Montag, 19. Dezember 2016

Playstation VR

 

 

Ein teurer Spaß!

 

 

Autor: mze

 

Sony hat tatsächlich einen VR-Helm für die PS4 veröffentlicht. Playstation VR ist seit dem 13. Oktober im Handel erhältlich und will für 399,- € Euro verkauft werden. Da zusätzlich auch noch Kamera und oft auch Move-Controller benötigt werden, steigt die Investition um weitere 140,- € Euro. Geboten bekommt man dafür einen recht einfach aufzusetzenden VR-Helm, der verzögerungsfreie Bilder auf die Retina wirft. Ein Gefühl von Mittendrin wird so vermittelt, welches bereits Anfang der 1990er Jahre durch aufwendige Konstruktionen in Spielhallen verkauft wurde. Nun kann man etwas einfacher und in etwas mehr Software eintauchen, wenn man mit den anhaftenden Limitationen des neusten VR-Streiches zufrieden ist. Denn perfekt funktioniert die Sony-Hardware in noch keinster Weise.

 

Natürlich wirkt es auf den ersten Moment beeindruckend, wenn einem der Eindruck vermittelt wird, dass man sich gerade auf einem Tauchgang befindet oder durch das Weltall rauscht. Doch die Handicaps – durch den Sicht versperrenden Helm, die aufwendige Verkabelung und die problematischen Inhalte – verringern die Euphorie, endlich in VR angekommen zu sein, schnell. Da die Kamera der Playstation4 nicht ideal alle Leuchtpunkte auf der VR-Hardware abtastet und das Joypad der Konsole nur bei ungehinderter Beleuchtung erkannt wird, stellen sich bereits während der ersten Sessions echte Ärgernisse ein. Das größte Problem der virtuellen Trips ist dabei ein Effekt, der durch den Versuch der Geräte entsteht, immer die richtigen Abstände zu ermitteln. Hier können dargestellte Objekte im Vordergrund anfangen rhythmisch zu zittern, was sich wahnsinnig schnell auf das Wohlempfinden des Nutzers ausübt. Sitzt man in einem Cockpit und rast um Kurven, lässt einen das auf „World Wobbling“ getaufte Problem schnell ins Badezimmer rennen. Echte Übelkeit entsteht bei Personen unterschiedlichsten Alters und unterschiedlichster Konstitution, was Playstation VR als nicht wirklich empfehlenswert gestaltet.

 

Da aber weder vollwertige Spiele existieren, noch das mehrteilige System in einem angemessenen Rahmen gehandelt wird, dürfte der künstlich generierte Hype um PS VR schneller vorbei sein, als er aufgebauscht wurde – ungefähr so, wie vor 25 Jahren. Da uns Sony wohl weiterhin keine Testmuster zur Verfügung stellen mag, wurde die eigens erworbene PS-VR-Peripherie samt benötigtem Equipment auch schnellstens wieder umgetauscht.

Gag zurück gegen Geld zurück.

 

PS VR

Foto: Sony

USK 12

Circa 399 € + 60 € + 80 € + PS4 (Pro) Konsole.

(PS4 – ASIN: B00ULWWFIC)

 

 

2 Antworten auf „Playstation VR

  1. Mörnest

    Ich sag mal so. Das ist wenigstens mal ein guter Ansatz. Ich warte noch ab, entweder bis es günstiger wird oder Fullgames in VR. Dürfen gerne lustige sachen wie Portal sein, muss nicht immer shooter sein, obwohl ich das schon auch gerne mag. So lange es einen klar ist was man da macht, ist es nicht verwerflich. Von daher, abwarten und Pfeife rauchen, wer darf. Alle anderen habe ich jetzt nicht dazu aufgefordert. 😉

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