Freitag, 30. September 2016

Busverbot wegen Marihuanageruchs

 

Passagier wird aus Bus geworfen

Grafik: Lukas Tkotz
Grafik: Lukas Tkotz

 

Weil ein Cannabisaktivist aus Bremerton, im US-Bundesstaat Washington, zu sehr nach Marihuana gerochen haben soll, hat er von der öffentlichen Verkehrsgesellschaft Haus- bzw. Busverbot erhalten. Matthew Little ist Cannabispatient und ein stadtbekannter Aktivist. Bei einer Fahrt wurde er vom Fahrer aus dem Bus geworfen und erhielt ein sechsmonatiges Verbot die Fahrzeuge der Gesellschaft zu benutzen. Aktuelle darf er sich nicht einmal an den Haltestellen aufhalten.

 

Little war der erste Fahrgast in diesem Jahr, der wegen zu starkem Marihuanageruch Busverbot erhalten hat. Die Verkehrsgesellschaft Kitsap Transit behält sich das Recht vor Menschen, von denen ein zu starker Geruch nach Katzenurin, menschlicher Fäkalien, Körpergeruch oder andere schlechte Gerüche ausgehen, zu untersagen die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Die betreffenden Personen werden mindestens drei Mal gewahrt bevor ein Verbot ausgesprochen wird.

 

Little hat für das Verbot keinerlei Verständnis. Seiner Aussage nach sei er ohne jegliche Warnung aus dem Bus geworfen worden. „Von Zeit zu Zeit rieche ich, als hätte ich gerade Marihuana geraucht, weil ich es wahrscheinlich gerade getan habe.“ so Little, der nicht weiß, wie er zukünftig seinen Arzt aussuchen soll. Sein Geruch habe andere Passagiere „unverhältnismäßig stark gestört“ heißt es in den Anschuldigungen von Kitsap Transit. Dort habe man mindestens vier Fälle von Beschwerden gegen ihn dokumentiert. Der Geruch sei so stark gewesen, dass „der Fahrer angefangen hat zu husten und sein Nase bedecken musste“. Seitens des Unternehmens hieß es weiter, dass man „nicht generell gegen Marihuanageruch vorgehe, dieser jedoch nicht akzeptabel ist, wenn sich Fahrer und andere Fahrgäste unwohl fühlen.“ Little will das Verbot nicht akzeptieren und rechtlich dagegen vorgehen.

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