Freitag, 23. September 2016

Zwangsgeld für Deutsche Cannabis AG von 140.000 Euro

 

Festsetzung noch anfechtbar

Profit
Foto: aranjuez1404 – creative commons.

 

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht (BaFin) hat der Deutschen Cannabis AG ein Zwangsgeld von 140.000 Euro auferlegt. Grund dafür ist ein Verstoß gegen die Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG), wie die ARD gestern berichtete. Die AG hatte es bisher versäumt die Jahresbilanz aus dem Jahr 2015 zu veröffentlichten. Diese muss laut Gesetzt vier Monate nach Abschluss des Geschäftsjahres erstellt und veröffentlicht werden. Bisher liegt nur der Jahresabschluss aus dem Jahr 2014 vor.

 

Vorstand André Müller äußerte sich gegenüber boerse.ARD wie folgt: »Die in Rede stehenden Abschlüsse sind für uns nur unter großen Schwierigkeiten erstellbar, da eine geordnete Übergabe durch die früheren Organe nie stattgefunden hat. Dennoch gehen wir davon aus, die Abschlüsse noch in diesem Jahr fertigzustellen und auf dieser Grundlage auch eine Verständigung mit der Behörde erzielen zu können.« Erst wenn der Abschluss vorliegt, kann die Deutsche Cannabis das Zwangsgeld anfechten.

 

Das Berliner Beteiligungsunternehmen war einst auf Aktien von Solarparks und Betreibern von Photovoltaikanlagen spezialisiert, ist jedoch damit 2013 insolvent gegangen. Im September 2014 wurde von den Aktionären dann die Umstellung auf Cannabis beschlossen. Derzeit konzentriert sich die Gesellschaft auf Unternehmen in den USA. Die wirtschaftlichen Erfolge, die in den Vereinigten Staaten zu verzeichnen sind, spiegeln sich allerdings noch nicht in den Zahlen der Cannabis AG wieder. Anfänglich lag der Preis pro Aktie bei knapp einem Euro, doch wie allgemein bei der Kursentwicklung von Cannabis-Aktien zu  bemerken war, ist die erste Euphorie verebbt und die Kurse sanken deutlich ab. Aktuell ist die Aktie ein Pennystock mit einem Wert von 30 Cent. Damit hat die Deutsche Cannabis AG gerade mal einen Unternehmenswert von knapp 800.000 Euro.

 

 

 

 

2 Antworten auf „Zwangsgeld für Deutsche Cannabis AG von 140.000 Euro

  1. Ralf

    Scheiß auf alle AG`s dieser Welt. Sie sind die Grundlage für den Raubbau auf dieser Erde und werden für den Cannabisanbau nicht gebraucht, so wie eigentlich auch sonst für nix. Sie stellen genau diese Machtkonzentrationen her, die es nicht geben dürfte und die für alles schechte auf der Erde verantwortlich sind. Kommt unser Kraut in die Hände dieser Leute, wird alles pervertiert für das Cannabisuser normalerweise stehen. Ich sehe jetzt schon die streng bewachten Hanfmonokulturen die das Potenzial dieser Pflanze in`s Gegenteil verkehren werden und unseren Böden durch Überdüngung den Rest geben. Nur in kleinräumiger Landwirtschaft mit Fruchtwechsel und gemeinsamen Anbau mit anderen Nutzpflanzen kann der Hanf die Böden regenerieren und etwas gutes bewirken.

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