Samstag, 21. Mai 2016

Kascha Mai 2016

 

DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL – Erste Hilfe für Kiffer

 

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Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

 

Ralf (ohne Alter und Wohnort) möchte wissen:

 

„Hallo Kascha,

 

mir stellt sich die Frage, warum die Wirkung bei einer Bong deutlich heftiger ist, als wenn ich das gleiche Gras im Vaporizer rauche?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Ralf,

 

die Bong ist sicherlich eine der heftigsten Einnahmemöglichkeiten für Gras. Das liegt daran, dass der Rauch abgekühlt und im Rohr verdichtet wird – mit einer geeigneten Bong ist es kein Problem, die Weedmenge eines ganzen Joints in nur ein oder zwei Zügen zu inhalieren. Das führt natürlich auch dazu, dass die Wirkung erheblich konzentrierter einsetzt, als wenn das THC beim langsamen Rauchen nach und nach in die Blutbahn gerät. Da ein Vaporizer ja vergleichsweise behutsam vorgehen muss, um das Gras nicht zu verbrennen, setzt er den Wirkstoff über einen längeren Zeitraum frei und entsprechend langsamer wird er auch aufgenommen. Dafür ist die Bongwirkung in der Regel relativ schnell von diesem hohen Level wieder runter, während ein mit Vaporizer aufgebautes Level auch mal zwei Stunden anhalten kann. Wer eine stärkere Wirkung im Vaporizer wünscht, wird in der Regel einfach die Weedmenge erhöhen, damit mehr THC gleichzeitig verdampft werden kann. Der Verbrauch bleibt dabei insgesamt ähnlich, weil mit einer guten Füllung ja gut und gerne zwei oder drei Durchgänge gemacht werden können – während beim Bongrauchen im Kutchie nur Asche zurückbleibt.

 

Gerade in Europa muss man dabei noch einen anderen Aspekt berücksichtigen: den Tabakflash. Weil das Gras für die Bong mit Tabak gemischt wird, setzt unmittelbar nach dem Rauchen, noch vor der THC-Wirkung, die Nikotinwirkung ein. Das kann sich in kribbelnden Händen oder einem allgemeinen Entspannungsgefühl äußern. Dazu gesellen sich noch die Effekte dessen, dass man gerade eine ziemliche Menge Rauch eingeatmet hat, davon kann einem auch leicht schwindlig werden. Das bleibt beim Vaporizer alles aus. Dafür kann man beim Vaporizen manchmal einen leichten Hustenreiz spüren (den Pur-Raucher auch von ihrer Pfeife oder ihrem Joint kennen).“

 

 

Lena (24, aus München) fragt:

 

„Hi Kascha,

 

ich fange demnächst einen neuen Job an und muss da auch einen Drogentest machen. Ich habe eigentlich seit der Berufsschule nicht mehr gekifft, aber ich war vor ein paar Monaten mit einer Freundin in Holland und da haben wir uns auch ein paar Mal in einem Coffeeshop gut zugelötet. Jetzt hat mir jemand erzählt, dass man das in den Haaren jahrelang nachweisen kann. Muss ich mir Sorgen machen oder sogar die Haare abschneiden? Der Urlaub war im Herbst.“

 

Kascha antwortet:

 

„Hallo Lena,

 

tatsächlich lässt sich, zum Leidwesen vieler kriminalisierter Kiffer, Cannabiskonsum in den Haaren noch sehr lange nachweisen. Nicht ganz so lange, aber unter Umständen immerhin einige Monate lang, finden sich die Abbauprodukte im Urin. Da es sich um Abbauprodukte handelt, die langsam vom Körper ausgeschieden werden, steigt bei regelmäßigem (zum Beispiel täglichem) Konsum die Konzentration stark an – während in Deinem Fall, bei sehr seltenem Konsum, die nachweisbaren Abbauprodukte relativ schnell wieder ausgeschieden werden. Das liegt ganz einfach daran, dass schneller neue Abbauprodukte angelagert werden als der Körper ausscheiden kann. Das hat vor allem bei Führerscheinfragen eine gewisse Bedeutung: Ab etwa 75 ng/ml THC-COOH (so heißt das Abbauprodukt) geht man offiziell von regelmäßigem Konsum aus. Jemand, der nur alle paar Monate mal einen Joint raucht, kann solche Werte kaum erreichen.  Außerdem hängt die Dauer der Nachweisbarkeit noch vom eigenen Körper und seinem Stoffwechsel ab, denn die Reste werden im Fettgewebe angelagert, von dem unterschiedliche Menschen unterschiedlich viel haben. Prognosen sind da gar nicht so einfach, aber ich würde vermuten, dass in Deinem Urin nach spätestens drei Monaten nichts mehr nachweisbar sein dürfte. In den Haaren könnte man, wenn sie lang genug sind (sagen wir mal zehn Zentimeter), vielleicht noch etwas finden – in der Regel werden aber Haarproben nur etwa fünf Zentimeter ab der Haarwurzel ausgewertet, was einem Zeitraum von fünf bis sechs Monaten entspricht. Wenn Du also zuletzt im Herbst, ich vermute Oktober oder November, gekifft hast, dürftest Du jetzt im Mai keine Probleme mehr damit bekommen.“

 

 

Tobi (20) aus Bremen fragt:

 

„Hi Kascha,

 

ich habe mich neulich mal mit Freunden darüber unterhalten, was eigentlich der beste Weg ist, um Gras klein zu machen: Schere, Messer oder Grinder. Oder ist es doch besser, mit der Hand zu rupfen? Wir haben beobachtet, dass da jeder so seine eigenen Techniken hat und die meist auch am besten findet.“

 

Kascha antwortet:

 

„Hallo Tobi,

 

das kommt sicherlich vor allem auf das Gras an und darauf, womit man selbst am besten klar kommt. Die Variante mit dem Messer erfordert ja ein bisschen Übung, bis man es richtig raus hat, während das mit dem Handpflücken bei besonders festem oder harzigem Weed anstrengend werden kann. Hat man wiederum Samen im Gras, wird man es schnell bereuen, einen Grinder verwendet zu haben – mit Messer oder Schere kann man erst mal vorsichtig vorschneiden und dann die Samen heraussammeln. Gerade bei sehr kompakt gewachsenen Buds kann ein guter Grinder wiederum ein viel besseres Ergebnis liefern, da das Gras nicht so zusammengedrückt wird wir bei den anderen Methoden. Dann erhält man ein deutlich voluminöseres Ergebnis als bei den anderen Methoden. Ein Messer oder eine Schere kann man auch nicht überall hin mitnehmen – einen Grinder schon. Ich habe auch schon gesehen, dass sich Leute ihr Gras für unterwegs vorher kleingeschnitten haben, zum Teil mit einer Küchenmaschine. Elektrische Kaffeemühlen sollen auch funktionieren – sowie auch Käsereiben oder Pfeffermühlen. In den USA ist es verbreitet, das Gras in eine Filmdose oder ein Schnapsglas zu stecken und dann mit einer spitzen Schere daran herumzuschneiden. Eine andere Variante besteht darin, das Gras zusammen mit einer (gereinigten) Münze in einem Pillendöschen (oder einer Filmdose) zu schütteln. Ich glaube, der Phantasie sind da nur wenige Grenzen gesetzt.

Wichtig beim Weed zerkleinern ist, dass man es möglichst fein zerteilt. Größere Knospen im Joint sehen zwar lustig aus, aber je feiner die Rauchmischung am Ende ist, desto gleichmäßiger ist das Abbrennverhalten und auch der Geschmack. Deshalb würde ich persönlich urteilen, dass die beste Methode die ist, bei der man mit dem gegebenen Gras und den eigenen Skills das feinste und gleichmäßigste Ergebnis hinbekommt.“

 

Eine Antwort auf „Kascha Mai 2016

  1. Hanf als Genussmittel

    Immer wieder interessant 😉 Kascha könnte einmal seine ganzen Ratschläge als Buch herausbringen. Hanf als Medizin, Rohstoff, Nahrungs- und Genussmittel muss den Menschen wieder ohne Bestrafung und Behinderung zugänglich gemacht werden.

    Liebe Grüße und danke für die Beratung und es ist gut, dass ihr die Menschen nicht alleine lasst, so wie die Politik, die lieber Schädigungen durch Unwissen und fehlende Tests in Kauf nimmt. Das muss sich ändern. Wir nehmen es selbst in die Hand!

    Liebe Grüße und schönes Wochenende

    PS Bitte setzt EUCh dafür ein: https://diehanfinitiative.de/index.php/genussmittel/21-hanf-als-genussmittel – die Farben auf dieser Karte müssen sich mal ändern – es ist an der Zeit – Beendet die 0.003% Phase 😉

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