Dienstag, 28. März 2017

Kanada: Ende der Cannabis-Prohibition rückt näher

 

Regierung will am 20. April Gesetz zur Legalisierung von Marihuana bekanntmachen

 

 

 

Die staatliche Rundfunkanstalt „Canadian Broadcasting Corporation“ (CBC) meldete am Samstag, dass Premierminister Justin Trudeau das am 20. April vorigen Jahres gegebene Versprechen, Marihuana komplett zu legalisieren, nunmehr einlösen will. Welches Datum der historische Tag der Befreiung tragen wird, darüber sind sich die Medien noch uneins. Vieles deutet aber darauf hin, dass das neue Gesetz am Welt-Marihuana-Tag, also am 20. April der Öffentlichkeit präsentiert wird.

 

Damit löst Trudeau das wohl relevanteste und zugleich brisanteste Versprechen seines Wahlkampfes ein, mit dem er die Hanf-Community gelockt und zu Wählern seiner „Parti libéral du Canada“ gemacht hat. Ungeachtet der Warnungen und Drohungen aus den USA ist der 45-jährige Politiker ein Ehrenmann geblieben. Statt den Wählerwillen zu ignorieren, wird die Trudeau-Regierung nun den einzig vernünftigen Weg gehen und den Anti-Hanf-Krieg auf kanadischen Boden für beendet erklären. Zum Leidwesen der anderen Commonwealth-Staaten und G7-Partner, die sich von Kanada verraten sehen.

 

Das Gesetz soll aller Voraussicht nach spätestens am 1. Juli 2018 in Kraft treten. Die Zeit bis dahin soll genutzt werden, um ein staatlich kontrolliertes und reguliertes Netzwerk lizenzierter Produzenten aufzubauen. Aufsicht soll eine von der Regierung eingesetzte Taskforce übernehmen, die die Richtlinien vorgibt. Der Eigenbau von Cannabis wird zugelassen, aber auf vier Pflanzen pro Haushalt beschränkt. Die Entscheidung, wie und zu welchem Preis das Kraut gehandelt wird und welches Mindestalter zum Erwerb berechtigt, soll den kanadischen Provinzregierungen vorbehalten bleiben.

 

Die Umsetzung der Rahmenbedingungen wird kein leichtes Unterfangen, zumal nicht alle Provinzen von der Marihuanafreigabe begeistert sind und am selben Strang ziehen. Auch in Kanada gibt es Berge und Täler, in denen die Uhren stehengeblieben sind. „The Globe and Mail“ zitiert gar einen hochrangigen Bundesbeamten, der den Freigabetermin für Juli 2018 für eher unwahrscheinlich hält und den Tag X nicht vor 2019 erwartet.

 

Doch wie es auch kommt – in wenigen Tagen bricht für die Cannabisfreunde in Kanada per Gesetz eine neue Zeit an. Nun heißt es, geschmeidig und reibungslos in die Zukunft zu gleiten und mit Sinn und Verstand die schwer erkämpfte Freiheit zu genießen und zu bewahren.

5 Antworten auf „Kanada: Ende der Cannabis-Prohibition rückt näher

  1. Rainer Sikora

    Eine ziemlich lange Zeit bis mitte 2018.Es fließt noch viel Gegenwehr bis dahin mit ein.Da könnten noch mehr Einschränkungen zusammenkommen.wenn das Ganze nicht noch weiter verschoben wird.Es muß sich noch viel ändern bis es zu einem Durchbruch kommen kann.

  2. Frank

    Hoch lebe Kanada !!! Deutschland wird es NIEMALS legalisieren NIEMALS !!!
    Nicht in 50 Jahren, nein NIEMALS !!!
    Schaut Sie euch doch an, diese fetten, mit Alkohol und Schweinebraten vollgestopften
    „ POLITIKER „ Dieses miesen Ignoranten !!
    Ich hasse Sie dafür, für immer !!!
    Hanfige Grüße an alle lieben Konsumenten.

  3. U-G

    Das sind die richtigen wichtigen Schritte mit einer Signalwirkung aus Canada für die Grünen und Sozialdemokraten hierzulande, den deutschen Cannabiskonsumenten aller Art zu entkriminalisieren.

    So viele Bundesstaaten in den Verunreinigten Staaten von Am-Erika, haben sich vom Schmutz befreit und bis heute haben über die Hälfte das Cannabis teil-bzw. vollkommen Legalisiert.

    Ich bin fest davon überzeugt das, wenn Cannabis hierzulande legalisiert sein sollte, es auch schwarze Schafe geben wird, aber 95% der Konsumenten High-Tech-Gras wollen, Qualitäts-Kontrolliert so wie die Kontrollen von Imbissbuden.

    Das Komische was durch die Video-Texten-Medien ging war, immer mehr kleinere Brauereien schießen auf den Bier-Markt, obwohl immer weniger deutsche Bundesbürger Bier konsumieren.

    Den Fortschritt in der Medizin, den Fortschritt als sogenannte Demokratie von Freiheit, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung sind nur teilweise Realität. Verbote, Züchtigung und Bevormundung sind an der Tagesordnung.
    Ich/Wir „Kiffer sind im großen und ganzen ein friedliches Individuum, werden aber als Kriminelle Subjekte in der Öffentlichkeit präsentiert, die nur Blödsinn und Randale im Kopf hätten.

    Nehmen wir doch mal Israel als Beispiel.
    Was geht denn da ab?
    Schießen die alten Leute, die mit Cannabis behandelt werden mit Panzerfäusten in die Palestinensischen Region???
    Nein, ihnen wird geholfen.
    Vielleicht könnte das Hanfjournal mal beim Generalkonsulat der Israelis anrufen und nachfragen, ob sie denn eine Drehgenehmigung für eine Woche bekommt und sich Umsehen und die Menschen Interviewen darf, wie sie so mit den Konsum umgehen bzw. kranke Patienten behandeln.

    Ein Leben lang keine Schale in der Hand. S04 4ever.
    Wir sind Ruhrpottkanaken!!!

  4. U-G

    Dieses Lied widme ich für Alle von uns besonders unserer geliebten vielseitigen Pflanze Cannabis Sativa L. Let me Love you.

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