Samstag, 18. Juni 2016

Mediziner gegen Cannabis

 

Sächsische Landesärztekammer gegen Blütenanwendung.

 

Bild: Susanne Winter/Archiv
Bild: Susanne Winter/Archiv

 

Gestern tagte unter anderem auch die sächsische Landesärztekammer und äußerste sich entgegen den Plänen der Regierung, Patienten mit Cannabisblüten zu versorgen und die Kosten von den Krankenkassen übernehmen zu lassen.
Mediziner gegen Cannabis.
Der im letzten Jahr gewählte Präsident der sächsischen Landesärztekammer Erik Bodendieck sprach sich auf der Veranstaltung klar verständlich gegen die Anwendung von Cannabisblüten im medizinischen Sektor aus:

 

Eine Umbenennung des giftigen Cannabiskrauts, das Abhängige konsumieren, in ‘Medizinalhanf’” oder ‘Cannabisarzneimittel’ verschleiert die Gefahren. Einzig sinnvoll wäre die Anwendung von pharmazeutisch hergestellten Reinsubstanzen in indikationsspezifischer Weise (Cannabichromen, Cannabidiol, Cannabigerol, Cannabinol). Nach Ansicht der Kommission würde nach Öffnung dieser Tür für „Schwerkranke“ der Cannabiskonsums in der gesamten Population ansteigen. Die Förderung von Missbrauchs- und Abhängigkeitsentwicklungen würde zur Regel werden.

 

Leider nennt der studierte Mediziner keine Grundlagen für seine düsteren Behauptungen, noch kann er sich auch nur auf eine Studie beziehen, die seinen ausgesprochenen Befürchtungen untermauern könnten. Eine Empfehlung zu künstlich hergestellten Cannabisprodukten zeigt einfach nur die offenen Intentionen eines üblen Pharmalobbyisten.

 

Weder in Portugal, in Israel noch den USA sorgte eine medizinische Freigabe der gemeinen Hanfpflanze für einen Anstieg des ludischen Konsums in der Gesellschaft. Selbst der freie Genusskonsum führte dazu nicht.
Das Gegenteil ist regulär der Fall – Schwarzmärkte werden klein, das Interesse junger Menschen an der verbotenen Frucht schwindet.
Gegenteilig dazu übernimmt der bereits existierende Schwarzmarkt die Versorgung aller „Suchtgiftabhängigen“ bereits heute schon mit großer Freude.

 

Vorgänger Jan Schulze sagte noch zum Antritt des sich frisch outenden Prohibitionisten im strahlend weißen Kittel:
Die Politik muss dafür sorgen, dass die Demokratie den Markt bestimmt und nicht umgekehrt.

 

Nach Meinung Herren Bodendiecks scheinen Patienten dagegen auf dem selbstbestimmenden Schwarzmarkt genau in den richtigen Händen.

 

Dies zeigt, dass die Umbenennung eines üblen Pharmalobbyquacksalbers in den Präsidenten der sächsischen Landesärztekammer die Glaubwürdigkeit einer Medizinervereinigung mächtig verringert und für die Gefahr sorgt, zukünftig gleich gar nicht mehr ernst genommen werden zu können. (Anmerk. der Red.:… giftiges Cannabiskraut … lol.)

 

Oder spinnen die Amerikaner, Herr Bodendieck? Spinnen die Kanadier, Herr Bodendieck? Spinnen die Spanier, Herr Bodendieck? Spinnen die Portugiesen, Herr Bodendieck?
Der folgenden Selbstdiagnose fehlt es bereits jetzt schon an der nötigen Realitätsnähe und Professionalität.

17 Antworten auf „Mediziner gegen Cannabis

  1. Fred vom Jupiter

    „Einzig sinnvoll wäre die Anwendung von pharmazeutisch hergestellten Reinsubstanzen in indikationsspezifischer Weise (Cannabichromen, Cannabidiol, Cannabigerol, Cannabinol).“

    So ein arroganter Nichtsraffer. Der hat wohl noch nie etwas vom Entourage-Effekt gehört.
    Sollte man drüber bescheid wissen, wenn man sich zu Cannabis als Medizin äußert.

    „Nach Ansicht der Kommission würde nach Öffnung dieser Tür für „Schwerkranke“ der Cannabiskonsums in der gesamten Population ansteigen. “

    Da würde mich interessieren, worauf diese Ansicht basiert. Denn dadurch, dass auch Konsumenten mit Strafverfolgung und Ausgrenzung zu rechnen haben, verstecken viele doch ihren Konsum. So weiß man doch heute nicht mal auf die Million genau, wie viele Konsumenten es in Deutschland überhaupt gibt. Auf der Basis von was genau, kann man sich dann zu solcher Kaffeesatzleserei hinreißen lassen? Klar werden die Konsumentenzahlen steigen, wenn’s legal ist. Es werden einfach viel mehr offen damit umgehen.
    Als sich die Schwulen nicht mehr verstecken mussten, sind die Prozentzahlen in der Bevölkerung bestimmt auch gestiegen. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass die Abschaffung des §175 StGB für mehr Homos in Deutschland gesorgt hat.
    Mal abgesehen davon, dass es so leicht ist, an Gras zu kommen, wie noch nie. Jeder, der Interesse am Kiffen hat, kann das schon probieren. Wenn man sich geschickt anstellt, macht man sich ja noch nicht mal strafbar. Konsum ist ja eh legal. Noch legaler wird der durch die Relegalisierung von allem anderen, was dazu gehört, auch nicht.
    Echt mal, so ein Dumbatz

  2. Fred vom Jupiter

    Der Typ denkt auch noch nicht mal von zwölf Uhr bis Mittags, wenn er echt meint, das pöse Cannabiskraut sei giftig. Wären die Reinsubstanzen dann nicht noch viel giftiger? Es wird doch schließlich immer erzählt, je mehr Wirkstoff, umso schädlicher. 😉

  3. Cosmo

    Der Hr. Bodendieck ist doch ein schlauer Mann. Sichert sich nur neue Einnahmequellen als Berater der CDU. Ich würde es nicht anders machen in einer solchen Position. Was ist den der Doctor -Titel in der Medizin international Wert? Irgendwie muss man ja an Kohle kommen.

  4. Exil-Sachse

    Ja, so sind sie, meine Sachsen: kahl auf dem Kopp, hohl in der Birne – braune Hinterwäldler eben.

  5. Lars Rogg

    Wenn sich Ärzte, wider besseren Wissens, zu solch einem Unsinn herablassen, kann es sich nur um gute Bezahlte, oder unsägliche Dumme Ärzte handeln. Ein Präsident der schwachsinnigen Unsinn von sich gibt…in Deutschland nix neues !!
    Das die Blüten mit ihrem vollen Wirkstoffgehalt auch sehr viel breiter wirken könnten, scheint diesen Doktoren egal zu sein. Wichtig ist, dass die Pharma zu ihren Einnahmen kommt, nicht die Patienten zu einer wirksamen Arznei- da mus man schon Prioritäten setzen !!!
    Käufliches Gesindel darf mal wieder über die Gesundheit von Bürgern entscheiden…ein sehr schlechter Witz !! Thomasius und Mortler lachen sich ins Fäustchen !! 🙁

    Wenn man sich dann noch vorstellt, dass ein großer Teil der Dr. Titel aus Plagiaten besteht…Arbeiten die aus 50 Seiten bestehen und einem Physiker nicht mal als Hausarbeit gereichen würde, führen in der Medizin zu Doktortiteln…lächerlich. !!!
    Von so Gesindel soll ich mir sagen lassen, was gut und richtig ist ?? Nee, nee…nicht mit mir…

  6. Fred

    Langsam aber sicher kommen die Lobbyisten aus den Löchern gekrochen. Sieht man da schon schwindende Einnahmen ? Wahrscheinlich ! Denn wenn jeder ein Pflänzchen im Garten sein eigen nennen dürfte, wäre so mancher Arztbesuch nicht mehr nötig, irgendwelche Schmerzmittel blieben da wo sie hingehören…. in der Apotheke ! Siehe Colorado, da bricht der Markt für einfache Schmerzmittel gerade ein.

    Ein gutes Zeichen, das diverse Verbände an die Öffentlichkeit treten. Solange sie das mit wirklichen dummen Argumenten tun, die in anderen Ländern längst widerlegt wurden.

  7. patrick

    Zitat Exil-Sachse :“Ja, so sind sie, meine Sachsen: kahl auf dem Kopp, hohl in der Birne – braune Hinterwäldler eben.“

    Jeder Sachse der jetzt behauptet :“Kiffer sind alles dumme, faule, stinkende Holköppe!“ hätte jetzt mein vollstes Verständniss!

    Scheiss Verallgemeinerungen!

    Scheiss dummer Arzt, dem wünsche ich alles erdenklich schlechte selbst so Sachen die man seinem schlimmsten Feind nicht wünscht, und der Mortler sowiso :)!

  8. Surak

    Zunächst mal ist das ja eine sehr emotionale Reaktion, wenn jemand, der nach einem entsprechenden Studium eigentlich die Toxizität verschiedener Pflanzen zumindest grob einschätzen können sollte, pauschal von einem „giftigen Kraut“ spricht. Eigentlich bezeichnet „Kraut“ ja lediglich die oberirdischen Teile einer Pflanze; ist also einer der undifferenziertesten Begriffe, die man ethnobotanisch-pharmakologisch verwenden kann.

    Das Kraut der Kartoffel beispielsweise kann man in diesem Sinne guten Gewissens als giftig bezeichnen. Dennoch wächst diese auf sächsischen Feldern – sicher ebenso wie anderswo – oftmals ohne auch nur mit einem Zaun gesichert zu sein oder gar von einem Sicherheitsdienst bewacht zu werden, der pharmakologisch unbedarften Bürgern martialisch auftretend den Zutritt verweigert. Dies also ist seltsam: Warum wird den Menschen die Selbstschädigung so leicht gemacht, wenn sie doch mit einem Verbot so einfach zu verhindern wäre? Und warum sind sie einfach so geil auf Selbstschädigung? Wie beantwortet das gleich noch die Schulmedizin? Gab’s da nicht irgendwelche Studien zum Thema „Therapietreue“…?

    Eine derart unklare Ausdrucksweise – hart ausgesprochen und umgeben mit einer Aura der Autorität – kann eigentlich nur zum Ziel haben, die Sachsen zu verdummen. Sollen sie nicht wissen, daß die weiblichen Blüten der zur Leidensminderung interessanteste Bestandteil des Krautes sind? Kann er trotz seines gebleichten Baumwollkittels nicht zwischen HERBA und FLOS unterscheiden, weil er im Lateinunterricht so vortrefflich geschlafen hat?

    Man merkt, auf Pauschalisierungen folgt nur allzuleicht Agression und Stichelei, also wird das schon mit viel Kalkül so formuliert worden sein. Vielleicht funktioniert solche Emotionalisierung in Sachsen sehr gut – erfahrungsgemäß – wie wir es aus der Immigrantendebatte dort zu Genüge schon kennen?

    „So läuft das nicht, Mann. Diese Agression läuft so nicht!“, würde der Dude wohl dazu sagen. 😀

  9. Mr Fuchs

    „Mediziner gegen Cannabis“

    Dann sind es keine Mediziner. Sondern Holzköpfe.

    Ebenso wie viele Kommentatoren hier….. ….. …..

  10. Peter

    Der ist doch so etwas von korrupt und ignorant – das tut schon weh.
    Diese Herren “ Ärzte“ die zu Rezeptdruckmaschinen verkommen sind haben doch nur Angst davor verdammt viele Kunden zu verlieren. ( Das Wort „Patient“ nehme bei diesen Leuten ich schon lange nicht mehr in den Mund. )
    Da diese geldgeilen Typen bei einen Legalisierung nicht mehr “ durchtherapieren “ könnten entfallen hunderte Besuche pro Praxis – wie soll man dann da das lange Studium amortisieren – eine Frechheit was dieses verkiffte Wahlvolk da so einfach vorhat.

  11. cbd

    Natürlich steigt der consum an, weil jeder der cannabis anstatt opioindenschmerzmitteln nehmen kann es macht !In den us staaten in denen canabis als medizin zugelassen ist ,sind deutlich weniger tote durch opioidschmerzmittel zu verzeichnen. Ich denke viele heroinabhänige in deutschland sind durch opioide schmerzmittel zu verbuchen.Und selbst an den volgeschäden macht die pharmaindustrie milliarden.Lobby diktiert hier,und wenn er nicht mehr zu tragen ist landet er bei einen konzern als ehren vorsitzender!

  12. cbd

    Korrupt oder dr mengele?
    Nee so wie der immer grinst,und die augen aus sehen ,hat er vor dieser aussage einfach viel zu viel cannabis konsumiert .Er hat halt angst ,es ist ja bekannt das ärzte auch gerne mal was trinken oder oder so manches pillchen einwerfen ,den ganzen tag hi sind.Er darf das ,ihm tuts gut.

  13. Mr Fuchs

    @Holzkopf
    Ne. Davon krieg ich ja Alpträume. xD
    Gegen Arroganz hilft nur Denken.

    1. youtube.com/watch?v=oPiK7bC3woc
    2. youtube.com/watch?v=1wQkGqV5Tdo
    3. youtube.com/watch?v=yMECDqJmHGI
    4. youtube.com/watch?v=KSZpQn2wO1s
    5. youtube.com/watch?v=e0jgabkyIGU

  14. X-KIFFER

    Über 40.000 Tote durch Ärztepfusch – jedes Jahr – allein in Deutschland.
    Wie gefährlich ist eigentlich Ihr Arzt?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.