Sonntag, 19. März 2017

Vollkontakt mit Cannabis

 

UFC-Kämpfer verändern das Gesicht von Kiffern.

 

er läuft & läuft & läuft...
Illu: mark marker (c) 2011

 

Die Klischees über Cannabis und seine Konsumenten besagen gerne, dass Antriebslosigkeit und Faulheit durch Gebrauch zunehmen, während körperliche Aktivitäten und geistige Verfassung in den Hintergrund rücken. Da mit der stattfindenden Re-Legalisierung der alten Nutzpflanze bereits eine anschauliche Menge von jüngeren Falschaussagen über das Jahrtausende in Nutzung befindliche Heilkraut beseitigt werden konnten, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch das typische Bild des Kiffers nicht mehr dem Zahn der Zeit entspricht. Goldmedaillengewinner Michael Phelps bewies bereits Zugkraft, Stürmer Mohamadou Idrissou setzte nicht nur geschäftlich auf Marihuana, und auch immer mehr andere Sportler zeigen aktuell, dass der anstrengende Beruf im Profisport manchmal nach natürlicher Unterstützung verlangt. In Vollkontakt mit Cannabis gingen jetzt gerade erst drei UFC-Kämpfer, denen in Texas Substanzrückstände im Blut nachgewiesen wurden.

 

Da Abel Trujillo, Curtis Blaydes und Niko Price durch einen Drogentest Cannabiskonsum während der Wettkampfphase nachgewiesen werden konnte, wurden alle drei Kämpfer der harten Mixed-Martial-Arts-Sportart für 90 Tage suspendiert. Zusätzlich muss jeder der modernen Gladiatoren 1000 $ Dollar Strafe bezahlen. Härter dürfte die Aberkennung der Siege von Niko Price und Curtis Blaydes klingen, die durch ein K.O und eine Verletzung beim Gegner gewonnen wurden, jetzt aber in ein “No-Contest” umgewandelt worden sind. Da es in Texas keine klaren Regeln über die zugelassenen Mengen der Reststoffe bei Dopingtest gäbe, sind jedoch keine Sanktionen durch die Anti-Doping-Behörde zu erwarten, die selbst einen Grenzwert bei Cannabis von 150ng/ml während Wettkampfphasen hält. Hätten die Kämpfe somit an anderer Stelle stattgefunden, wären den drei Kiffern im Vollkontakt mit Cannabis die zwei verdienten Siege aus dem umzäunten Octagon des Ultimate Fighting Championships geblieben.

 

Dass Cannabis nun aber nicht nur ganz unten auf der Ringermatte, sondern auch ganz oben in der High-Society angekommen ist, bemerken sogar Klatschmagazine, die die Wandlung des Hippiestoffes zum Hippsterherb mittlerweile sogar selbst als “interessant” empfinden. Dank der Gesichter von Sharon Stone, Orlando Bloom und RoseMcOwan wird selbst der Startschuss der klar vermarkteten Genuss-Cannabis-Marke Beboe – des Star-Tattoo-Künstlers Scott Campell – ein berichtenswertes Celebrity-Event.

 

Verlierertypen sehen schließlich auch anders aus – trotz der unterschiedlich stark polierten Visagen.

10 Antworten auf „Vollkontakt mit Cannabis

  1. Peter Romaker

    Offensive…
    Stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage warum seit 2016 im spanischen Profifußball keine Dopingtest mehr durchgeführt werden?
    Und, wer sich einer Sache bewusster ist, kann sie besser…

    Fred the Weed

  2. Master Dice

    Rainer Sikora,
    Was ist das denn für eine dämliche Aussage mit “Rauschgift süchtig“?
    Von vor-vorgestern?

  3. greenness

    Ich frage mich schon länger, ob Cannabis auch bei Schädel-Hirn-Traumata vulgo Gehirnerschütterungen heilsam ist (=> Am. Football/Eishockey/exzessives Kopfballspiel beim Fußball u.v.m.).

    @Master Dice: Ironie/Sarkasmus hilft einem manchmal, trotzdem zu lachen… 😉

  4. john lang

    Die Klischees über Cannabis und seine Konsumenten besagen gerne, dass Antriebslosigkeit und Faulheit durch Gebrauch zunehmen, während körperliche Aktivitäten und geistige Verfassung in den Hintergrund rücken

    liebe drogenkosument. das ist kein klischee ich habe selbst 12 jahre gekifft und kann absolut garantieren dass chronischer gebrauch zu diesen symptomen führen .

    man sollte sich mal überlegen welche symptome durch cannabiskonsum in der allgemeinen psychpathologie entsehen:

    foramle denkstörungen , inhaltlich denkstörungen . qualitative und quantitative bewusstseinsstörungen ,psychomotorische störungen , störungen der affektivität ,ich störungen und und und .
    ich hätte min 30 zeilen weiter auflisten können. cannabis ist und bleibt eine droge und vorallem ist diese dank moderner aufzuchttechniken schon lange nicht mehr eine weiche .

    also viel spass beim kiffen 🙂

  5. Rainer Sikora

    Master Dice Die csu ist von vor-vorgestern und ich hab einfach nur überlegt was die denkt.

  6. U-G

    @Long John
    Mag sein, ist meine Meinung, das Cannabis bei dir so wirkt.
    Ich “Kiffe” seit 30 Jahren und hab bis heute keine Probleme was Du meinst.
    Außerdem konsumierte ich in besten Zeiten “Kokain” Gramm Preis zwischen 180-240 “Deutsch-Mark” und tat es “Maradonna” gleich, doch nach 20 Minuten Fußball hatte ich einen Durst wie ein Kamel.
    Nix mit “Koks auf dem Fußballplatz. Ende im Gelände.
    Doch Sportler die mehr und mehr ihren Körper an Verletzungen aussetzen und im Spitzensport ausüben dürfen, bekommen die Standard-Medizin und diese scheinen den Heilungsprozess nicht zu beschleunigen als zum Beispiel Cannabis.
    Ich z.B. vertrage keinen übermäßigen Alkohol, denn habe ich zu viel kann es passieren das ich ausfallend und beleidigend werde und zum Schluss extrem Aggressiv.
    Also was würdest du sagen, soll ich lieber Kiffen und meinen Alltag schaffen und meine Krebskranke Angehörige so Betreuen wie es sich gehört, oder mir einmal die Woche die Kirsche mit Bier oder 40% zuzuknallen?

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