Donnerstag, 23. Februar 2017

Pillen gegen den Schmerz im Kinderkopf

 

Tablettenkonsum vs. Legalisierungsgedanken.

 

 

Ein Argument, das von Gegnern der Cannabislegalisierung gerne verkehrt herum verwendet wird, um Befürwortern den Wind frühzeitig aus den Segeln zu nehmen, lautet Jugendschutz. Würde Weed laut diesen Gegnern in Fachgeschäften unter dem Rat ausgebildeten Fachpersonals an Erwachsene verkauft werden, wären die Folgen für Kinder und Jugendliche fatal. Der Ausbruch des Kifferwahnsinns wäre in allen Altersschichten unvermeidbar. Dieser Vermutung widersprechen zwar Ergebnisse aus den USA, wo nach der Legalisierung von Cannabis kein Wachstum beim Marihuanakonsum unter Jugendlichen festgestellt werden konnte, und auch neue Ergebnisse aus Deutschland, die ein vergleichbares Produkt betreffen, geben keinen ernsthaften Grund zum Zweifeln am gesteckten Ziel der Befürworter.

 

Einen steigenden Tablettenkonsum unter Kindern und Jugendlichen vermerkte nun nämlich die Krankenkasse Barmer, welcher bedenklich und alarmierend bezeichnet wird. 40 % Prozent der an einer repräsentativen Umfragen teilnehmenden Befragten gaben an, bereits Pillen gegen den Schmerz im Kinderkopf geschluckt zu haben. Knapp die Hälfte der neun bis neunzehn Jahre alten Personen greife dabei sogar schon regelmäßig zum pharmazeutischen Produkt, sobald die Hirnhälften hämmerten. Grund für die auch häufiger auftretenden Kopfschmerzen wird in der höheren Belastung gesehen, die durch Leistungsdruck, Stress und einen gefüllten Terminkalender bereits früh entstünde. Doch auch die leichtfertige Einnahme der Tabletten würde in manchen Fällen gegenteilige Wirkung erzielen und erst für den Schmerz im Schädel Sorge tragen. Haltungsfehler durch zu viel Gedaddel am Smartphone trüge einen weiteren Teil zum wachsenden Problem unter den jungen Patienten hinzu.
Dass die einfache Verfügbarkeit in Drogerien und Apotheken sowie der vorgelebte Umgang mit den Schmerzstillern nicht in einem Wort von Beobachtern für den Anstieg verantwortlich gemacht werden, sollte daher direkt von Befürwortern der Marihuanalegalisierung genutzt werden können, da es allen gegnerischen Argumenten widerspricht. Da eher die stark gestiegenen Verschreibungsraten von Migränemedikamenten seitens der Krankenkassen kritisiert werden, dürften sich selbst diese Institutionen eher freudig auf den März 2017 vorbereiten, der die Nutzung von Cannabis auf Rezept in Deutschland einleitet. Da natürlichen Cannabisblüten neben vielen weiteren nützlichen Eigenschaften auch die Beseitigung von Kopfschmerz und Migräneanfällen beigemessen wird, sollte die endlich wieder erhältlich gemachte alternative Naturmedizin zukünftig zumindest einige Kopfschmerzpatienten vom übertriebenen Pharmawahnsinn befreien können.

 

Die Apotheken bereiten sich darauf vor.

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