Mittwoch, 16. November 2016

Sieben Tage Trump

 

Sieben Tage Trump – und der Hanf wächst und wächst…

 

Eine Glosse von Sadhu van Hemp

 

Bild: Archiv
Bild: Archiv

 

Vor einer Woche wackelte der Globus, als in den USA die Unterirdischen landeten und ihren Anführer als neuen Weltherrscher auf den Thron setzten. Was haben wir gezittert! Spontaner Massensuizid bei Facebook, NATO kaputt, Putin aus dem Reich der Toten auferstanden! Der Schock hat unsere systemrelevante Elite derart geschockt, dass heute extra Barack Obama aus der Neuen Welt anreist, um die schockgefrostete Alte Welt aus der Schockstarre zu holen. Die Hauptstadt der Angstdeutschen ist die wichtigste Station – und alles steht Kopf vor Freude, dass uns der aus dem Paradies vertriebene Messias Mut zusprechen will.

 

Und diesen Mutzuspruch brauchen wir Deutschen auch, um unsere Peinlichkeit zu entschuldigen, sich vor einem Mann mit orangenfarbenen Gesicht und gelben Haaren zu fürchten. Obama wird uns überzeugen, dass der Donald keine aus Plastikabfällen zusammengenähte Gruselpuppe, sondern ein echter Mensch aus Fleisch und Blut ist, der es nur gut mit uns meint. „Fürchtet euch nicht! Donald ist ein Berliner“, wird uns Obama zum Abschied zurufen, wenn er am Freitag die Air-Force-One wieder besteigt und auf Nimmerwiedersehen im Orkus der Weltgeschichte verschwindet.

 

Was zurückbleiben wird, sind wir, die treudoofen kleinen Geschwister des großen amerikanischen Bruders, der uns sagt, wo es langgeht. Die USA sind unser Leitstern, der uns seit über siebzig Jahren den Weg leuchtet und zielsicher just in time ans Ziel bringt. Und eines dieser Ziele wird sein, Uncle Sam in die Zeit nach dem Anti-Hanf-Krieg zu folgen. Noch steht die deutsche Hammelherde unschlüssig vor der Weggabelung. Unruhig drehen sie sich im Kreise, unsere politischen Leithammel, keiner traut sich, als erster den Hammelsprung in den Frieden zu wagen. Eingenässt vor Angst blicken unsere Sittenwächter über den großen Teich, wo alle Dämme brechen, und hoffen, dass in letzter Minute Marshal Trump und seine Hilfssheriffs Rudolph Giuliani und Mike Pence aus dem Saloon treten und den Bösewichten das kriminelle Handwerk legen. Doch die harten republikanischen Jungs rücken und rühren sich nicht, lassen einfach alles so laufen – und die Puppen tanzen. Trunken von dem Trumpschen Triumph schauen die Hardliner gnädig zu, wie der Verkaufsschlager der Cannabisindustrie munter vor sich her wächst.

 

Die Meinungen darüber, wie sich die Marihuanalegalisierung unter Trump und seinen Helfershelfern langfristig gestaltet, gehen in der amerikanischen Öffentlichkeit weit auseinander. Der ganze große Wurf einer landesweiten Legalisierung per Bundesgesetz, wie er unter den Demokraten möglich gewesen wäre, wird nicht gelingen, da Kongress und Oberster Gerichtshof fest in republikanischer Hand sind. Doch Trump hat längst signalisiert, dass er die Bundesstaaten im Alleingang darüber entscheiden lassen will, wie es mit dem Hanf gehandhabt werden soll. Das große Paradigma der Null-Toleranz ist Trumps Sache offenbar nicht. Wie auch? Donald ist Partymensch und hat das Feiern in der Hippiezeit gelernt.

5 Antworten auf „Sieben Tage Trump

  1. Kurier

    Danke für die Warnung! Werde ich einen ganz weiten Bogen um Mitte machen, wenn ich von meinem Ticker komme.

  2. Ralf

    Sag, ich doch, der wird versuchen sich den Hanfmarkt der zurückgebliebenen Deutschen mit Hilfe der Deutschen Bank bei der er ja noch ein paar Milliarden Euro Schulden hat, und die ihm sicherlich mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat, als er seinen Bankrott mit den, dem amerikanischen Fiskus legal gemopsten, milliarden Dollars saniert hat (Herzlichen Glückwunsch und danke Donald, da ist auch einiges von der Kohle nicht bei der DEA gelandet) unter den Nagel zu reißen, das könnte doch für den, wie für die Bush`s das Öl, sein, oder…. ?

  3. Rainer Sikora

    Unter Clinten hätte sich wahrscheinlich nicht viel bewegt.Von Trump weiß man noch nicht so viel.

  4. Franz

    Kiffer sind ein bisschen PARANOID was den Trump betrifft was ? *grins scherz*

    Leicht desinformiert *grins*

  5. Ralf

    @Franz
    Also, ich hätte bei der Clinton mehr Paranoia gehabt, daß sie die Uhr auf die Zeit und die Zustände ihres zwar „geraucht, aber nicht inhaliert habenden Bill“ zurück gedreht hätte! So schwer es auch für einen mehr links orientierten Menschen wie mich ist, die Realität anzuerkennen, es bleibt mir nichts anderes übrig. Auch unser allseits geliebter (Der Cannabisgott habe ihn seelig) und geachteter JACK HEERER war von seiner politischen Orientierung her ein Republikaner. Ohne diese, den übermächtigen Staat genauso fürchtenden Menschen wie ich, wird es nicht gehen und wer den Krieg beenden will, der muß mit seinem Feind, nach vorhergehenden Verhandlungen (ein schönes Beispiel ist zur Zeit Kolumbien) Frieden machen, und das heißt in erster Linie den Verhandlungspartner zu respektieren. An ihren Taten kann man sie erkennen, nicht an ihren Worten, von denen Trump viele abgelassen hat, das hat Mohamed Ali aber auch und das war nichts weiter als ein Teil seiner Show. Erst die Taten von Trump, dessen Großvater übrigens aus der Pfalz kam, werden zeigen wer er ist.

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