Donnerstag, 28. Juli 2016

Gartenparty oder Darknet

 

Gleiches Thema – anderer Ansatz

 

Besuch von den Grünen Männchen
Grafik: Marker

 

Es gibt den ersten amerikanischen Werbespot für psychoaktive Cannabisprodukte. Die Firma Mirthprovisions drehte für ihre Hanf-Getränkemarke Legal einen TV-Werbespot, um neue Potheads anzusprechen. Mit diesem Schritt betritt sie wohl absolutes Neuland, wie man auf Leafly.com in Erfahrung bringen kann. In Deutschland wird dagegen immer stärker das Darknet betreten, um sich mit illegalen Rauschmitteln zu versorgen. Was ist also besser: Gartenparty oder Darknet?

 

 

Das am vergangenen Montag veröffentlichte Musikvideo mit einer Spielzeit von eineinhalb Minuten zeigt ein etwas übertriebenes Barbecue auf einem Privatgrundstück in Portland – Oregon. Erwachsene feiern dort mit einer Band eine Gartenparty und amüsieren sich dank der hanfhaltigen Getränke ausgelassen, aber friedlich. Da es noch keine rechtlichen Richtlinien für die Vermarktung von derartiger Cannabisware gibt, hätte man sich einfach an den geltenden Regeln für Spirituosen orientiert. Vier verschiedene Geschmacks- und Wirkungsrichtungen hat der Hersteller im Angebot, der auch mit THC-Sprays Genusskonsumenten bedient. Die Dreharbeiten fanden in dem Garten eines Mitarbeiters der engagierten Filmfirma statt, weshalb der Spot sogar als äußerst authentisch wahrgenommen wurde.

 

In Deutschland muss sich der Genusskonsument dagegen immer weiter von der unerträglichen Prohibitionsrealität entfernen und versucht daher immer häufiger anonym via Darknet an die begehrten Rauschprodukte zu gelangen. In einem nahezu rechtsfreien Raum, in dem geballte kriminelle Strukturen das gesammelte Portfolio für virtuelle Werte anbietet, bestellen Minderjährige ihr Marihuana erfolgreich mit der Post – falls sie kein größeres Interesse an scharfen Waffen oder gefälschten Papieren haben. Ein Zuwachs der Besuche im Darknet von 200 % Prozent soll laut dazu befragtem Kriminalhauptkommissar Otmar Hertwig im gesamten Bundesgebiet messbar sein.

 

Auf eine vergleichbare Steigerung des Absatzes kann die Firma Mirthprovision bei ihrem legalen Cannabisgetränk nun wohl nur hoffen. Daher nochmals die Frage:
Gartenparty oder Darknet?

8 Antworten auf „Gartenparty oder Darknet

  1. X-KIFFER

    Man kann sich was zu rauchen im Internet bestellen und das wird dann ordnungsgemäß per Paket-Versandt zugestellt ohne das einem die Bullen auf die Hühneraugen treten?
    Wie geil ist das denn?
    HaJo berichtet doch bitte mal ausführlicher darüber, auch wie man das am besten macht, dann kann man sich den ganzen Mist mit Growroom ect. sparen.
    Ich würde gerne nach der langen Zeit – bin jetzt etliche Jahre clean – mal wieder ein leckeres Tütchen rauchen.

  2. Kanzler

    Anonym zu bezahlen stelle ich mir schwierig vor.

    Aus Bitcoin-Mixern nutzt man glaub ich auch nur die Coins anderer Leute, die man dann in seine Geschäfte hinein zieht.

    Aber was teilweise im Darknet abgeht ist sowieso der GRÖßTE SCHEIß.

  3. Jemand

    @X-Kiffer
    Das ist im Prinzip genauso einfach wie etwas bei Amazon zu bestellen!
    Genaue Infos möchte ich ais Jugendschutzgründen hier aber öffentlich nicht bekannt geben (Ich bitte um Verstandniss!) aber du brauchst einen TOR Browser den Rest bitte selbst recherchieren!

  4. Cookie

    Besser selbst machen ;). Da weiß man erstens was man hat und außerdem unterstützt man so nicht den Schwarzmarkt und deren zum Teil wirklich kriminellen Machenschaften. Abgesehen davon würde ich mir nichts dergleichen mit der Post zuschicken lassen – trotz angeblichem Postgeheimnis kann es einem da leicht passieren, dass statt des Pakets mit der netten Rauschware die Polizei vor der Tür steht.

  5. Ulfus Maximus

    Also ich würde die legale Gartenparty dem Darknet vorziehen! 🙂 (um auf die Frage des Autors einzugehen)

  6. plsnospam

    fud wegen Waffen finde ich unangebracht.
    Der Typ aus München hat über ein Jahr suchen müssen.

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