Donnerstag, 21. Juli 2016

Musitipps Juli 2016

 

 

 

Ganjaman – Sinnphonie

 

ganjaman

 

Fünf Alben in 14 Jahren. Ganjaman lässt sich Zeit, um seine Musik und Gedanken reifen zu lassen. Der Berliner Künstler wurde zum Sinnbild des positiven deutschen Reggaes, dessen Musik viele immer wieder aufs Neue inspiriert. Am 13. Mai ist sein neues Album Sinnphonie bei MKZwo Records erschienen. Trotz der altbekannten Botschaften haben Ganjamans Lieder nichts an Aussagekraft und Energie verloren. Wie kein anderer schafft er es mit seinen konsequent auf Deutsch gesungenen Texten den Zuhörenden immer neue Zuversicht zu vermitteln.

Die modernen und beschwingenden Reggae-Instrumentale wurden zusammen mit der österreichischen House of Riddim Band entwickelt mit der Ganjaman seit Jahren verbunden ist. In seinen Texten klagt er an und zeigt gleichzeitig Alternativen auf und entfacht Hoffnung. Anstatt nur zu jammern, wird Ganjaman nicht müde darauf hinzuweisen, dass wir unser Schicksal selbst in der Hand haben. Er singt nicht nur von Liebe sondern lebst diese auch in seinen Songs. Den Sommer über kann Ganjaman auf diversen Festivals angetroffen werden.

 

www.ganjaman.info

Foto: Ganjaman

 

 

Dellé – Néo

 

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Eine Band- und Solokarriere unter einen Hut zu bringen, ist keine leichte Aufgabe. Frank Dellé – einer der drei Frontmänner von Seeed – und die Band selbst schaffen es jedoch immer wieder sich die nötigen Freiräume zu geben, um eigene Projekte zu verfolgen. Während Seeed erneut Pause macht, veröffentlichte Dellé sein zweites Soloalbum „Néo“, welches am 24. Juni 2016 bei Virgin Records erschienen ist. Dellé nutzt das Album wie ein Tagebuch, um die letzten sieben Jahre seit seinem Debüt Revue passieren zu lassen. Dabei verarbeitet er Erfahrungen genauso wie Ängste. Der Wandel des Älterwerdens, den Dellé in „TicToc“ mit Gentleman verarbeitet, ist dabei nur eine von vielen Erkenntnissen.

War der Vorgänger „Before I Grow Old“ ein reines Roots Reggae-Album, ist „Néo“ um einiges vielschichtiger. Dellé experimentiert mit verschiedenen Musikrichtungen und bleibt dabei doch seiner musikalischen Heimat treu. Damit wehrt er sich gegen gängige Klischees, die dem Genre anheften und präsentiert Reggae und Dancehall auf erfrischend andere Weise.

 

www.dellee.de

Foto: ballyhoo media

 

 

Paper Tigre – The Screw

 

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Mit den drei Alben „Papier Tigre“ (2007), „The Beginning And End Of Now“ (2008) und „Recreation“ (2012) sind Papier Tigre keine Neulinge im Geschäft. Dazu kommen 50 Shows in 25 Ländern sowie Musikprojekte wie The Patriotic Sunday, La Colonie De Vacances oder Room 204, in denen sich die Bandmitglieder regelmäßig austoben können. Inspiriert durch Bands wie The Heat oder Minutemen haben sich Papier Tigre der Indie Rockmusik verschreiben. Nun ist das vierte Album der Band „The Screw“ in die Läden gekommen, welches seit dem 10. Juni 2016 über Function Records/ Cargo zu haben ist.

Auf der neuen Scheibe präsentieren sich Papier Tigre experimentierfreudiger und wilder, jedoch gleichzeitig auch melancholischer und ungeduldiger als noch auf den Vorgängern. In dem Wechsel der Stimmungen stellt das Trio seine Vielseitigkeit unter Beweis. Die Songs wirken zuweilen etwas abgehackt und improvisiert, so als würden die Musiker keinem vorgefertigten Plan folgen. Dennoch schaffen sie es die Balance zu halten, damit der Hörer immer wieder auf dem Zug aufspringen kann.

 

www.papiertigre.com

Foto: Anger Management

 

 

DJ Spinna presents The Wonder of Stevie Vol. 3

 

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Stevie Wonder gehört zu den größten Musikern seines Genres. Dessen ist sich auch ein Mann bewusst, der sich selbst als DJ einen großen Namen gemacht hat. Seine erste Gruppe waren die Jigmastas. Neben weltweiten Auftritten hat DJ Spinna zudem zahlreiche Hip Hop Produktionen vorzuweisen und arbeitete unter anderem mit Eminem zusammen. Besonderen Wert für Spinna hatte seit jeher seine Freundschaft mit Stevie Wonder, den der DJ als Idol bezeichnet und der seinen Produktionsstil mit geprägt hat.

Stevie Wonder zu ehren hat DJ Spinna nun eine Kollektion mit Coverversionen und Songs, die von Stevie Wonder geschrieben wurden herausgebracht. „DJ Spinna presents The Wonder of Stevie“ geht inzwischen in die dritte Runde und wurde am 24. Juni 2016 bei BBE Records veröffentlicht. Die Doppel-CD beinhaltet sowohl einen einstündigen Mix von DJ Spinna sowie eine CD mit den einzelnen Songs. Die Zusammenstellung ist eine wundervolle Hommage an einen großartigen Künstler und eine ebenso großartige Epoche der Musikgeschichte, die bis heute nachwirkt.

 

www.bbemusic.com

Foto: BBE records

 

 

Jahcoustix – Seriously Positive

 

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In harten Zeiten positiv zu bleiben und nicht den Mut zu verlieren ist nicht einfach und erfordert innere Stärke. Genau dieser Kunst hat sich Jahcoustix in seinem neuen Album gewidmet. Dabei verbindet er ernste und nachdenkliche Texte mit einer positiven und kraftvollen Musik, die seit jeher dazu genutzt wird kritische und rebellische Botschaften zu transportieren. So werden trotz der schwermütigen Themen immer wieder auch Lichtblicke aufgezeigt und neuer Mut geweckt, weiter zu machen und zumindest die eigene Welt ein kleines Stückchen besser zu machen.

„Seriously Positive“ ist inzwischen Jahcoustix‘ siebentes Studio-Album, welches seit dem 03. Juni 2016 über Irievibrations Records erhältlich ist. Musikalisch orientiert sich der Künstler dabei an seinen jamaikanischen Vorbildern und dem Reggae-Sound der 1970er Jahre. So kommen einige der Instrumentale fast schon etwas seicht daher, wovon man sich jedoch keinesfalls täuschen lassen sollte. Neben drei Dub-Mixes sind Features von Akea Beka (ehemaliger Midnite Sänger) und Uwe Banto zu finden.

 

www.jahcoustix.de

Foto: Irievibrations Records

 

 

Gregory Porter – Take Me To The Alley

 

gPorter

 

Spätestens seit seinem letzten Album „Liquid Sprit“ welches die hohen Erwartungen von Fans und Kritikern bei weitem übertroffen hat, gilt Gregory Porter als vielversprechendster und beeindruckendster Jazzsänger und Songwriter der Gegenwart. Mit seiner mal gefühlvollen, mal kraftvollen aber immer durchdringenden Stimmer wurde Porter mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichnet und gewann zudem einen Grammy. So kam es, dass der einzigartige Sänger in der letzten Zeit fast pausenlos auf Tour war. Am 06. Mai ist nun sein heiß ersehntes neues Album „Take Me To The Alley“ bei Universal Music erschienen.

Mit seiner authentischen und kraftvollen Art schafft es Porter, Songs zu kreieren, die perfekt den Geist der Zeit widerspiegeln. Viele von ihnen haben dabei das Potenzial zu Jazz-Klassikern zu werden, die noch Jahrzehnte später von anderen gecovert werden. Das Ausnahmetalent, welches eigentlich eine Football-Karriere anstrebte, schafft es weit über die Grenzen seines Genres hinaus Menschen mit seiner Musik zu erreichen und Herzen zu berühren.

 

www.gregoryporter.com

Foto: Universal Music

 

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