Freitag, 15. Juli 2016

Vermeintlicher Drogenfund kostet Steuergelder

 

Polizei zahlt 195.000 $ Dollar für Seife

 

gieriger-bulle-polizist

 

Wie aufgeschlossene Bürger bereits wissen, bezahlt die Berliner Polizei durch die angewandte Null-Toleranz-Politik Frank Henkels circa 40 € Euro pro Gramm Marihuana. Arbeitsstunden und Erfolg stehen in keinem Verhältnis, bei den regulären Schwarzmarktpreisen von unter 10 € Euro pro Gramm. Dass aber auch anderswo das Geld zum Fenster heraus geschmissen wird, beweist ein Fall aus den mittlerweile wesentlich liberaleren USA. Ein vermeintlicher Drogenfund kostet Steuergelder in Höhe von knapp 200.000 $ Dollar – die Polizei hielt Seife für Kokain.

 

Im November 2013 geriet Alexander Bernstein als Beifahrer in einem Mercedes Benz in eine Polizeikontrolle. Da der Wagen für die Polizisten nach Marihuana gerochen haben soll, untersuchten die Beamten der Pennsylvania State Police das Gefährt und fanden einen Beutel voll mit weißem Pulver. Obwohl der Fahrer den Gesetzeshütern mitzuteilen versuchte, dass es sich hierbei bloß um Seife handle, die in Heimarbeit hergestellt worden sei, wurde in einem Schnelltest festgestellt, dass man es mit der illegalen Droge Kokain zu tun hätte. 29 Tage saß der Passagier Alexander Bernstein daraufhin in einem Gefängnis ein, bis in einem Laborversuch die Wahrheit über die Substanz ans Licht kam. Tatsächlich wäre das weiße Pulver bloß zum Reinigen des Körpers verwendbar und damit der Aussage des Fahrers entsprechend einfache Seife.

 

Laut Informationen des Morning Call sei nun die Anklage des Geschädigten gegen die Polizei durch eine Zahlung von 195.000 $ Dollar beigelegt worden. Auch der Hersteller des Drogenschnelltests Safariland LLC wurde von dem zu unrecht Inhaftierten verklagt, weshalb auch hier eine Zahlungsvereinbarung getroffen wurde, um den Streit beizulegen. Die genauen Modalitäten wären aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, verriet der Anwalt des Klägers, dessen Mandant sich anscheinend auch auf ein Verschweigen jeglicher Informationen einigte. Da in Pennsylvania jedoch ein Recht auf Wissen gilt, konnte die Publikation immerhin die Summe der verbrannten Steuergelder herausfinden, die Gesetzeshüter im Namen der Prohibition für einen Beutel Seife nachträglich bezahlen mussten. 195.000 $ Dollar.

 

Nun wäscht man seine Hände wohl lieber weiterhin in Unschuld.

2 Antworten auf „Vermeintlicher Drogenfund kostet Steuergelder

  1. Fred vom Jupiter

    Na toll. Und wenn man hier zu Unrecht im Knast landet, bekommt man als Entschädigung noch nicht mal den Hartz4-Satz für die Zeit der Inhaftierung.

  2. Lars Rogg

    @Fred…

    echt jetzt, Fred, hör doch endlich mal auf zu motzen !!!!
    Du lebst in einem Rechtsstaat !!! Da ist das nunmal so…(Ironie aus)
    Dieser Rechtsstaat basiert auf Regeln, die nach ekelhaften Verbrechen und unRECHT erstellt wurden, damit ja kein Mensch mehr unter verbrecherischer Willkür, durch den Staat, leiden muss. So, jetzt alle mal kotzen…. und weiter…
    Du bist aber Kiffer, kein Mensch. Ähnlich ist es mit Knastbrüdern (und Schwestern) und Hartz4 lern. Keine Lobby oder gar Profit, ergo kein Interessse !!! Pech gehabt…Rechtsstaat, echt witzig 🙁

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