Montag, 11. April 2016

Mortlers Phantasiewelten

 

Feuer auf Marlene Mortler

 

Beitrag von Hans Cousto

 

Mortler steht in Flammen
Bild: Archiv

 

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler scheint immer öfter von der Realität entrückt zu sein, ja nicht selten hat man den Eindruck, dass sie völlig berauscht die Wirklichkeit nicht mehr zu erkennen vermag und in einem Konstrukt von Wunschdenken und Phantasiewelt lebt. Diesen Eindruck gewinnt man, wenn man ihre Aussagen mit den real existierenden Gegebenheiten vergleicht.

 

In ihrer Pressemitteilung vom 2. März 2016 zum Thema „Jahresbericht 2015 des Internationalen Suchtstoff-Kontrollrats (INCB) vorgestellt – Kein Krieg gegen Drogen“ zitiert sich Marlene Mortler mit den Worten: „Der Bericht der Vereinten Nationen gibt uns Recht: Der immer wieder zitierte ‚Krieg gegen Drogen‘ existiert in Deutschland nicht. Vielmehr stehen wir an der Spitze einer modernen Drogen- und Suchtpolitik.“ Und auf der 59. Sitzung der UN-Drogenkommission (CND), die vom 14. bis 16. März 2016 in Wien stattfand, forderte sie in ihrer Rede zur Eröffnung einen ausgewogenen Ansatz in der internationalen Drogenpolitik. Wörtlich sagte sie: „Statt einen Krieg gegen die Drogen und die Drogenabhängigen zu führen, müssen wir den Menschen in den Mittelpunkt stellen – was bei uns längst eine Selbstverständlichkeit ist, muss auch in der internationalen Drogenpolitik zur Leitschnur werden.

 

Immer wieder betont Marlene Mortler, dass Deutschland in der Drogenpolitik „weltweit gesehen dem Rest der Welt weit voraus ist“ und hebt dabei die vier Säulen in der Drogenpolitik, die in Deutschland Leitmotiv seien hervor: Prävention, Hilfe und Therapie, Schadensminimierung und Repression, das heißt Strafverfolgung. Dabei erwähnt sie nie, dass die bayerische Suchtpolitik lediglich auf drei Säulen beruht: 1. Prävention (Verhaltens- und Verhältnisprävention), 2. Repression im Bereich der illegalen Suchtmittel und – soweit geboten – Einschränkung der Verfügbarkeit von legalen Suchtmitteln, 3. Hilfe, Beratung, und Therapie. Die vierte Säule der Schadensminderung ist in den Grundsätzen der Bayerischen Staatsregierung für Drogen- und Suchtfragen nicht verankert. Deshalb gibt es in Bayern auch keine Fixerstuben, obwohl bekannt ist, dass solche Einrichtungen einen großen Beitrag dazu leisten, die Zahl der sogenannten Drogentoten zu minimieren.

 

Naloxon ist ein Medikament, das bei Opiatüberdosierungen – etwa mit Heroin – die Atemdepression aufheben kann und so den Herzstillstand und Schädigungen des Gehirns vermeiden kann. Dürften geschulte Laien wie Mitkonsumenten, Sozialarbeiter und Angehörige es im Notfall verabreichen, würden Betroffene vielleicht überleben. Doch die CSU in Bayern blockiert obwohl seit vielen Jahren Naloxon in der Notfallmedizin eingesetzt wird. Initiativen in ganz Europa erproben die Vergabe an geschulte medizinische Laien. Und in New York wurden im Jahr 2014 über 20.000 Polizisten im Umgang mit Naloxon geschult und mit dem Medikament ausgerüstet. Bei diesen Gegebenheiten zu behaupten, Deutschland stehe an der Spitze einer modernen Drogen- und Suchtpolitik, ist absurd – oder gehört Bayern etwa nicht zu Deutschland?

 

Warnung vor Mortlers falschen Aussagen

 

Marlene Mortler sagte am Donnerstag, 10. März 2016, in der Radiosendung Redezeit „Welche Macht haben Drogen?“ beim Sender NDR Info: „Es gibt kein Land in Europa, das noch massiv mit Hilfe der Strafverfolgung gegen Konsumenten vorgeht. Und Sie wissen, dass auch der Besitz von kleinen Mengen [von Drogen] in unserem Land straffrei ist und diese Mengen sind unterschiedlich von Bundesland zu Bundesland und von Substanz zu Substanz. […] Und ich wehre mich immer dagegen zu sagen, bei uns wäre alles so kriminalisiert. Der Konsum wird ja nicht bestraft und was den Eigenbesitz betrifft, so ist der unter einer gewissen Menge immer straffrei.

 

Es gibt Tausende von Menschen in Deutschland, die aus eigener Erfahrung wissen, dass die Aussage von der Drogenbeauftragten Marlene Mortler falsch ist, weil sie aufgrund das Besitzes von winzigen Mengen bestraft wurden – nicht nur in Bayern, sondern auch in anderen Bundesländern.

 

Fazit

 

Wer den Aussagen von Marlene Mortler glaubt respektive diese für wahr hält, läuft Gefahr, Ärger mit der Polizei, der Staatsanwaltschaft und der Justiz zu kriegen. Die Aussage „was den Eigenbesitz betrifft, so ist der unter einer gewissen Menge immer straffrei“ stellt eine krasse Irreführung der Öffentlichkeit dar. Der Besitz von illegalisierten Drogen ist gemäß Gesetz auch bei kleinen Mengen strafbewehrt. Staatsanwaltschaften können bei geringen Mengen – aber müssen nicht in jedem Fall – das Verfahren einstellen.

 

11 Antworten auf „Mortlers Phantasiewelten

  1. Gasterl

    Erst in den letzten Tagen beim 18jährigen Sohn der Nachbarn in Bayern.
    Er wurde beim Autofahren kontrolliert -> positiv auf THC…..ein paar Tage später um 4 Uhr am Morgen standen die Polizisten vor dem Elternhaus. Da nicht schnell genug geöffnet wurde, gingen die Polizisten über die Veranda ins Gebäude.
    Der Junge, der nackt schlief durfte sich während die Durchsuchung im Gange war nicht bekleiden. Erst danach.
    Gefunden wurde weder vorher bei der Kontrolle im PKW nichts – nun auch nicht bei der Durchsuchung. Dennoch wurden Handy und PC beschlagnahmt mit der Begründung, es bestehe der Verdacht, dass er dealt.
    Ausser dem Fahren unter Einfluss von THC konnte und kann man ihm nichts vorwerfen – dennoch wird er behandelt wie ein Schwerverbrecher…und da redet Frau Mortler davon, dass geringe Mengen sowieso straffrei wären?!
    In dem kleinen Kaff hat der Kerl nun den ruf weg – natürlich auch in den Nachbarorten (sowas spricht sich am Land schnell rum) – wie der nun nach der Schule nen Job finden will?! Schwierig. Das ist leider die Realität, die Frau Mortler nicht sieht oder nicht sehen will.
    Ob er nun tatsächlich aktiv berauscht war oder nicht, das weis ich nicht. Wenn ja, dann muss ihm zu Recht der Schein eine weile entzogen werden. Falls nicht, wird es wohl auch der Fall sein, dann aber in meinen Augen ungerechtfertigt – das ist dann nur eine Ersatzstrafe, die allerdings am Lande sein Leben ruinieren wird. Denn selbst wenn irgendein Chef nichts von der Sache hört, kann er schlicht nicht zur Arbeitsstelle kommen, denn die Öffentlichen Verkehrsmöglichkeiten sind praktisch nicht vorhanden…ohne Auto kein Job.
    Demnach wird er wohl leider oder übel auf Grund von Cannabiskonsums ein weiterer H4-Kandidat werden.
    Zukunft dahin – danke Frau Mortler für diese „tolle“ Drogenpolitik.

  2. Lars Rogg

    Welche Drogen nimmt diese Frau eigentlich ?? Die will ich auch haben !!!
    Ach ja Alkohol…nur davon kann die Olle so weltfremd drauf kommen. Ein alkoholgetränkter, nebliger Schleier scheint ihr die Sicht zu nehmen…die Frau ist in ihrer Verlogenheit nur noch peinlich !!!!

  3. underground-grower

    Sie hat die Haare schön…
    Vielleicht benutzt Frau Marlene Mortler nach dem Schampoonieren ihrer Haare, anstatt Weichspülung von L`oreal, mal ne Flasche Weizenbier???
    Bekanntlich prickelnd, anregend und gesund für die Kopfhaut.

  4. Jemand

    SKANDAL!
    Politiker reden Mist lügen wie gedruckt und kommen damit ungestraft davon wenn sie sich nicht zu dämlich dabei anstellen!?
    Ne mal im Ernst was erwartet ihr eig von diesen hochkorrupten Schwerverbrechern die mittlerweile (nicht nur hier im Land) die Zügel in der Hand halten !? Das sie sich an Gesetze halten obwohl sie faktische Immunität „genießen“ !?
    Ich frage mich echt wie man ohne einen ernsthaften Hirnschaden zu haben immer noch nicht gerafft haben kann das die gesamte Hochfinanz bis in die Grundfeste korrupt und asozial ist! Spätestens seot den Panama Papers kann das keiner mehr leugnen (auch wenn das nur die Spitze des Eisbergs ist)!

  5. www.diehanfinitiative.de

    Weiß die Frau Mortler eigentlich wer ihr „Vorbild“ ist?

    Weiß sie, wem sie so unge-hörig nachfolgt?

    Diese Christin.

    Ich empfehle Nachhilfeunterricht für Frau Mortler und die Bundesregierung! ->>> https://diehanfinitiative.de/index.php/prohibition/11-das-kartenhaus-bricht-zusammen

    Danke Hans Cousto für die Aufklärung und Klarstellung.

    Wir müssen aufstehen. Jeden Tag öffentlich protestieren – vor Ort. Ohne massiven Druck wird sich NICHTS tun. Das Kartenhaus der Lügen muss einstürzen. Aufklärung, Wissen und öffentlicher Protest sind geeignete demokratische Mittel. Wir müssen drauflegen.

  6. Böhsermann

    Wenn ich jetzt die völlig niveaulose Absicht hätte, die Tante wegen ihres Lügenmauls zu schmähen, indem ich eine Schmähkritik verfasse, die die Alte zur „Ziegenbockmortlerin“ und „Drogenmafiapussy“ degradiert, würde das den Straftatbestand einer Beleidigung erfüllen?

  7. Surak

    Die Erwerbsmöglichkeiten für Ganja beispielsweise sind je nach Wohnsitz völlig unterschiedlich, ebenso wie Qualitäten und Preise. Die Spanne reicht vom kostenlosen Bagseedgrow aus dem Guerillagardening bis zum überteuerten und verunreinigten Straßengras oder der teilweise sehr guten, aber nicht günstigen Importware aus weniger repressiven Nachbarländern. Kaum ein Patient im Altersheim hat vermutlich gute Beziehungen zum Schwarzmarkt oder eine Möglichkeit zum Eigenanbau ohne Sabotage. In der Psychiatrie erst recht nicht. Von Chancengleichheit kann hier keine Rede sein; die sozialen Unterschiede sind gewaltig. Wer ungebildet ist oder sich sozial nicht integrieren kann, geht möglicherweise elendig zugrunde in unserem Land oder ihm wird in irgendeiner Anstalt hinter verschlossenen Türen das Gehirn mit Haloperidol gewaltsam auf den Gemütszustand eines Blumenkohls gespritzt in der Fixierung ans Bett. All das sieht keiner: Kein Politiker, kein Richter, kein Journalist!

  8. underground-grower

    Ich bin einfach nur noch fassungslos über Polit-Eliten, Superreiche, Banker, Presse, Despoten die in einer Parallel-Schein-Welt leben, völlig losgelöst ohne Gewissen, Moral und Respekt auf die (Umwelt (Mutter Natur), und auf die Schwachen in der Gesellschaft SCHEIßEN.
    Hier ein kleines Lied aus dem Karneval (etwas umgeDICHTet) für euch, Liebe Närrinen und Narren.

    Da sind wir dabei, das ist pri-i-imaa,
    Vi-vaa Mortler Maniaa,
    wir lieben das Leben, die Liebe und den Durscht,
    nur die armen Menschen und Kiffer nicht,
    das ist uns doch wurscht.
    Täätäää täätäää täätäää

  9. X-KIFFER

    Man könnte doch einen Preis für die schlimmsten Lügner (-innen) verleihen, so wie die goldene Zitrone für das schlechteste Auto.
    Mir würde da ein hölzener Pinoccio einfallen. Den Kasper müßte dann jemand in Bayern medienwirksam dieser notorischen Lügnerin öffentlich überreichen. Viel kann so eine Figur doch nicht kosten. Frage wäre halt nur noch ob man bei weiblichen Lügnern dann auch eine weibliche Figur braucht damit dem heutigen Feminismus genüge getan wird. Quasi ein kleines Schwesterchen des süßen Holzkaspers, eine Pinoccita. Ich werde diese Idee mal weiter ausarbeiten. Vielleicht kann ja HaJo dann dabei helfen die Verleihung zu organisieren und groß darüber berichten, am besten mit Bild von der Fratze der Mordler. Wenn die Figur nicht allzuviel kostet bezahl ich die gerne.

    Aber eins ist doch klar. Wer denkt das diese Frau einfach nur uninformiert ist der ist auf dem Holzweg. Diese Leute – auch dieser Prof. Wirrkopf Tortenguss – wissen es ganz genau, sie lügen vorsätzlich – ohne dabei rot zu werden.

    Es sind Schwerverbrecher da sie bewußt und aktiv bei der Verletzung der verfassungsmäßig garantierten Grundrechte mithelfen.

  10. hardo

    mortler sollte lieber schweine hüten anstatt unwahrheiten über jegliche drogen zu verbreiten,davon hat sie 0 wissen,ihr wissen stammt nur aus büchern

  11. Hans Furth

    Lieber Hans Cousto, gerne würde ich dir ein paar Fakten und Tatsachen für einen Kleinen Bericht über Frau Mortler zukommen lassen. Der dann mal endlich Klarheit und Gewissheit zum Thema Mortler und Cannabis + Pharmakonzerne 😉 bringt. Das dann mal endlich alle Menschen verstehen warum diese Frau so agiert und total Weltfremd und uneinsichtig (scheint) 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.