Freitag, 18. November 2016

Marihuana als Ausweg aus der Drogensucht

 

Neue Studie zeigt positive Effekte des legalen Konsums.

 

Bild: freeimages.com / rodrigo reis
Bild: freeimages.com / rodrigo reis

 

Es klingt vielleicht im ersten Moment etwas unverständlich, wenn Marihuana als Ausweg aus der Drogensucht genannt wird. Die hierzulande immer noch oft falsch verstandene Hanfpflanze besitzt jedoch viel medizinisches Potenzial, wie glücklicherweise immer mehr wissenschaftliche Studien belegen, welche sich dank der vielerorts stattfindenden Legalisierung nun stärker auf diese besonderen Fähigkeiten konzentrieren dürfen. In einer neusten Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Medizinalhanfproduzenten Tilray aus Kanada und der dortigen Universität von British Columbia abgehandelt wurde, ist man einem der Phänomene etwas auf dem Grund gegangen.

 

Laut Zach Walch, einem beteiligten Professor der Untersuchung, deuteten die Ergebnisse darauf hin, dass Menschen mit schwereren Abhängigkeiten Marihuana als Ausweg aus der Drogensucht nutzen könnten. Ebenso würden gewisse psychische Erkrankungen durch Cannabis wirksam behandelt. Neben der alternativen Nutzung im Austausch gegen gefährliche Opioide und stärker gesundheitsgefährdende Substanzen wie Alkohol nutzte Cannabis manchem Patienten mit posttraumatischen Störungen, Depressionen oder sozialen Angstzuständen. Menschen mit bipolarer Störung hätten dagegen eher mit negativen Nebenwirkungen zu rechnen. Man solle Marihuana deshalb wie jede andere Arznei betrachten und müsse ohne die bisherigen Stigmatisierungen über den möglichen Einsatz und die möglichen Gefahren zwingend weitere Untersuchungen betreiben – tiefer greifende Forschung ist dringend von Nöten.

 

Bisher wurde diese wissenschaftliche Betrachtung in der Regel jedoch meist nur durch die finanzielle Unterstützung der Medizinalhanfproduzenten ermöglicht. Wären es mehr Beteiligte, könne man die “effektvollen Vorteile für die öffentliche Gesundheit” sicherlich schneller wahrnehmen.

 

Auf die Pharma- und Alkohollobby darf man zukünftig daher wohl weiterhin nicht setzen …

8 Antworten auf „Marihuana als Ausweg aus der Drogensucht

  1. Rainer Sikora

    Mir ist das,als Leie schon lange bewust mit der Behandlung durch Cannabis kann man sich viele giftige Substanzen ersparen.

  2. Surak

    Nun ja, schwere Substanzabhängigkeiten, wie die Schulmedizin sie gern postuliert und benennt, sind eine äußerst fragile Sache: Sie müssen von frühester Jugend an mit großem Personalaufwand aus den Reihen des Schul- und Gesundheitssystems in den Köpfen und Herzen der späteren “Suchtkranken” installiert werden, sonst funzt die Sache nun mal nicht wirklich.

    Ablehnung durch die Peer-Group, “schlechter Umgang” auf dem Schulhof und in der Freizeit, schwache schulische Leistungen, konsequente emotionale Ablehnung durch das andere Geschlecht und natürlich durch den gesamten Lehrkörper im Rahmen von Zeugniskonferenzen… all das muß sicher und natürlich wirkend eingeübt und – für die Betroffenen vermeintlich ausweglos – inszeniert werden, damit wirklich jemand im späteren Erwachsenenleben regelmäßig und fortgesetzt zu Substanzen bzw. Genussmitteln greifen lernt, deren Konsum ihm oder ihr langfristig ernsthaft schaden können. Um des Vergessens willen. Und sei es nur für eine Nacht ohne Scham und Schande: Ruhigen Gewissens schlafen!

    Unter natürlichen Lebensbedingungen im Rahmen einer echten, ernstgemeinten und lebendig praktizierten freiheitlichen Grundordnung gelänge so etwas wohl leider nicht, weil es nun einmal so starke Motivationen zur Selbsterhaltung gibt. Auch bei den sozial Geächteten. Und weil es eben Pflanzen wie Cannabis und Salvia divinorum gibt, die gut und zuverlässig verdeutlichen können, wie wenig zielführend eben jeder Versuch bleibt, seine Sorgen und Schmerzen im Alkohol zu ertränken. Oder weil ein naturbelassenes Cocablatt viel milder und ausgleichender wirkt als eine durch massive Umweltsauerei im tiefsten Urwald erzeugte Chemikalie, die dann auf dem Weg durch die Hände etlicher Zwischenhändler irgendwann so überteuert und gestreckt beim Endverbraucher landet, daß weder dieser, noch der landwirtschaftliche Erzeuger damit jemals glücklich wird leben können.

    Abhängigkeitserkrankungen als kulturelles Konzept sind – zum Leidwesen der klinischen Dienstleister – schlicht und einfach nicht naturgegeben. Wo ALLES – von der Bierflasche bis zur Prostitution – mit Würde und Anstand verfügbar wäre, könnten sie unmöglich gedeihen. So wie niemand eine ungeliebte, schlecht bekömmliche Speise verzehren würde, wenn die Menüauswahl auch noch andere, köstliche Alternativen böte, die das Wohlbefinden eher steigern. Stigmatisierung und soziale Sachzwänge sind hier also bares Geld für die gutmütig lächelnden Leute in den blitzsauberen Kitteln oder jene oftmals nur zu bereitwillig und bedrohlich aufbrausenden Schulleiter, die jede noch so geheime Konsum-Location ihres Schulgeländes zielsicher erschnüffeln können wie ein Spürhund. Nur spüren sie selbst dabei oft nicht mehr viel, so scheint es, wenn man so manch maßlose Entgleisung in diesen Dingen sich noch irgendwie menschlich intelligent erklären will.

    Allein das kulturelle Dogma macht es: “Verzichte komplett! Oder entscheide dich in deiner Freizeit für kommerziellen Kaffee, Tabak, Alkohol – und gerne auch für alle drei – oder begib dich eben mit deinem Lebenswurf in einen sozialen Kontext außerhalb der verwalteten Welt und des Berufslebens, wie wir es definieren. Denn dazwischen gibt es keine echten Abstufungen für uns.”

    So erzeugt man also “Kriminelle”, “Verhaltensauffällige” und “Psychotiker” als jene ebenso wertvolle wie unerschöpfliche Ressource für eine Industrie, die eben genau diese Klientel gezielt jagt, zur Strecke bringt, straft und therapiert, um sie auf jenen “rechten Weg” zurück zu bringen, den sie nur bei völliger, bedingungsloser Verleugnung der eigenen Persönlichkeit, Befindlichkeit und Verhaltensdisposition unter Qualen gehen konnten und können. Der Gipfel der Unverschämtheit, solch eine kranke Struktur dann auch noch profitabel als “Normalität” zu vermarkten in Medizin und Schule – aber es geschieht seit Jahrzehnten – kaum im Verborgenen und dennoch mit Billigung der gutmütigen Öffentlichkeit.

    Hoffentlich nicht mehr lange: Denn die Schlachtordnung für die neuen Märkte – nach dem Krieg, der nun langsam, aber endlich zu Ende geht – dürfte schon längst ungeduldig in den Startlöchern stehen und mit den Hufen scharren. Dies aber, solange kein grünes Licht der Behörden kommt, ganz sicher im Verborgenen. Denn man weiß ja nie… Oder?

    “Oh mein Gott: Die ARMEN Kinder!”

  3. Drunk Fail

    Der Verkauf von Alkohol und Taback ist , Terrorismus ! Alle gängigen Gesselschatlichen Drogen ,legale wie ilegale, sollten durch Cannabis ersetz werden ,um zukünftig ,Menschenleben und Kosten einzusparen . Welches medienwirksames Exempel könnte , die “toxic culture” ,von Heute auf Morgen , beenden ?

  4. underground-grower

    Ausse`m Leben.
    Unter der Hand getuschelt verbreitet sich immer mehr und weiter das “Virus Hanf” in kreisen Schwerstkranker als letzte Hoffnung doch dem Tod von der Schippe zu springen.

    Durchs Wiedersehen, bekommt der eine oder andere Vertrauen und spricht einen an.
    Wie komme ich an das Öl?
    Ja, bin austherapiert, Maßnahme nur Lebensverlängernd, nicht heilbar.

    Stellt man sich vor Rick Simpson hat Recht und Hanf heilt den Krebs, welchen auch immer.

    Wen zieht man dann zur Verantwortung durch Massenhaftes Sterben auf Raten durch CHEMO von ca. Jährlich 40.000 Menschen aus Deutschland, die an der Krankheit irgendwann Morphium bekommen bis das Herz aussetzt?

    Gestern beim Einkaufen auf`n LeBe Markt kletschnass geworden und zum Schluss noch zur Lottoannahme, anstatt im Coffeeshop auf nen Kakao und nen Stick mit Lotto, ging ich rein und wurd auch gleich von 2 netten attraktiven Mädels angesprochen ob ich den Raucher sei.
    Ich antw.;ja
    Welche Marke denn?
    Ich: Cannabis..
    Erstaunen und kichern: Das haben wir leider nicht…hihi.
    Ich: War ein Scherz. Rauche PallMall und Hülsen von West. bin stopfer.
    Sie: Ja, haben wir auch von Benson&Hedges.
    Fazit.
    Hätten meine Töchter sein können, doch sie haben diesen Job gefunden um sich ihren Lebensunterhalt leisten zu können. Promotion halt.
    Hätte sie lieber hier.
    Bräuchten kein Pures Gift, wie Tabak mit 70 verschieden erwiesenen Stoffen die Krebs erregen, zu preisen im Lottogeschäft.
    Granaten.
    Hätte ich einen Coffeeshop, hätten die beiden nen Job bei mir. Nen Sicheren!!!
    Wie es sich für einen Arbeitgeber gehöhrt, alle Sozialabgaben +Urlaub-und Weihnachts-Geld.

    Nice Weekend Hanfisten.

  5. Ralf

    @underground-grower
    Du hast mein volles Beileid, da du anscheinend die Hände von diesem Tabakgift auch nicht lassen kannst! Das ist kein Vorwurf, denn ich habe mich selbst jahrelang mit diesem Gift malträtiert und weiß wieviele Jahre und Fehlversuche ich gebraucht habe um von diesem wirklich schlimmen Suchtgift loszukommen. Heute rauche ich nur noch Cannabis pur und weiß auch deswegen erst, seit ich mit dem Tabak aufgehört habe, wie segensreich dieses Wunderkraut wirklich für die Gesundheit ist. Versucht den Tabak zu verbannen, oder wenigstens nicht unser Heil – und Genußmittel damit zu verpanschen. Übrigens würde in den USA keiner darauf kommen Cannabis mit Tabak zu strecken. Die Amis die ich kennen gelernt habe, waren alles ehrliche, tolle Kerle, die die Schnautze gehalten haben wenn sie mal von den Bullen erwischt und unter Druck gesetzt worden sind, und sie rauchen alle pur.

  6. underground-grower

    @Ralf
    Ich danke Dir und finde du hast die richtigen Worte gefunden um mich etwas wachzurütteln um mich nicht ganz zu zerstören mit Tabakgift.

    Ich Denke jetzt über einen Vapo nach…

    Wenn schon 2 Hübsche Teuflinnen vor einem stehen und ver(w)irren…

    Leider Nix im Lotto.

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