Dienstag, 31. Mai 2016

Konsument will in Polizeibus kiffen

 

19-Jähriger gerät unwissentlich an Zivilpolizisten

Besuch von den Grünen Männchen
Grafik: Marker

 

Besonderes Pech hatten in der Nacht vom Samstag zum Sonntag zwei Konsumenten in München. Als sich ein 21-jähriger Mann gerade eine Tüte in der Nähe der Kulturfabrik drehen wollte, wird er von zwei Zivilpolizisten aufgegriffen. Daraufhin nahmen die Beamten den jungen Mann mit in ihr Polizeifahrzeug – ein ziviler VW-Bus – um seine Personalien aufzunehmen.

 

Während die Beamten die Angaben des Cannabis-Konsumenten überprüften, näherte sich ein 19-Jähriger dem Fahrzeug und bat die Beamten, sich eine Weile in den Bus setzen zu dürfen. Er wolle gerne einen Joint rauchen, jedoch sei es ihm draußen zu kalt, teilte er den beiden Polizisten mit. Dem jungen Mann war offensichtlich nicht bewusst, dass es sich um ein Polizeifahrzeug handelte bzw. er gerade an zwei Zivilpolizisten geraten war.

 

Die Beamten klärten den Pechvogel auf und stellten zwei mitgeführte Joints bei ihm sicher. „Für die Dauer der Anzeigenerstattung durfte er sich im Polizeibus aufwärmen.“ heißt es abschließend im Pressebericht des Münchener Polizeipräsidiums.

 

 

7 Antworten auf „Konsument will in Polizeibus kiffen

  1. Peter Schmidt

    Hi, das zeigt doch ganz klar welchen Irrsinn wir mit der derzeitigen Prohibition hier machen.
    Cannabis ist normal geworden bei Erwachsenen, weil wir reisen und uns weltweit austauschen
    Das sollte unsere Regierung endlich begreifen! Wir akzeptieren dieses illegale Gesetz nicht weiter! Es kann nicht sein das ein OPFERLOSES Delikt so hart bestraft wird!
    Fakt ist:
    1. Wir leben im Jahr 2016 und nicht mehr in 1929 und in vielen Ländern der Welt ist Cannabis legal!
    2. Das Genfer Abkommen von 1929 war ein illegales Abkommen und steht nicht mit unserem Grundgesetz im Einklang
    3. WIR HASSEN ALKOHOL!!!!!!

  2. Papa

    Hi Peter,
    ich geb dir voll und ganz recht.
    Wenn man bedenkt dass die Zivielpolis sogar den Freischein zum kiffen haben
    damit die sich den Schwerverbrechern annähern können ohne dass sie auffallen.
    Dies wurde mir von einem Polizisten mitgeteilt ist also nicht von mir erfunden.
    Die dürfen nein die müssen sogar während des Dienstes kiffen und sogar das während dem Auto fahren.
    Bedenkt, laut Statistik sterben pro Tag in D 20 Menschen durch Alkohol.
    Also ein Hoch auf unsere Regierung die den Massenmord der Alkohollobby stärkt.

    A hanfigs Grüssle

  3. Peter Schmidt

    Hi,

    ich hatte heute noch ein langes Telefonat mit einem Kumpel von meinem Bruder, der arbeitet als Polizist im Pott und ist es leid Menschen die Zukunft zu nehmen und Angst zu verbreiten! Gerade Kiffer sind weder ständig STONED noch Aggressiv. Die landläufige Meinung das Kiffer ständig planlos durch die Welt laufen ist längst Vergangenheit. Es sind Business-Menschen, Hausfrauen, Lehrer, Ärzte und ganz normale Menschen die kiffen und at Home hopp’s genommen werden. Letztens musste sie wegen Gefahr im Verzug eine Wohnungstür aufbrechen (Nachbar called 110) und im Kinderzimmer gerade schliefen 2 kleine Mädchen die geschrien haben vor Angst als wir drin waren und laut Polizei gerufen haben, es war sehr laut, vorher hatte sie wie üblich kurz im System geschaut ob bereits gegen den Verdächtigen (Cannabis-Geruch) Mann (56) auf dem Balkon etwas vorlag, NIX!, trotzdem wurde auf Druck der Mehrheit der 4 Polizisten beschlossen die Türe aufzubrechen und rein zu stürmen! Er meinte, die meisten Kollegen lieben es Kiffer hochzunehmen! Das ist ja mal eine Aussage und unterstreicht auch die STEINZEIT Meinung der Polizei-Gewerkschafft!

  4. Cosmo

    Erschütternd, so etwas zu lesen. Die Wissen schon, warum sie keine Bodycams wollen. Trotzdem muss man mit solchen Aussagen immer auch vorsichtig sein.

  5. E.B.

    Wertvoller Beitrag, Peter Schmidt, soll nicht unfruchtbar bleiben. Das Verbot ist eine Diskriminierung des Geschmacks und eines Sozialstaats unwürdig. Sich nicht damit abzufinden und nicht zu bagatellisieren, Kinder für faschistoide Ziele traumatisiert zu wissen, zeugt von gutem Gewissen und ist anständig. Lass dich nicht unterkriegen. Und wenn du etwas Anregung suchst für die Argumentation, denke das Verbot mal bis zum Ende. Was passiert, wenn alle illegalen Drogen aus der Gesellschaft entfernt wären? Alle Rauschsuchenden trinken Alkohol. Was ist damit den Verbotsgründen nach gewonnen? NIX!

    @Cosmo: Hättest du es besser gefunden, er hätte sich nicht Luft verschafft?

  6. E.B.

    Auch wenn ich offensichtlich dem Verbot nicht viel abgewinnen kann, ist es vielleicht angeraten klarzustellen, dass ich nicht die Exekutive zum aktiven Widerstand gegen die Legislative aufrufen würde. Das wäre, wenn auch ad hoc im Ergebnis womöglich willkommen, vermutlich schwerwiegender als das Verbot selbst. Eine Ausnahme wäre zwar bei Art. 20 Abs. 4 GG gegeben, aber dessen Bedingungen sind derzeit nicht erfüllt. Das Verbot ist ein gesellschaftliches Problem, das aus ihrer zivilen Mitte heraus anzugehen und zu lösen ist.

    Der Einfluss eines Polizisten beschränkt sich vermutlich auf die Gewerkschaften und in dem Ermessen hinreichender Kriterien für weiteres Vorgehen. Sprechen die Indizien wirklich eine eindeutige Sprache? Ist aber, wie gesagt, nur eine Vermutung.

    Sofern denn ein Polizist gegen Auflagen verstoßen haben könnte, indem er Erfahrungen im Einsatz preisgegeben hat, direkt oder indirekt, fände ich es an dieser Stelle wünschenswert, wenn die Vorgesetzten aufgrund der hohen seelischen Belastung und einer im Kern der Sache moralischen Integrität Nachsicht walten ließen.

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