Samstag, 17. Dezember 2016

In Hanf investieren leicht gemacht

 

Crowdfunding-Projekte in Deutschland.

 

Profit
WeltWeitBreit – Heute: Wallstreet / Foto: aranjuez1404 – creative commons.

 

Sicherlich auch aufgrund der Goldgräberstimmung in den USA sind hierzulande immer häufiger neue Geschäftsmodelle im allgemeinen Cannabusiness anzutreffen, die auf Hanfkonsumenten abzielen. Bei einem derart wachsenden Markt lassen sich positive Finanzergebnisse einfach prognostizieren, wenn Produkt, Preis und Qualität dort sinngemäß erscheinen. Entwickler neuer Ideen können es sich heutzutage sogar recht einfach machen und vorab den Markt via Crowdfunding überprüfen sowie sich die finanziellen Mittel besorgen, die für eine möglichst perfekte Umsetzung vorab gestrickter Ideen Sorge tragen. In Hanf investieren leicht gemacht, gibt es in dieser Form nun auch zweimal in Deutschland.

 

Hanf-Crowdfunding-Nummer-Eins entstand in Sachsen, wo via Startnext-Plattform seit dem 13.11.2016 Geld gesammelt wird. 25. 000 Euro wollen die Bastler für ein kleines modulares Gewächshaus zusammenbekommen, das für Kräuteranzucht und ähnliche Bepflanzung konstruiert worden ist. Der Name des im größten Fall 40 Zentimeter breiten und 50 Zentimeter tiefen Systems lautet Plantabator und kostet bei erfolgreich geführter Crowdfunding-Kampagne stolze 2.500 € Euro. Wer nicht ganz so tief in die Geldgebertasche greifen möchte, kann auch schon für 500 € Euro ein Mini-Plantabator vorfinanzieren, das mit eingebautem Aeroponic-Bewässerungssystem und 60 Watt LED für eine marginale, aber optimale Pflanzenversorgung geeignet wäre. Das Ziel der Erfinder sei, mit dem Plantabator, eine komplette Biosphäre anbieten zu können, die aus den Modulen Pflanzenlicht, Bewässerung, Nährstoffversorgung, Klimasteuerung (Klimacomputer) und Gehäuse bestünde. Eine nahezu autonome Growbox soll das Ergebnis sein. Mit den Einnahmen will man den Plantabator fertig entwickeln und zur Marktreife bringen. Bei Einnahmen in Höhe von 15.000 Euro würde das Projekt zwar ebenfalls weitergeführt, aber längere Zeit in Anspruch nehmen.

 

Hanf-Crowfunding-Nummer-Zwei ist in Dortmund geplant worden und ebenfalls auf der Plattform Startnext gelistet, um auf eifrige Investoren zu hoffen. Die Kampagne Hanfpassion benötigt 200.000 € Euro, damit das erste von freiwilligen Unterstützern finanzierte Unternehmen gegründet werden kann. Hanfpassion möchte Hanf wieder salonfähig machen und die schädliche Stigmatisierung beenden helfen. Dies könnte unter anderem durch eine Geschäftsgründung in Form eines aufklärerisch wirkenden Onlinshops in Angriff genommen werden – schon bei 75.000 Euro – oder – im Falle der oben angesprochenen Summe – mache man sich auf den schwierigen Weg, Cannabisimporteur, Hersteller und Vertriebsentwickler werden zu wollen. Kanada und Israel sollen dann als erste zuverlässige Bezugsquellen dienen, bis in Deutschland, Holland und Österreich – dank vorangebrachter und professionalisierter Infrastruktur – eigener Medizinalhanf für hiesige Patienten angebaut werden könne. Das Projekt läge dem Gründer sehr am Herzen, da er seinen an Krebs erkrankten Bruder verloren habe, dem illegal organisiertes Cannabis wenigstens etwas Linderung verschaffte.

 

Wie sinnhaft beide Kampagnen wirken, entscheiden unsere Leser und Leserinnen einfach selbst.
Dass aber die Weihnachtsspendenkampagne des Deutschen Hanfverbandes weiterhin geöffnete Klingelbeutel für die Legalisierung von Cannabis parat hält, und auch professionelle Zuchtanlagen in Fachgeschäften bereits gehandelt werden, wird von der Redaktion gewissenhaft angefügt.
In Hanf investieren leicht gemacht.

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