Sonntag, 10. Juli 2016

Tabak im Joint erhöht Abhängigkeitspotenziale

 

Studie über Konsumformen bestätigt erhöhtes Suchtverhalten durch Nikotin.

 

Bild: eSheep / freeimages
Bild: eSheep / freeimages

 

Londons Global University hat als erste Forschungseinrichtung unterschiedliche Konsumformen von Cannabis mit dem damit zusammenhängenden Suchtpotenzial untersucht.
Nach neusten Ergebnissen ist es weniger das Marihuana, an das sich die Leute gewöhnen – der Tabak im Joint erhöht Abhängigkeitspotenziale. Chandni Hindocha bestätigt im englischen Guardian, dass die von ihr durchgeführte Studie dieses Ergebnis aufzeige.
Während Cannabis weniger abhängig mache als Tabak, wäre die Mischung beider Substanzen in “Sportzigaretten” dafür verantwortlich, ein stärkeres Abhängigkeitsverhalten zu entwickeln.
Hindocha und ihre Kollegen analysierten das Verhalten von 33,687 Hanfnutzern aus den unterschiedlichsten Teilen der Erde sowie deren unterschiedlichen Konsumformen.
Eindeutig wäre dabei geworden, dass die Raucher von purem Cannabis am wenigsten Einwände zeigten, sich aufgrund ihres Suchtverhaltens professionell beraten zu lassen und sich für Wege aus der Hanf- oder Tabakabhängigkeit nicht groß verschließen. Die Ergebnisse würden klar dafür sprechen, dass Kiffer am ehesten für Beratung offen wären, würden sie Tabak und Marihuana nicht vermischt konsumieren. Bei dem Genuss von gemischtem Cannabis mit Tabak in Joints sei dagegen die größte Gefahr für psychische Abhängigkeit gegeben. Raucher, die Tabak und Cannabis getrennt konsumierten, hätten dagegen mehr Motivation, etwas gegen ihr ungesundes Konsumverhalten zu unternehmen.

 

Die im Frontier Journal veröffentlichten Ergebnisse der London Global University Studie verraten auch, dass besonders die Bewohner des europäischen Kontinents sehr stark unter der wohl nur durch mangelhafte Verfügbarkeit hervorgerufenen Dummheit leiden, Cannabis unbedingt mit Tabak vermengen zu wollen.
Diesen schrägen Fehler begehen nicht einmal die kiffenden Kids in Amerika.

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6 Kommentare
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Dr. Angela Merkel zur Freigabe der Heilpflanze
5 Jahre zuvor

Mann 🙂 liebes Hanfjournal, ihr seid ja ganz schön aktiv. So viele Reportagen… und das am Sonntag. Man kommt ja gar nicht mehr hinterher mit dem Lesen und verarbeiten der hochqualitativen Informationen! Wollt ihr den Pressepreis gewinnen? 😉 Aber Spaß beiseite. Ich beobachte die Tabakindustrie und ihre Machenschaften schon über einen längeren Zeitraum. Ich vergleiche die Methoden dieser Konzerne mit denen der Pharmaindustrie. Nicht zuletzt ist bekannt geworden, dass die Tabakindustrie zusätzlich zu den natürlichen etwa 4000, zum Teil sehr schädlichen und giftigen Stoffen, auch noch extra “suchterzeugende” und “suchtverstärkende” Stoffe beimengt. Nikotin ist eines der stärksten Nervengifte und hat eine regelrecht “versklavent” wirkende Fähigkeit über die nicotinischen Acetylcholinrezeptoren. Bei Heranwachsenden kann Nikotin zu Veränderungen in der Entwicklung des Nucleus… Weiterlesen »

Surak
5 Jahre zuvor

Tabak ist ein indianisches Wort für “Rauch”, sofern ich das richtig verstanden habe. Also warum beginnt die Sprachverwirrung bereits bei Columbus – ok, Babel mal außer acht gelassen – und nicht erst beim Drogenkrieg? Also was wollen die?

Daß keiner raucht? Nee…

Daß keiner was zu rauchen verkauft? Nee…

Daß keiner dran verdient? Also echt, ich geb’s auf!

Genetische Schlachtfelder - und Mafiaschutzgesetze
5 Jahre zuvor

Weil ich heute in Schreiblaune bin – noch ein Nachtrag zum Rauchen und Passivrauchen von Tabak: Neueste Forschungsergebnisse – Stichwort Epigenetik – dies sollte nicht nur werdenden Eltern zu denken geben. Aufgrund dieses Sachstandes finden wir die Relativierung und Verharmlosung von Tabakrauchen (auch passiv) und den Einfluß von Umweltgiften, nicht nur auf ungeborenes Leben, äußerst bedenklich. Warum rennen da die PolitikerInnen nicht Sturm wenn es nur um DIE KINDER… ABER DIE KINDER! geht? Also ich verstehe das nicht. Beim besten Willen verstehe ich das nicht! Wenn es in der Debatte um das BtMG und die Prohibition wirklich um gesundheitliche Bedenken geht, dann ist das was uns die Politker von CDU/CSU permanet erzählen einfach ein krimineller Irrsinn! Wer macht diesen verantwortungslosen… Weiterlesen »

Papa
Papa
5 Jahre zuvor

Was wollt Ihr, die haben doch recht!
Wär das mit FS nicht so ein Problem hätte ich nicht aufgehört.

Sollte sich das aber ändern würde ich nur aus dem Vapo rauchen.
Da brauchst du aber auch plötzlich keinen Taback oder Zigaretten usw. mehr.

WARUM AUCH !

A hanfigs Grüssle

E.B.
E.B.
5 Jahre zuvor

Surak, “bereits bei Columbus .. und nicht erst beim Drogenkrieg” Wo kommt eigentlich dieser Mythos her, dass Drogengebrauch erst seit kurzem institutionell verfolgt wird? Mal beispielhaft zur Erinnerung: 2. Mose 22.17 bzw. 18: “Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen.” Auch bereitwillig von Luther vertreten. Rodrigo de Jerez, Gefährte von Kolumbus und Tabak-Sympathiesant, wird für dieses teuflische Vergehen von der Inquisition für mehrere Jahre eingebuchtet. Das Reinheitsgebot ist ein striktes Substanzverbot. Wie hätte jemand, der meint, Cannabis o.a. liege ihm mehr als Alkohol, in solchen christlich-totalitären Zeiten auf Toleranz stoßen können? Die Anschuldigungen sind leicht auszusprechen: Magier, Wahrsager, Pakt mit dem Teufel, Ketzer etc. (Wer mag, kann dem zugutehalten, dass “betäubte” Bürger/Leibeigene seinerzeit die Landesverteidigung schwächten und dadurch die Gemeinschaft… Weiterlesen »

Mörnest
Mörnest
5 Jahre zuvor

Ich sag mal so, jedes denkende Wesen hat ab und an Bock sich abzuschießen, manche eben mit Cannabis, andere mit Alkohol. Nur der Mensch muss sich anmaßen anderen vorschreiben zu müßen was man nutzen dürfe. Letztens lag vor unserem Haus Blütenpollen einer Lindenart, die hat bereits gerochen wie Malz. Alkohol lässt grüssen, schön zu sehen wie Vögel und Eichhörnchen, seltsam gebährend davon fraßen.
Da ist kein Mortlervogel angeflogen und hat rabatz gemacht, warum auch?