Freitag, 30. Dezember 2016

Sozialamt bezahlt weiterhin kein Gras für Patienten

 

Landessozialgericht Essen wirft erfolgreiches Urteil über Kostenerstattung über Board.

 

Bild: Archiv

 

Ein 31-jähriger Dortmunder reichte beim Sozialamt einen Antrag zur Kostenübernahme seiner medizinischen Cannabisversorgung ein, weil Krankenkassen den finanziellen Aufwand scheuen. Da ihm seitens des Amtes die monatlich benötigte Summe von 1500 € Euro jedoch auch nicht zugesprochen werden wollte, klagte er vor dem Sozialgericht erfolgreich. Nun entschied das Landessozialgericht am Mittwoch, dass dieses Urteil nicht länger gelte und daher aufgehoben werde.
Das Sozialamt bezahlt weiterhin kein Gras für Patienten.

 

Bereits im Mai dieses Jahres ereignete sich ein ähnlicher Fall in Trier, wo einer 30-jährigen Kranken die monatlich anfallenden Kosten von 700 € Euro für ihre Medizin – trotz ihres marginalen Arbeitslosengeld-II-Bezuges – nicht erstattet werden sollten. So argumentierte das Landessozialgericht in Nordrhein-Westfalen jetzt auch unter vergleichbarem Motto, da man sich schon in Trier auf eine noch nicht vollständig ausgeschöpfte Pharmatherapie des Patienten versteifte. Dem durch einen Badeunfall unter einem Schädel-Hirn-Trauma leidenden Dortmunder stünde noch eine kassenfinanzierte Alternative gegenüber der Versorgung mit Cannabisblüten für die interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie zur Verfügung, schallte die Entscheidung des Gerichtes, die nicht mehr anfechtbar sein soll. Da diese alternative Behandlung noch nicht ansatzweise stattgefunden habe, der behandelnde Arzt einer Erhöhung der Cannabisdosis aber schon pauschal zugestimmt hätte, sei geradezu verantwortungsloses Handeln im Gang, beurteilten die Richter den Fall abschließend.

 

Die andere Seite der verantwortungslosen Handlungen im Bezug auf medizinisches Marihuana erfuhr dagegen gerade wieder einmal ein ehemaliger Polizeibeamter in den USA, als er aufgrund seiner starken Parkinsonerkrankung notgedrungen erstmalig Cannabisextrakt in Kalifornien anwendete. “Jemand wie ich kann Cannabis wirklich sehr gut gebrauchen und es macht mich ziemlich wütend, dass ich es in meinem eigenen Wohnort nicht bekommen kann“, sinnierte er, nach dem wirksamen Einsatz der alternativen Naturmedizin.

 

Soziale Richter im Ruhrpott besitzen halt aber noch eine etwas härtere Gangart als alternde Cops in den USA.
Staatskassen verpflichten.

8 Antworten auf „Sozialamt bezahlt weiterhin kein Gras für Patienten

  1. HM420

    Traurig schon wieder solche News zu lesen !
    Denn gerade bei der schwere der Verletzungen die dieser Mann erlitten hat, finde Ich es schon dreist, das obwohl auch der Arzt ihm attestiert das Cannabis für ihn das geeigneteste Mittel ist, ihm dieses verwehrt wird.
    Mit der Begründung Er habe ja noch nicht alle anderen Mittel ausgeschöpft.
    Denn was man an dieser Nachricht doch deutlich erkennen kann ist, das es nicht um das Wohlbefinden eines Patienten geht, welches sich ja auch nach seinen eigenen Angaben durch Cannabis erreichen liese und wie schon gesagt auch der Arzt diese Art der Therapie unterstützt, sondern um Verhinderung von Cannabis als Medizin !
    Denn ich bin mir sicher, das wir in den nächsten Monaten noch öfter von solchen Entscheidungen lesen werden.
    Da trotz der medial positiven Darstellung zum neuen Gesetzentwurf, jeder ja erst “austherapiert” sein muss ehe man es bewilligt. Und somit die Pharmaindustrie in Zukunft mehr Produkte auf den Markt bringen wird, wodurch der Leidensweg vieler Patienten in die Länge gezogen wird und diese ein ( neues ) Mittel nach dem anderen probieren müssen mit all den Nebenwirkungen welche diese bereit halten, ehe Cannabis verschrieben wird.
    Und auch was die Kostenübernahme angeht sehe ich weniger positiv in die Zukunft, da Krankenkassen und Sozialämter sich auch in Zukunft wohl kaum an den Kosten beteiligen wollen (..und anscheinend auch nicht müssen, solange es ja noch Produkte der Industrie gibt..) und gegebenenfalls nicht davor zurück schrecken werden über die Gerichte sich ihr Recht auf “Nichtzahlungen” zu erstreiten ,und somit keine Verbesserungen für Patienten in Sicht sind.

    Traurig aber wahr, es wird sich wohl noch eine lange Zeit nichts verändern was Deutschland und Hanf angeht, oder ?!!

    MfG

  2. Rainer Sikora

    Überall in allen Bereichen (zb.Schule Pharma Kirche Alk Tabak Lebensmittel Gastromomieusw)mafiöse Strukturen gerichtlich abgesichert und legalisiert.Die Krähen behacken sich nicht gegenseitig.

  3. Littleganja

    Es gibt 2 Neue Cannabis Sorten in Apotheke von Pedanios, was es jedoch genau ist Preis, Blüten usw. kann ich nicht sagen.

    http://www.pedanios.de/#about

    Meine Apotheke klärt gerade ab ob ich wieder eine neue Erlaubnis zur Bestellung brauche wie auch zuvor bei Tweed, Pronceton usw.

    Pedanios sind laut der Website wohl deutsche, hoffe die sind billiger wie Tweed und Bedrocan, kann der Preispolitik nur gut tun.

  4. Dirk

    Ich bekomme auch kein Caverject von der TK. ! Ist lifestyle…leidensdruck egal. Aber die komplette Prothese wird andstandslos übernommen. Verkehrte Welt…..ich versteh euch voll…..

  5. Olle

    Es ist schon extrem anmaßend wie sich in D Richter als Ätzte aufspielen. Sie sehen sich Gott gleich und ihre Entscheidungen sind dem entsprechend. Bevor sich in D was ändert müssen diese Menschenrechtsverbrecher alle erst ausgetauscht werden. Sie sind unqualifizierte Stümper die dieses Amt von vorne herein wegen menschlicher Unzulänglichkeit garnicht erst hätten bekommen dürfen. Wen wundert das aber wenn man weiß wer das deutsche Justizsystem nach dem 2.Weltkrieg ohne die geringste Reform fortgeführt hat und die Blutrichter weiter hat Unrecht sprechen lassen. Das Recht auf Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit ist das Papier nicht wert auf dem es gedruckt wird, denn es besteht nur die Pflicht für die Pharmamafia Versuchskarnickel zu sein. Hier werden von deutschen Gerichten wieder MENSCHENEXPERIMENTE legalisiert. An was für Zeiten das erinnert brauche ich hier wohl nicht weiter auszuführen!

  6. U-G

    Tja, anscheinend ist die Würde des Menschen doch antastbar…!?

    Der Krieg gegen das Heilkraut Cannabis wird weiter fortgeführt ohne Rücksicht auf die Menschenwürde.

    Hopfen und Malz kommt mir 2017 nicht mehr in den Hals.

    Heute endet mein einjähriger Selbsttest Alkoho(h)l versus Cannabis.

    Alk fördert Kalk und Aggression und Cannabis Indica entspannt, beruhigt und ist das Schmerzmittel non plus Ultra.
    Desweiteren fördert es die Kreativität.

    Armes Deutschland das im Sumpf von Bürokraten und Politikern unterzugehen droht.

    Auf ein Neues starkes Jahr 2017 für uns alle entschlossen weiter zu kämpfen.

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