Mittwoch, 30. November 2016

Kann denn Hanf Sünde sein?

 

Irland diskutiert Cannabis-Reform

 

irland-kirche-kreuz-friedhof-keltisch-kelten

 

Sadhu van Hemp

 

Irland und Bayern haben eine Sache gemeinsam: den katholischen Glauben. Wie im Freistaat der Bajuwaren hat in Irland der ultrakonservative Katholizismus die Köpfe der Menschen gewaschen und den Aberglauben an einen Gott genährt, der es zulässt, dass in seinem Namen Schindluder getrieben wird.

Doch anders als in Bayern befreit sich die irische Bevölkerung mehr und mehr vom katholischen Fundamentalismus, der die Menschen knechtet und das Streben nach Freiheit unter unterirdische Strafe stellt. Die „Büchse der Pandora“ öffnen und daraus schöpfen – kein Problem für die Iren. So wurde das strikte Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen gelockert, und im Mai 2015 gab Irland als weltweit erstes Land per Referendum die Erlaubnis zur Schließung gleichgeschlechtlicher Ehen. Immer mehr Iren wenden sich vom Gott der rückwärtsgewandten „Katholizisten“ ab und wollen sich nicht mehr von römisch-katholischen Hasspredigern das Leben vergällen lassen.

 

Und wie es aussieht, sind die Bewohner des Inselstaates auf dem besten Wege in eine Zukunft ohne lästige kirchliche Bevormundung. Neuester Beleg für den Sinneswandel der Iren ist das Ergebnis einer Umfrage zum Thema Cannabis. Zwar wagen die Insulaner nicht den letzten Schritt wie die blutsverwandten Amerikaner, die komplette Hanffreigabe anzudenken, aber immerhin zeigt sich die Mehrheit der zumeist katholischen Bevölkerung aufgeschlossen, was den medizinischen Nutzen des gottgegebenen Teufelskrauts betrifft. Und das Ergebnis einer aktuellen Umfrage beeindruckt, denn satte 92% der befragten Bürger unterstützen die Legalisierung von Cannabis, sofern medizinische Gründe vorliegen.

 

Auch wenn die telefonische Befragung von tausend zufällig ausgewählten Bürgern keinen letzten Aufschluss darüber gibt, wie die viereinhalb Millionen Iren wirklich ticken, so lässt sich zumindest eine Tendenz ablesen – und die ist ohne Wenn und Aber ein Fingerzeig an die Politik, sich des Themas anzunehmen. Dem Gesundheitsausschuss des Parlaments wurde mit dem Ergebnis der Umfrage eine Richtung vorgegeben, die es der von Konservativen und Sozialdemokraten geführten Regierung erleichtern dürfte, das „Cannabis for Medicinal Use Regulation Bill“ zu Gunsten der Patienten zu reformieren.

 

In jedem Fall gilt den Iren ob des geäußerten Willens zur Vernunft hoher Respekt. Anders als die deutschen Schäflein des lebensverneinenden Katholizismus trauen die sich was. Das Seefahrervolk hat den Mut zur Sünde, den die gottesfürchtigen Bergvölker im bayerischen Land in tausend Jahren nicht haben werden: Die Iren schauen halt mal nach, was hinter dem Horizont ist.

6 Antworten auf „Kann denn Hanf Sünde sein?

  1. Mörnest

    Von welchem Irland schreibst du hier? Es gibt ja zwei. Ich war vor einem Jahr in Dublin und hatte das gefühl es kümmert niemand ob gekifft wird. Habe selber jemand mit einem guten Marokaner an der Strasse sitzen sehen und beim rollen beobachtet. Überall Aufkleber die eine Pro Hanf Demo ankündigte. Von daher…. welches ist im Bericht gemeint?

  2. E.B.

    Watt denn, Sadhu, Kritik an der von Anfang bis Ende nazi-verbündeten Moral-Instanz? Das könnte deinen Platz unter ihresgleichen im Jenseits gefährden.

  3. Sadhu van Hemp

    Ahoi Mörnest!
    Du fragst, von welchem Irland die Rede ist. Wieso das? Geht das nicht aus dem Text hervor, dass dieses eine Irland gemeint ist, von dem Du sogleich einen kurzen und informativen Reisebericht gibst?
    Schade! Hättest Du mal die etwas überflüssige Frage weggelassen und ein bisschen mehr von Deinen Eindrücken aus der Hauptstadt Irlands erzählt.

    Gruß
    SvH

    Grüß Gott E.B.!
    Keine Bange, bigott wie ich bin, habe ich mich bei unserem Pfarrer auf den Schoß gesetzt und die Sünde sofort gebeichtet. Hat auch gar nicht weggetan, und nach dreimaligen Aufsagen des Vaterunser darf ich wieder hoffen, am jüngsten Tag an die Himmelspforte klopfen zu dürfen und eine Hanfwolke mit 72 Jungfrauen und einem Bierfass drauf zugewiesen zu bekommen.

    Servus
    Sadhu

  4. U-G

    Eine Traumvorstellung das es jemals oder irgendwann, diese Quote von 92% der Iren, Katholische Brüder im Sinne der Cannabis-Legalisierung, von Bajuwaren=Glaubensbrüder streng mit Zucht und Ordnung ala Franz-Josef und Strauss und Saufkumpanen befürwortet wird.

    Wenn es danach geht, wer und wie sündigt, eine Beichte abzulegen meinerseits, das habe und hatte ich auch getan. Oft genug hier. Ich störe mich nicht das ich „Überwacht“ werde, denn das werde ich schon.

    Komisch, ne. Vor Präsidente Vladimir Putin saß die ganze Delegation
    der Weltreligionen, die Vielfalt Russlands Ruderalis Blüten, ob Dollar oder Euro, nichts ist auf „Pump“, wie „Trump“.

    Außer Johannes Paul II, verfolge ich was die „Medien“ Hochpreisend verkünden wie Toll der „Gaucho“ auf dem Esel Kugelsicher durch die Menge winkend ( auch Mafiosis sind „Kinder Gottes“ ) verkündet die „Mafia“ gilt ab jetzt als Ex-Kommuniziert.

    Wahrscheinlich zu viel Rindfleisch gegessen.

    Es gibt ein Lied das heißt „Deine Seele“ Club Mix von „Das Licht“, folge mir und du wirst „Frei sein“.

    Hanf ist jede Sünde wert.

    Zivela Sloboda , Zivela Cannabis.

  5. Mörnest

    @Sadu, nö das ist mir zu viel geschreibsel, das überlasse ich dann doch eher Leute wie dir, ich habs nicht so mit Buchstaben, aber wenigstens weiß ich jetzt welche du meinst. Und ja ich kann es mir einfach nicht merken wer welchen Balkensepp anbetet, weil ich mit Religion nix anfangen kann. Aber Dublin ist auf jeden Fall eine Reise wert.

  6. U-G

    @ Mörnest,
    Als erstes alles Gute zum Nikolaus.
    Mein Nikolaus kommt noch, weil er schon dieses Jahr 06.01.2016 bei mir war.
    Das zum Thema, wen ich anbete.
    Kannst wahrscheinlich auch nichts mit anfangen.
    Wundert mich nicht das du ein Buchstaben meiner bist, sorry.
    Vielleicht haben ja die Öffentlich-Rechtlichen diesmal Recht das es ca. 7.5Millionen -10 Millionen Legastheniker und das, soweit ich weiß, halb-Aus-und-Inländer damit gemeint sind.
    Dann bin ich lieber der Serbische Eintopf als ein „BalkanSepp“.
    Und zu deiner Info, Josip-Broz-Tito ist nicht in Zagreb beerdigt.
    Schönen Nikolaus Mörnest.
    Nix für Ungut.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.