die Zahlung eines Betrages von 2000 $ Dollar, der im Falle eines erfolgreichen Lizenzerhaltes um weitere 18000 $ Dollar erhöht wird. Mit 20000 $ Dollar Einstiegseinsatz und folgenden 180000 $ Dollar für den Erhalt einer Lizenz werden dagegen die Betreiber der geplanten Großanlagen zur Kasse gebeten. Ohio handelt damit zwar verhältnismäßig schnell im Interesse der heimischen Cannabispatienten, verlangt dabei aber auch unter anderem die höchsten finanziellen Rücklagen seitens der vorkeimenden Start-ups.

 

Teurer als in Uruguay, wo das Gramm Medi-Weed ab Juli circa 1,20€ Euro kosten wird, dürfte medizinisches Cannabis aus Ohio also sicherlich werden.

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