Freitag, 14. Oktober 2016

Narco Wars – Der Globale Drogenkrieg

Buchtipp

 

narco-wars

 

Martin Sprecht

 

Die WHO schätzt, dass 300 Millionen Menschen weltweit illegale Drogen konsumieren. Rund 300 Milliarden Euro Umsatz wird jährlich mit dem Drogenhandel gemacht. 90 Milliarden werden wiederum ausgegeben, um die Drogenkriminalität zu bekämpfen und den Handel einzudämmen. Soweit die Zahlen. Dahinter stehen Einzelschicksale und Tragödien. Während der „Krieg gegen Drogen“ in den Abnehmerländern meist das Leben einzelner zerstört, geißelt er in den Erzeuger und Transitstaaten ganze Regionen und Bevölkerungsschichten.

 

Der Journalist Martin Specht hat sich auf die Reise begeben, um an Orten, an denen der Drogenkrieg am heftigsten tobt mit einigen der Akteure zu sprechen. Er besucht eine Coca-Plantage und trifft in Honduras einen Auftragsmörder, der seinen Job „liebt“ und für ein kolumbianisches Drogenkartell Menschen umbringt. In Kolumbien spricht er mit den Hinterbliebenen Pablo Escobars und zeichnet den Aufstieg des ehemals so mächtigen Drogenbosses nach, der es bis in die Politik geschafft hat. Gleichzeitig begleitet er einen Menschenrechtsaktivisten in Mexiko und spricht in Den Haag mit den Europol Beamten „Mr. Kokain“ und „Mr. Heroin“. Schließlich offenbart sich ihm in Afghanistan die Vermischung des „Krieg gegen Drogen“ mit dem „Krieg gegen den Terrorismus“, welche sich ebenso in Syrien abzeichnet.

 

Specht wagt keinen Blick in die Zukunft, stellt jedoch globale Zusammenhänge her. Drogen wie Kokain und Heroin werden, wie auch Kaffee oder Kakao in Entwicklungsländern und Schwellenländern produziert und in die wohlhabenderen Industrienationen exportiert. Die Bezahlung der Bauern ist schlecht genau wie die Arbeitsbedingungen. Doch während bei Kaffee und Kakao durch Aufklärung und Programme für fairen Handel die Bedingungen teilweise verbessert werden konnten, ist man bei den illegalen Substanzen weit davon entfernt, Verbesserungen für die Produzenten zu erreichen.

Specht erzählt keine Geschichten. Seine Darstellungen sind viel mehr Momentaufnahmen der jeweiligen Begegnungen, die er mit historischen Fakten unterfüttert. Er verknüpft Hintergrundinformationen mit Lebensgeschichten und seinen persönlichen Eindrücken. Dabei zeichnet er ein Bild, das nicht vollständig ist, welches aber mehr als deutlich die Lebensrealität der Betroffenen veranschaulicht.

 

„Narco Wars – Der globale Drogenkrieg“ ist seit August 2016 über den Christoph Links Verlag als Buch und als E-Book erhältlich.

 

Foto: Ch. Links Verlag

 

Eine Antwort auf „Narco Wars – Der Globale Drogenkrieg

  1. https://diehanfinitiative.de/index.php/prohibition/13-banken-und-oder-kriege

    Das Konzept kommt mir bekannt vor 😉 Bitte lesen und verbreiten. Wir können nicht genug Hintergrundwissen haben. Die Prohibitionisten dürfen keine Debatte mehr gewinnen. Ihre „Expertise“ muß stets dokumentiert, hinterfragt und geprüft werden. Viele PolitikerInnen haben sich angewöhnt mit „Phrasen“ zu arbeiten. Diese müssen wir entlarven und als das brandmarken was sie sind: Lügen und Verbrechen! Lokal, global, universell! 😉

    Wir recherchieren schon seit Jahren zur „Deutschen Bank“ und mittlerweile sind viele Fakten an’s „Tageslicht“ gekommen. Es warten noch mehr… im Dunkel der Prohibition. Einen Teil hatten wir hier anklingen lassen – hinter einem Link verbirgt sich dort auch ein kleiner Hinweis zur größten deutschen Privatbank: „too big to fail – to big to jail!“

    Hier mehr: https://diehanfinitiative.de/index.php/prohibition/13-banken-und-oder-kriege

    [… Über dem Gesetze stehend

    Die US-Bank Wachovia (inzwischen Teil von Wells Fargo) ist der schlagende Beweis, dass sich Kriminalität auszahlt: Man wasche Drogengelder im Wert von rund 400 Milliarden Dollar – und zahle knapp 160 Millionen Dollar Strafe.

    Von Lars Schall

    Vor zwei Tagen wurde ich durch Peter Dale Scott, einem absoluten Fachmann für die weitverzweigten Wege des globalen Drogengeschäfts (i), auf einen Artikel im The Guardian hingewiesen: “How a big US bank laundered billions from Mexico’s murderous drug gangs.” (ii) Hier wird berichtet, dass die US-Bank Wachovia, die nunmehr zu Wells Fargo gehört, in einem Geldwäschegeschäft engagiert war, das zu den weltweit größten seiner Art zählt. … …] Es ist ein SYSTEM! OK! 🙂 Gerade bei Wells Fargo gab es nun wieder „Unregelmäßigkeiten“. Dazu empfehlen wir auch die Ausführungen von Catherine Austin Fitts einmal anzusehen.

    Liebe Grüße und viel Erfolg mit dem Buch 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.