Freitag, 13. Januar 2017

Cannabislegalisierung ist eine Frage der Sicherheit

 

Grüne in Frankfurt wollen Gras statt Kameras.

 

Foto: Archiv

 

Vorgestern wurde in der Frankfurter Rundschau bereits ein Interview mit dem Geschäftsführer der Frankfurter Grünen Manuel Stock veröffentlicht, das die Stellung des Fraktionschefs im Bezug auf Kameras im öffentlichen Raum sowie auch auf die Cannabisfreigabe für Erwachsene beinhalten soll. Während Stock sich dort eindeutig gegen eine leichtfertige Ausweitung von Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen ausspricht, tendiert er im Bezug zum Marihuanagewächs auf Freigabe. Cannabislegalisierung ist eine Frage der Sicherheit.

 

Während dieses Gespräch leider hinter einer Gebühr versteckt bleibt, sind nur einen Tag später die Antworten der Koalitionspartner auf der gleichen Präsenz gratis verfügbar gemacht worden. CDU Bürgermeister Becker erteilte der „grünen Idee“ postwendend eine Absage, mit der Begründung, dass die Stadt bereits viel Geld für die Prävention ausgegeben hätte und ihm eine Legalisierung von Cannabis somit widersinnig erscheine. Die SPD hält den Gedankengang dagegen für überlegenswert, will die Debatte aber nicht auf Grundlage der aktuellen Sicherheitsdiskussion führen.
Letztere stellt nämlich den eigentlichen Ausgangspunkt des grünen Vorstoßes dar, da sich Manuel Stock als Alternative zu einer von CDU geforderten Ausweitung der Videoüberwachung logisch überlegte, dass mehr Sicherheit durch bereits vorhandene Polizisten gewährleistet würde, wenn diese nicht mehr damit beschäftigt wären, harmlose Kiffer zu jagen. Dass man verbrecherischen Strukturen aller erdenklichen Richtungen ebenso ein Schnippchen schlagen würde, wenn man den Schwarzmarkt austrockne, wäre der weitere Vorteil eines regulierten Handels mit geprüftem Cannabis in einem Frankfurter Modellprojekt. Bürgermeister Becker von der CDU verweist aber lieber auf kürzliche Fahndungserfolge in der deutschen Hauptstadt Berlin, die ohne Videoaufnahmen nicht so erfolgreich verlaufen wären, weshalb Bilder schießende Kameras sowie auch die Zahlen einsatzfähiger Polizisten anzuheben seien.

 

Die Verschwendung von 52.708,79 Polizeieinsatzstunden innerhalb eines einzelnen Jahres durch den ehemaligen Innensenator Frank Henkel (CDU) sorgte in genannter Metropole jedoch weder für die benötigte Sicherheit noch die lange erhofften Fahndungserfolge im strukturierten Verbrechen. Sechs anderweitig verfügbare Beamte hätten eine gefährliche Person in diesem Zeitraum dagegen in Berlin alternativ 24 Stunden lang am Tag observieren können.

 

Cannabislegalisierung ist eine Frage der Sicherheit – aktuell nur wesentlich spürbarer.

11 Antworten auf „Cannabislegalisierung ist eine Frage der Sicherheit

  1. E.B.

    „Absage mit der Begründung, dass die Stadt bereits viel Geld für die Prävention ausgegeben hätte“
    Die Willkür macht’s doch deutlich, dass die wahren Motive des Verbots ganz woanders liegen. Bei Präventionsausgaben ist Geld ein Argument, bei Steuereinnahmen nicht? https://www.youtube.com/watch?v=wGTzWE0JoAQ

  2. Rainer Sikora

    Die Zustimmung für die demokratischen Christen hat sich auf 38% hochgeschlichen und ich befürchte weiteren Anstieg.Die Meisten können sich bei denen auch keine üblen Absichten vorstellen so sauber wie die nach oberflächlicher Betrachtung rüberkommen.

  3. U-G

    Ein Frohes, Gesundes, Neuen Anlauf Jahr 2017 für die Legalize it and here of the voice…The Fight ìs going on, but ohne Aggressionen…have fun …zuhöhren…

  4. Lars Rogg

    Becker, wenn es keine Beleidigung wäre, würde ich sagen: Du ähnelst schon sehr einem dämlicher Vollidiot. Deine Argumente sind zum weglaufen…typische CDU/CSU Logik…ich hasse diese Pseudochristen und ihre Politik !!! Kapier es endlich: Legalisierung ist Prävention, Du Honk !!!
    Dumm, dümmer, Becker und co…

  5. Lars

    Ich würde sogar behaupten, dass eine Legalisierung in Frankfurt das berüchtigte Bahnhosviertel sogar aufwerten würde. Wer dort einmal unterwegs war weiß, dass es dort wesentlich schlimmerer Probleme als „Cannabis“ gibt.

  6. Rainer Sikora

    Von den Gruenen, so wie ich die Sache einschätze,werden wir nichts mehr hören,weil die sich die Koalition mit der Christenpartei nicht verbauen wollen.Die Linken können sich dasTheema auch nicht leisten sonst laufen sie Gefahr als unzurechnungsfähig,dumm oder böse angesehen zu werden.

  7. U-G

    Tja Rainer, die Christen als verfolgte Weltweit werden laut Schätzungen der Öffentlichen Rechtlichen mit ca. 200.000.000 Millionen beziffert…

    Aufn Balkan spitzt sich die Lage zu… wegen „Kosovo“-Nach wie vor Provinz von Serbien und von vielen Staaten nicht „anerkannt“.

    Wie du mir „Amerikanski auf den Balkan“ ich so dir, meiner Mehrheit der 2.000.000 Russischen lebenden „Demokratischen Volksabstimmung und damit legitim ins Reich der Russischen Föderation“ Krim….

    Damit ist die Ukraine-Krise erklärt.

    Trans-Atlantische-Lutscher-Gemeinschaft-Natörlich-Verlogen-Imperial…

  8. Rainer Sikora

    Im katholischen Glaubensbekenntnis ist der Glaube an die heilige römisch katholische Kirche und an die Gemeinschaft der Heiligen verankert.hat mit Jesu Lehre wenig zu tun.Dafür hat die Kirche in der weltlichen Politik sehr viel zu sagen und zu bestimmen.Die Christenpartei macht sich Christus zu nutze wie die Kirche auch um einen ehrlichen und sauberen Eindruck zu machen.Eigentlich müßte sie KDU oder KSU heißen.

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