Montag, 24. Oktober 2016

Strategieentwicklung zur Legalisierung in Düsseldorf

 

Pläne des Stadtrats konkretisieren sich

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Der Düsseldorfer Stadtrat hat bereits vor gut einem Jahr beschlossen, dass in der Stadt Möglichkeiten geschaffen werden sollen Cannabis legal zu erwerben. Damals bekräftigte Düsseldorf auch seine Zustimmung zum Berliner Versuch ein Modellprojekt für die legale Abgabe von Cannabis zu schaffen. Die Grünen waren damals mit ihrem Vorhaben gescheitert, doch Düsseldorf kann aus den gemachten Erfahrungen lernen. Die Pläne nehmen langsam Gestalt an. Diesen Herbst arbeitet die sogenannte „AG-Cannabis“ des Düsseldorfer Gesundheitsamts daran, eine Strategie zu entwickeln, die die legale Abgabe von Cannabis ermöglicht.

 

Der Plan des Gesundheitsamts sieht vor zuerst eine Genehmigung für eine wissenschaftliche Studie vom Bundesinstitut für Arzneimittel (BfAM) zu erhalten. Im Zuge dieser Studie soll es den registrierten Teilnehmern ermöglicht werden Cannabis legal in zum Beispiel Apotheken zu erwerben. Damit soll wissenschaftlich untersucht werden, wie sich der legale Verkauf auf die einzelnen Konsumenten sowie auf die Stadt und die Gesellschaft auswirkt. Wenn die Studie zu positiven Ergebnissen kommt, soll es im nächsten Schritt jedem Erwachsenen gestattet werden Cannabis legal auch ohne Rezept käuflich zu erwerben.

 

Düsseldorf hofft, dass das BfAM auf Grund der angelegten wissenschaftlichen Studie eine Genehmigung des Projekts erteilen wird. Anfang Dezember veranstaltet das Gesundheitsamt dazu eine „Fachtagung Cannabis“ im Düsseldorfer Rathaus. Hier soll unter anderem die Strategie für das geplante Modellprojekt mit der Unterstützung von Experten aus Berlin konkretisiert werden.

 

8 Antworten auf „Strategieentwicklung zur Legalisierung in Düsseldorf

  1. Candy

    Ich fürchte ja, dass es am BfAM scheitern wird, lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

  2. fred vom jupiter

    Fragt sich mal wieder nur, woher das Gras dann kommen soll. Das muss man ja auch geregelt haben, noch bevor man den Antrag stellt. Die Frage interessiert mich eigentlich auch am meisten. Dass früher oder später mal in einer deutschen Stadt ein Modellprojekt zur legalen Cannabisabgabe stattfindet, ist ja eigentlich nur eine Frage der Zeit. Aber wie wird dann von wem angebaut werden? Wie werden die Sorten ausgewählt? Wo kommt die Genetik dann her? Wo wird auf Wirkstoffe getestet?…usw usw

  3. Lars Rogg

    Die Frage ist doch wer die Erfahrungen auswertet.
    Schon jetzt sind die Tatsachen auf dem Tisch. Nur in Deutschland muss das Rad halt mal wieder neu erfunden werden.
    Es ist langsam nur noch peinlich ein Deutscher zu sein !!!
    An alle Pegida Anhänger…lasst den Arm unten, ihr seid noch peinlicher als die deutsche Drogenpolitik…

  4. Jack

    @fred vom jupiter

    Also ich denke man wird sich mit der Firma Bedrocan(Hersteller u aktueller Apothekenlieferant)zusammensetzen.
    Bedrocan verlangt derzeit für 5gr ca 80€.
    Sortenwahl ist nicht gegeben u Qualität nicht gleichbleibend.

  5. Papa

    Hi Leute,
    sollte es zu einer positiven Entscheidung kommen ist doch das erste Weed bereits fertig.

    Da wir in D wohnen und das Umsetzen von Verordnungen nicht von heut auf morgen geschieht, haben wir genug Zeit eine Entscheidung über Zulasungen und den Anbau zu organisieren.

    Aber mal ehrlich ist,doch ein guter Weg würd ich sagen.
    A hanfigs Grüssle

  6. Ralf

    Der Plan des Gesundheitsamts sieht vor zuerst eine Genehmigung für eine wissenschaftliche Studie vom Bundesinstitut für Arzneimittel (BfAM) zu erhalten. Im Zuge dieser Studie soll es den registrierten Teilnehmern ermöglicht werden Cannabis legal in zum Beispiel Apotheken zu erwerben. Damit soll wissenschaftlich untersucht werden, wie sich der legale Verkauf auf die einzelnen Konsumenten sowie auf die Stadt und die Gesellschaft auswirkt.

    Wenn man solchen Schwachsinn liest, könnte man doch direkt meinen, die Prohibition wäre aus seriösen Gründen entstanden, und hätte irgend etwas mit vorher bekannten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu tun ! Welch eine Verharmlosung dieses Verbrechens gegen die Menschlichkeit, mir kommt dabei die Ko..e hoch !

    [… „Wir wussten, dass wir es nicht illegal machen konnten, gegen den Krieg oder schwarz zu sein, aber indem wir die Öffentlichkeit dazu brachten, die Hippies mit Marihuana und die Schwarzen mit Heroin zu assoziieren, und beides streng kriminalisierten, konnten wir diese Bevölkerungsgruppen schwächen. Wir konnten ihre Anführer festnehmen, Razzien in ihren Häusern durchführen, ihre Treffen auflösen, und sie Abend für Abend in den Nachrichten diffamieren. Wussten wir, dass wir logen, was die Drogen anging? Natürlich wussten wir das.“ …]

    Zitat: John Ehrlichmann, ehemaliger Nixon-Berater.

  7. Ralf

    Der Bundesmafia für Arzneimittel sind wissenschaftliche Erkenntnisse Scheiß Egal, es sei denn, sie kann unser Kraut direkt in die Hände der schon bereit stehenden Pharma Aasgeier legen. Deswegen wird es sicher nix werden!

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