Montag, 27. März 2017

Österreichischer Suchtexperte erfindet neue „Cannabis-Lüge“

 

Facharzt aus Linz wettert in neuem Buch über Cannabis

 

 

Ein Kommentar von Sadhu van Hemp

 

Ist es Geltungssucht gepaart mit Geldgier, was den Chef des Zentrums für Suchtmedizin der Landesnervenklinik in Linz umtreibt, ein Buch mit dem Titel „Die Cannabis-Lüge“ der Öffentlichkeit unterzuschieben? Oder ist es nur Eitelkeit und Ichsucht, die den Facharzt der Psychiatrie in den Rauschzustand versetzt, zu glauben, er kenne sich wie kein anderer mit der Haschsucht aus?

 

Was auch immer das Motiv des 1976 geborenen Kurosch Yazdi ist – es ist unlauter und eine ungeheuerliche Anmaßung gegenüber jenen Wissenschaftlern, die längst das Gegenteil von dem bewiesen haben, was der selbsternannte Haschexperte aus der Steiermark der Welt als alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen will. Es wäre nur eine Marginalie, wenn das Doktorchen mit seinem „Scheinwissen“ nur örtlich begrenzten Schaden anrichten würde. Doch leider verfügt der bei der Kepler-Universitätsklinikum GmbH angestellte Primararzt über ein von der Gesundheitsindustrie gesponsertes Renommee, das dem Wichtigtuer Tür und Tor für das öffnet, was unter der Rubrik „alternative Wahrheiten“ eingeordnet werden kann.

 

Am 1. April erscheint das Machwerk, das Antwort auf die selbstgestellte Frage geben soll, warum „Marihuana verharmlost wird und wer daran verdient“. Allein der Buchtitel verrät, dass Trickserei das Geschäft des Kurosch Yazdi ist. Die Umkehr der längst entlarvten Hanflüge in die „Cannabis-Lüge der Legalisierungsbewegung“ zeigt, welche Absicht hinter der Publikation steckt. Ganz im Stile der Rechtspopulisten wird die Wahrheit in eine alternative Wahrheit verdreht, die belegen soll, dass hinter den Bestrebungen der Hanffreigabe eine fiese Verschwörung dunkler Mächte steckt.

 

Bereits die Präsentation des Buches kommt einem Offenbarungseid des Autors gleich. Der Tenor könnte tendenziöser nicht sein: „Anzumerken ist noch, dass es ein Mythos ist, dass nur Cannabisrauchen ein geeignetes medizinisches Mittel bei gewissen Erkrankungen ist … Es gibt mittlerweile für alle Krankheiten, bei deren Behandlung Marihuana eine positive Rolle spielt, synthetische Mittel, die besser und treffsicherer wirken als ein Joint.“ Und weiter: „Stoppt den Cannabis-Kult. Er schadet unserem Gesundheitswesen, er macht unsere Jugend kaputt, er pervertiert die Mechanismen des Pharmamarktes.“

 

So, so, der vorher nicht pervertierte Pharmamarkt wird also durch den Cannabis-Kult pervertiert. Na, schönen Dank auch! Die 14, 99 Euro, die für das Anti-Hanf-Propagandawerk zu berappen sind, kann sich der Interessierte getrost schenken. Um zu wissen, was in dem Mann Unanständiges vorgeht, reicht ein Blick in die Illustrierte „Bunte“ aus dem Hause Burda („Focus“, „Superillu“). Das ehemals nationalsozialistische gesinnte Verlagshaus war sich nicht zu schade, pünktlich zum Verkaufstart des Büchleins in seinem auflagestarken Boulevardblatt ein bisschen Promotion zu placieren – in Form eines Interviews mit Kurosch Yazdi. Und so bekommen vier Millionen Bunte-Leserinnen das serviert, was die Muttis in Österreich und Deutschland schon immer halb gewusst haben: „Cannabis ist kein harmloses Kraut mehr, sondern eine aggressive Droge, die süchtig machen kann.“

 

Nun gut, soll das österreichische Pendant des deutschen Anti-Hanf-Papstes Rainer Thomasius nur sein ureigene „Cannabis-Lüge“ halluzinieren! Gönnen wir ihm das kleine Zubrot, das er sich als Gefälligkeitsautor der Gesundheitsindustrie verdienen will. Mit der Peinlichkeit, von seinen Kritikern verlacht zu werden, muss er leben. Aber so ist das eben, wenn „sich Experten zu Wort melden, die gar keine sind“ – um mal in Kurosch Yazdis eigenen Worten zu polemisieren.

17 Antworten auf „Österreichischer Suchtexperte erfindet neue „Cannabis-Lüge“

  1. MrBlaBla

    Was ist das für ein schlechter Artikel ?

    Wo sind denn DEINE FAKTEN ?
    Leg sie doch vor und widerleg es.

    Gott seid Ihr Kifferdeppen bescheuert.

    Hängt euch mit den Grünen und den Linken an nen Baum,
    ihr schadet der Menschheit

  2. Hero Lucky King Unchanged

    Hervorragender Artikel. Ich habe auch einen Vorschlag für die Zukunft: Wir warten einfach weitere wissenschaftliche Studien ab und dann ziehen wir all diese Cannabisgegner und angeblichen Weltverbesserer zur Rechenschaft. Fake-News die auf die Gesundheit der Bevölkerung abzielen und letztendlich viele Krebspatienten das Leben kosten werden widerlegt und die Verantwortlichen, wie der angebliche Facharzt aus Linz übernehmen einfach die Kosten, die durch den Arbeitsausfall durch Krebs entstehen, plus Schadenersatz.

  3. Hero Lucky King Unchanged

    Das gilt natürlich auch für unsere angeblichen Drogenexperten, wie Mortler und Co. Einfach nur die nachträgliche Übernahme der Verantwortung für das Gesagte einschließlich des finanziellen Schadens für die Gesellschaft und den Einzelnen.

  4. Lisa-Marie

    @MaBlaBla
    Schönen Dank für die Mitteilung, dass du uns „bescheuerte Kifferdeppen“ am liebsten neben den Grünen und Linken baumeln sehen würdest. Jetzt wissen wir, was ihr Braunen mit uns vorhabt.

  5. JohannM

    @MrBlaBla

    Wie schön, dass sich manche Postings von selbst disqualifizieren. Und das ohne, dass man auch nur ein weiteres Wort darüber schreiben muss.

  6. Silvan

    @MrBlaBla

    Es ist schön, dass du dich für eine offene und selbstverständlich differenzierte Debatte einsetzt.
    Eine solche mit einer pauschalisierenden beleidigung und einem tötungswunsch zu beginnen ist selbstredend ein kluger Schachzug.

    Natürlich ist es an der stelle Pflicht die Diskussion fachgerecht weiterzuführen

    Kommen wir also zu den Fakten.
    Beginnen wir mit der pervertierten pharmaindustrie welche nicht nur zulässt, dass die halbe welt an Superressistenten keimen krepiert weil ihnen nichts anderes als immer stärkere Antibiotika einfällt sondern auch sonst nur begrenzte möglichkeiten anbietet. Bei Schmerzen sind es nicht steroidale antitreumatika wie ibuprofen oder paracetamol welche zu Herzstillständen, Übelkeit, Magenblutungen uvm. führen kann. Reicht das nicht mehr aus kommen benzodiazepine oder Morphine welche ein hohes sucht potenzial haben und überdosiert (opiate) zum tod führen, abgesehen davon braucht man durch die enorme gewöhnung immer mehr davon.
    Cannabis hingegen ist nicht toxisch, hat ein geringes Suchtpotenzial und auch die gewöhnung ist geringer.
    Bei den psychopharmaka seien es ssri, Risperidol usw. Besteht die gefahr akut an Depressionen, psychosen u.ä zu erkranken. Ja diese möglichkeit gibt es auch bei cannabis, alles was die Hirnchemie verändert kann ihr auch schaden, aber bei den schulmedizinischen syntetika ist das potenzial doch etwas höher.
    Hier passend zur zerstörten jugend kahm letztes jahr eine studie raus, dass vor allem in Bayern, kinder und jugendliche geradezu vollgestopft werden mit diesen außerordentlich gesunden Produkten. Es ist klar, dass das die jugend nicht schädigt weil das haben ja ärzte so entschieden und wir wissen alle was vom arzt verschrieben wird ist gesund und hat keine Nebenwirkungen.

    Nun soll es fürs erste genug sein. Sollte dir noch etwas fehlen und/oder noch etwas unklar sein, werde ich mich um aufklärung bemühen.

    Auch wen ich wenn ich vermutlich vergebens warte, freue ich mich auf einen ebenso differenzierten und argumentativen Beitrag von dir.

  7. U-G

    Ich schließe mich allen Kommentaren an, außer Mr.BlaBla, und finde das solche Fachidioten wie Herr Kurac Yazdi wahrscheinlich ein gut korrumpierender geschmierter Suchtexperte und Chef einer Nervenklinik ausgerechnet aus Linz (Geburtsort übrigens von AH) zu so etwas im Stande sind.

    Und wenn viele von den Gegnern des Heilkrautes Cannabis meinen wir sind verpeilte „Kifferdeppen“ wie Mr.BlaBlaLuftblasen, dann kann ich dem nur widersprechen.

    Das Bayern und Östereich sich sehr nahe stehen beweist nicht nur ihr gemeinsamer Dialekt, sondern auch die Haltung zum dritten Reich.

    Hier habe ich etwas für Hernn Dr. Franjo Grotenhermen und allen Interessierten was dieser Mann zur Pharma und Nahrungsergänzungmittelindustrie zu sagen hat.

    Ist nicht nur ein Video, aber hierzu ausschlaggebend!!!

  8. U-G

    @Prof. Dr. Christian Dorn

    Hochachtung für Sie als ehemaliger Polizist, der der Drogenbeauftragenden vor Bierschäumenden Hopfenbäuerin Marlene Mortler die Leviten liest und Beweise liefert das Cannabis-Verbot nicht der Schwerpunkt in dieser Gesellschaft sind.

    Vielmehr haben Kids schwerwiegendere Probleme im Alltag.

    Interessehalber schaute ich mal in meine Heimat Serbien, wie steht es denn dort so mit dem Cannabiskraut, was die Drogenbeauftragende und Dr. Thomasius so verteufeln mit ihren Lobbyisten und Schwachsinn verbreiten.

    Mein Landsmann Herr Nenad Canak Präsidentsschaftskanditat der Sozialdemokratischen Liga aus der Vojvodina, startet eine Kampagne zur Legalisierung von Cannabis, hauptsächlich auf Medizinischer Sicht aber auch nach dem Holländischem Modell mit Coffee-Shops.

    Als erster Politiker in Serbien hat er sich im Jahre 2014 geoutet das er selbst geraucht, nach wie vor raucht und Erfahrungen mit dem Cannabis gesammelt hat!!!

    Er hat eine eigene Band, ist Musiker aus Leidenschaft und angaziert sich für viele Minderheiten.

    Vom 23.03.2017. Wer Serbisch nicht lesen kann, gurgel-Übersetzer.

    http://mondo.rs/a993187/Info/Srbija/Nenad-Canak-za-legalizaciju-marihuane.html

  9. Robert Rasch

    Der Phantasiename Mrblabla sagt schon genug über den Schreiber aus.

    Ich denke da manchmal an die Hippie -Zeit.
    Bei all den angeblichen Gefahren, welche Cannabiskonsum mit sich bringen soll, dann müssten sehr viele Leute aus dieser Zeit heute schwer abhängig, total verblödet oder bereits tot sein.
    Mit dem rationalem Denken hapert es leider noch zu sehr bei vielen.
    Trotzdem glauben einige davon, heute Deutschland regieren zu können.
    Die meisten derer haben selbst ihre „besten“ Jahre in der Hippie -Zeit verbracht.
    Vielleicht verblödet Cannabis ja wirklich,
    zumindest wäre eine Theorie,
    aber wirklich intelligent, ist die deutsche Drogenplitik keineswegs.
    Woher das nur kommt?
    Vom Kiffen? Von Alkohol? Oder vielleicht steckt doch der schnöde Mammon dahinter?
    Wer weiß?!

    Grüße aus dem „Freistaat“ reihern, äh, Bayern.

  10. Papa

    Die Tatsache dass diese Person so ein Buch auf den MARKT bringt zeigt wer daran verdienen will. Nämlich er selbst.
    So ein Heuchler.

  11. Gabriel Knauer

    Grüne-Linke-Kiffen legalisieren…seltsam dass diese dinge immer zusammen gehören
    und je hitziger die debatten werden desto mehr entbehren sie den grundlagen
    fakt ist zB dass in ländern in denen thc legalisiert ist,die anzahl der konsumenten steigt (und auch der jugendlichen konsumenten-selbst wenn es nur für erwachsene freigegeben wird)
    1.3 mrd us dollar hat der staat colorado-das neue kiffer zentrum der usa-2016 an steuern verdient..mit über 100 thc hältigen produkten…von gras bis thc hältigen gummibärli
    fakt ist: je strenger etwas verboten ist und je schwerer es bestraft wird…desto teurer und schwieriger ist es für den normal bürger es zu organisieren…allein das hält die anzahl der konsumenten niedrig
    ohne jz stellung beziehen zu wollen,sind 2 fakten nicht von der hand zu weisen:
    1.kids und jugendliche den zugang zu drogen zu erleichtr ist per se falsch….aus so vielen gründen(physisch und psychisch) das würde den rahmen hier sprengen
    2.strassenverkehr : is jemand noch stoned wenn er am vortag gekifft hat?usw..es fehlen alle verbindlichen regeln und gesetze dafür…stichwort:versicherungsschutz im falle eines verkehrsunfalles
    wie bei allen komplexen themen sind all jene die polarisieren,komplett daneben…diese themen sind (liegt in der komplexität des themas) eben NICHT schwarz und weiss…
    das sollte sich jeder mal vor augen halten-auch die geschätzten user…bevor sie zornbebend hier posten
    in diesem sinne….

  12. Haus 6

    Der einzige Weg hin zu einem freien Umgang mit Cannabis, ebenso wie mit Hopfen oder Waldpilzen ist es, vorzuführen dass eben das Bild vom „Verblödeten 69er Kiffer-Hippie“ zur Bilderwelt unserer Urgroßväter gehört, und mit der bereinigten Realität so rein gar nichts mehr zu tun hat.
    Wir sind auf einem guten Weg!
    In immer mehr Medien und Formaten findet sich eine gesunde Akzeptanz, und die damit verbundene objektive Offenheit für Argumente, statt ewig gestriger und haltloser Ideologie. Schluss mit dem erhobenen Zeigefinger der 60er/70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.
    Mit ihrer Verbieterei haben sie Gras überhaupt erst populär gemacht, als Ausdruck des Aufbegehrens gegen die Alten. Vorher hat es nie ein „Problem“ gegeben.

    Leute, geht auf die Demos, setzt Euch für Euer Recht ein, 2018 gibts wieder ne Menge Termine.
    Lasst Euch nicht gefallen für Ideologie und Wählerstimmen in den Knast gesperrt zu werden!

  13. Sonnenblume

    Ich denke mal, dass „die Wahrheit“ in der Mitte liegt.
    Dr. Yazdi hat zwar einerseits die Pharmaindustrie ’neben und hinter sich‘, aber auf der anderen Seite sind einige fachliche Argumente sicherlich Tatsache und nicht außer Acht zu lassen.
    Andererseits wird aber in dem Buch zu wenig auf konkrete ‚Fälle‘, bei denen sämtliche Medikationen (mit allen Begleiterscheinung sprich: Nebenwirkungen…..) nicht zum Ziel führten eingegangen, – dabei denke ich an Schmerzpatienten…., Patienten teils mit Migräne…., Patienten mit Tics usw…… Hier gäbe es doch viele Beispiele von Betroffenen, die man in dem Buch „ungehört“ gelassen hat. Schade.
    Ein „sowohl als auch“ wäre hier angebracht, sowie ein ‚runder Tisch‘, an dem alle gehört und ernst genommen werden.
    Grüße an alle.

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