Dienstag, 30. August 2016

Israel will medizinisches Cannabis exportieren

 

Beschränkungen für den Cannabis-Anbau gelockert

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Einige Wochen nachdem die israelische Regierung beschlossen hat den Zugang zu medizinischem Cannabis für Patienten zu erleichtern, hat Landwirtschaftsminister Uri Ariel angekündigt, dass Israel mit dem Export von Cannabis-Medizin ins Ausland beginnen werde. „In zwei Jahren werden wir Richtlinien festgelegt haben, die es Bauern erlauben Cannabis anzubauen“ teilte der Minister, Israel Radio am Sonntag mit. „Das Landwirtschaftsministerium hat spezielle Anlagen für Forschung und den Anbau von Cannabis genehmigt, eine Pflanze deren Hauptnutzen die medizinische Behandlung von Patienten auf der ganzen Welt darstellt“ so Ariel weiter.

 

Der Minister gab zudem bekannt, dass er vorhabe die Bestrebungen zu genehmigen in Israel angebautes medizinisches Marihuana ins Ausland zu exportieren. Im Juni hatte die Regierung bereits die Beschränkungen für den Anbau gelockert, um die Versorgung der rund 23.000 Patienten zu verbessern. Nach dem Gesetzesentwurf des Gesundheitsministers Yaakov Litzman soll die Anzahl der Cannabis-Anbauer nicht limitiert werden. Zudem plane man mehr Ärzte zuzulassen, die Cannabis verschreiben können. Die Versorgung solle über die örtlichen Apotheken gewährleistet werden.

 

Das Justizministerium hat in den vergangenen Monaten zudem die Möglichkeit untersucht den Konsum von so genannten weichen Drogen, wie Cannabis zu entkriminalisieren. Nach Aussage des Justizministers Ayelet Shaked hätten Konsumenten dann nur noch ein Bußgeld zu zahlen ohne, dass sie strafrechtlich belangt werden würden. Bis zu 15 Gramm könnten für Personen ab dem 21. Lebensjahr entkriminalisiert werden. Wann und ob das medizinische Cannabis aus Israel auch in Deutschland erhältlich sein wird, ist derzeit noch völlig offen.

 

10 Antworten auf „Israel will medizinisches Cannabis exportieren

  1. Rainer

    Zwei Jahre ist für die Cannabispatienten schon quälend lang.Um Versorgungsengpässe zu verhindern wären sofortige Verbesserungen erforderlich. Die Liberalisierung in sachen Cannabis wird ohnehin schon viel zu lange hinausgezögert.

  2. Hans Furth

    Wartet nur ab, unser ach so nette Herr Gröhe ist doch gerade in Amerika um sich nach Krebstherapien zu erkundigen Der Gesetzentwurf liegt ja gerade noch auf Eis wies ausschaut. Anwendungserweiterungen für Sativex, sowie das neue Epidiolex werden der renner 😉 Absätze der Cannabis basierten Medikamente werden drastisch steigen, während Medizinisches Marihuana erst Importiert und dann natürlich Staatlich angebaut wird. GW Pharmaceuticals hat da einfach die Monopolstellung. Und Firma Bayer freuts, denn die dürfens verkaufen. Und dass es zumindest in D. so bleibt, mit der Illegalisierung,dafür wurde auch gesorgt. Und ich spreche das auch Öffentlich und ohne Angst aus. Eine Sauerei dass unsere Drogenbeauftragte mit Pharmafirmen zusammenarbeitet, ja ihrer Familie aufträge zugespielt wurden was sich deutlich in zahlen und fakten belegen lässt. Um eine Haltung im Amt zu vertreten wider des gesunden Menschenverstandes und der Moral, geschweige denn zum wohle des Volkes. Und niemand kümmerts 🙂 strukturelle Korruption, Vetternwirtschaft, Vorteilsgewährung im Amt. Und um mir falsche Verdächtigung anzukreiden, müssten diese erst mal wiederlegt werden. Wir werden belogen und betrogen, kriminalisiert und stigmatisiert, kranke wurden jaahrelang verarscht und hingehalten, auch jetzt noch. Und alles nur aus finanzieller Gier. Danke Bundesregierung, für diese unverhältnismäßige und verlogene politik.

  3. Hans Furth

    Dez 2015 patent No. 9,205,063 dieses Patent (eines von sehr vielen bezüglich Hanf ) hat die rechte an Hanf als freie Pflanze so gut wie beerdigt. R.I.P.
    The patent lists all the usual active components of cannabis: THC, CBD, terpenes, sterols, triglycerides, alkanes, flavonoids, etc.

    The potential value of patent No. 9,205,063 is clear. GW Pharma is trying to claim ownership of cannabis as a drug in the prevention and treatment of Alzheimer’s disease, Parkinson’s disease, and multiple sclerosis.

  4. Littleganja mit Ausnahmeerlaubnis

    Ab heute gibt es die neuen Sorten aus Cannada von der Firma TWEED in der Apotheke, werde mir mal jede Sorte (ausgenommen CBD – Sorten) bestellen und berichten.
    In den Youtube Videos (nicht von Tweed selbst) sehen die Buds viel besser aus wie die von Bedrocan.
    Ein weiterer Vorteil von Tweed, die bauen nur auf Erde an, das Weed schmeckt dann nach meinem Empfinden besser und geht nich so auf die Lunge.

  5. Littleganja mit Ausnahmeerlaubnis

    Update: Sind nur zwei Sorten verfügbar Aygle & Princeton letzteres ist laut Hersteller Ghost Train Haze.
    Zum Preis: 5 – 10g wie bei Bedrocan 15Euro je Gramm + 5,95Euro Lieferung
    Ab 20g wird die Lieferung Kostenlos + der Grammpreis reduziert sich auf 13,66Euro je Gramm
    Laut Apotheke sind Bestellungen bis über 60 Gramm möglich, den Preis hierfür werde ich noch in Erfahrung bringen vermute aber so 11,00 Euro pro Gramm, da kann Bedrocan einpacken!

  6. Hans Wurst

    @Hans Furth
    Bei den von Ihnen genannten Patent geht es aber um Cannabisextrakt der aus der Pflanze gewonnen wird zum Einsatz als Neuroprotektiva. Die Pföanze an sich wurde nicht patentiert. Das wird wohl auch kaum möglich sein, da Cannabis keine Erfindung ist.

  7. Hans Wurst

    Hier der Link dazu: https://www.google.com/patents/US9205063

    „This application is a continuation of U.S. application Ser. No. 12/087,847, filed Jun. 4, 2010, which is a national stage filing under 35 U.S.C. §371 of international application PCT/GB2007/000122, filed Jan. 17, 2007, which was published under PCT Article 21(2) in English, the contents of which are incorporated by reference in their entirety.“

    Das bedeutet, dass dieses Patent nur in den USA gültig ist.

  8. Hans Wurst

    Okay, habe mich verlesen. Das Patent ist doch in mehreren Ländern gültig. Allerdings anscheindend nicht in Deutschland

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