Mittwoch, 23. März 2016

Bern: Polizei macht Jagd auf Klein-Grower

 

Verstärkte Kontrollen auf der Suche nach Samen-Importen aus dem Ausland

 

Foto: Su/Archiv
Foto: Su/Archiv

 

Während die Berner Stadtregierung bemüht ist ein Modellprojekt für die Abgabe von Cannabis auf die Beine zu stellen, hat die Polizei 2015 ihre Bemühungen verstärkt Samenlieferungen aus dem Ausland ausfindig zu machen. So wurden im vergangenen Jahr 606 illegale Importeure ausfindig gemacht. 2014 waren es hingegen nur 167, womit eine Zunahme von 263 Prozent zu verzeichnen ist. “Die starke Zunahme der Sicherstellungen ist vor allem auf eine umfassende Risikoanalyse und entsprechende Kontrollschwerpunkte zurückzuführen” verkündete David Marquis, Mediensprecher der Zollverwaltung. Der Zoll zeigte die entsprechenden Lieferungen bei der Polizei an, die dann die Ermittlungen aufnahm.

 

Der Verein Legalize It bezeichnete das Vorgehen als unverhältnismäßig und als “Hetzjagd” gegen “Genusskiffer”. «Bei den Bestellern handelt es sich um die unproblematischsten Konsumenten, sie leben friedlich in ihrem Häuschen und kiffen ab und zu mal einen Joint mit selbstgezogenem Cannabis aus dem Garten», beurteilt Vereinssekretär Sven Schendekehl die Lage. Im vergangenen Jahr habe sich viele Betroffene bei dem Verein gemeldet, weil sie auf Grund von Hausdurchsuchungen, die den Bestellungen folgten, nach Rat suchten. Die Hausdurchsuchungen werden von der Staatsanwaltschaft angeordnet, daher führt die Polizei über ihre Häufigkeit keine Statistik. Durch die Kontrolle der Sendungen seien hauptsächlich kleine Grower erwischt worden, da für größere Produktionen die Aufzucht von Samen zu aufwendig sei. “Die Berner Polizei hat mit Kanonen auf Spatzen geschossen” so Schendekehls Fazit.

 

Durch die verstärkten Kontrollen seien die Hanfsamenbestellungen verschwunden. «Die Leute kiffen deswegen aber nicht weniger, sondern besorgen sich das Gras oder Hasch auf dem Schwarzmarkt.» ist sich Schendekehl sicher. Die hohe Zahl der Bestellungen lässt andererseits nicht auf einen verstärkten Anbau von Cannabis schließen. «Es ist denkbar, dass davor die Zahl vor den Schwerpunktaktionen ebenso hoch gewesen sein könnte, die Lieferungen aber nicht entdeckt wurden», sagt Suchtexperte Frank Zobel.

 

 

 

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15 Kommentare
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Camarolude
Camarolude
5 Jahre zuvor

Es heißt Jagd. Jagd! Das eure Autokorrektur da nicht aufschreit? Oder benutzt Ihr sowas nicht? Mit Euch wird das nichts mehr, gebt es auf.

Jessica Gast
Jessica Gast
5 Jahre zuvor

So richtig und wichtig Euer Anliegen auch ist…
Lernt wenigstens ein bisschen Rechtschreibung, wenn Ihr ernst genommen werden wollt.
Oder schaut nach, wenn Ihr nicht wisst, wie man etwas richtig schreibt.

Susanne Winter
Susanne Winter(@susanne)
Admin
Antwort an  Camarolude
5 Jahre zuvor

nö – die Autokorrektur schreit da interessanter Weise nicht auf, danke für den dezenten Hinweis…

ney
ney
5 Jahre zuvor

Jaegaer schreibt sich ohne T. Ihr seit mir noch drauf Leute, es grausst mir! An NR Geissbuehler spez. Gruss! Armseelige ” Buerger”(?) seit ihr allemal, Lest doch ein gutes Buch……..!

www.diehanfinitiative.de
5 Jahre zuvor

Seufz … ach liebe Schweizer, was für ein Hick-Hack und Hin-und-Her! Ich recherchiere eben zur UNDOC und UNGASS2016 und habe gerade ein Interview von Frau Ruth Dreifuss, der ehemaligen Schweizer Bundespräsidentin, die die Schweiz dort schon 1998 als Gesundheitsministerin vertrat, analysiert. Das Interview fand ich sehr ehrlich und es hat mich nachdenklich, eher wenig optimistisch, gemacht. Frau Dreifuss ist mir durch ihre Aussagen in der Dokumentation “Breaking The Taboo”, in guter Erinnerung. Ich fand sie ehrlich und sympathisch. Leider scheint es so, als würde es bei der UNGASS2016, im April, keinen Durchbruch geben, wie ich zwischen den Zeilen zu lesen meine. Das ist schade. Also wird das Hick-Hack mit der Verfolgung und “minimalen Lösungen”, auf internationaler Bühne, noch länger weiter… Weiterlesen »

Hubert Rosenberger
Hubert Rosenberger(@hubert_rosenberger)
5 Jahre zuvor

zu…
Vielleicht wird es aber doch kleine Erfolge geben! Sie meint zu der Frage nach möglichen Ergebnissen: „… Am dringendsten ist die Aufhebung der Strafbarkeit für Vorbereitungshandlungen für den eigenen Konsum (Anbau, Kauf und Besitz kleiner Mengen) und den Konsum selbst. Hier wird es Fortschritte geben. Die Strafbarkeit des Konsums wird derzeit in vielen Ländern und Organisationen diskutiert und kritisiert – zugunsten der Entkriminalisierung. …“
Wie wäre es, wenn sich die tausenden Betroffenen wie auch die Schmerzpatienten usw. zusammen schliesen und eine Klage wegen Menschenrechtsverletzung beim
Schweizer internationalen Gerichtshof einbringen. alles beste

Hubert Rosenberger
Hubert Rosenberger(@hubert_rosenberger)
5 Jahre zuvor

MENSCHENRECHTE: Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (A/RES/217, UN-Doc. 217/A-(III)), auch: Deklaration der Menschenrechte oder UN-Menschenrechtscharta oder kurz AEMR[1], ist das ausdrückliche Bekenntnis der Vereinten Nationen zu den allgemeinen Grundsätzen der Menschenrechte. Es wurde am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Palais de Chaillot in Paris genehmigt und verkündet. „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ – Allgemeine Erklärung der Menschenrechte[2] Der 10. Dezember als Tag der Verkündung wird seit 1948 als Internationaler Tag der Menschenrechte begangen. Die erste Weltmenschenrechtskonferenz fand 1968 in Teheran statt. Die zweite Weltmenschenrechtskonferenz wurde von den Vereinten Nationen vom 14. bis 25. Juni 1993 in Wien abgehalten, wenige Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges und der Blockkonfrontation.… Weiterlesen »

www.diehanfinitiative.de
5 Jahre zuvor

@Hubert Rosenberger, das wäre prima. Wer könnte in der Schweiz so etwas organisieren? Vielleicht Herr Cattacin, der das Pilotprojekt zu den Cannabis-Clubs voranbringt? Das wäre doch ein Signal an die UNGASS2016! Das hätte auch europaweit Signalwirkung. Überhaupt scheint mir dies ein folgerichtiger Weg zu sein. So oder so!

Kontakt: http://www.humanrights.ch/

LG 🙂 🙂 🙂

.::C.c::.
.::C.c::.
5 Jahre zuvor

Jagd wird als Substantiv mit “d” geschrieben und wenn jemand etwas jagt wird das mit “t” geschrieben.
Da z.B. Word nicht in allen Fällen die Groß- / Kleinschreibung korrekt interpretiert wird von der Autokorrektur auch nichts moniert.
Euch sind aber auch schon Fehler durchgerutscht die eine Autokorrektur definitiv hätte checken müssen, also irgendwas scheint da schon faul zu sein. Dafür seid ihr schnell und liefert viele Infos, also was solls, wo Licht ist, ist auch Schatten.
Grüße & keep it growing

X-KIFER
X-KIFER
5 Jahre zuvor

Allso mier sint di Rächtschraibfeler völig egahl wen di Invormadionen gud sint.

Frohe Ostern an alle!

Ralf
Ralf
5 Jahre zuvor

So sind sie halt die DUMMBULLEN! Unkurierbar gehirngewaschen. Ist kein Wunder, aus diesem Grunde habe ich damals bei der Bullerei aufgehört, weil die Gehirnwäsche so dumm und primitiv sie von vorneherein war, mir unerträgliche Qualen im Logkikzentrum meines Gehirns verursacht hat. Ich dachte mir nach kurzer Zeit, entweder wirst du hier verrückt oder du haust sofort ab, das habe ich dann auch getan.

fahrie
fahrie
5 Jahre zuvor

Jemand nicht ernst nehmen, weil er nicht alles korrekt schreibt 😀 😀 … . Perfektes Kriterium Leute !

Warum auch versuchen sich mit dem Inhalt auseinander zusetzen. Wenn man schon auf der Rechtschreibung rumhacken kann…

Klar, man sollte sich als Autor gewiss mühe geben, und Rechtschreibung schadet da sicher nicht. Aber wenn Ihr helfen wollt warum macht Ihr das HaJo, nicht einfach freundlich drauf aufmerksam. Als mit solchen destruktiven Kommentaren…

Beste Grüße

fahrie

PS: Jeder der Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Und ernst genommen werden wollte ich eh nie 😛

Hubert Rosenberger
Hubert Rosenberger(@hubert_rosenberger)
5 Jahre zuvor

X-KIFER hast recht, scheee wans es findnd, wie obm derfens eahna eh ghoihn!
Mundart ist auch eine Sprache, viel Spass…
alles beste

www.diehanfinitative.de
5 Jahre zuvor

Um nochmal auf den Vorschlag von @Hubert Rosenberger zurückzukommen. Er gefällt mir immer besser, je länger ich darüber nachdenke. Unabhängig davon, wie der Ausgang eines Verfahrens wäre, würde so ein Vorgehen eine öffentlichkeitswirksame Debatte sehr befördern und unserer Sache sicher helfen. Vielleicht könnten sich die Hanffreunde und Hanffreundinnen aus Österreich, Schweiz und Deutschland zusammentun und gemeinsam diese Aktion, mit viel Power, durchführen. Ich bin mir sicher, dass wir das drauf haben! 🙂 Vielleicht würden sich “DHV”, “Schildower Kreis”, “Grüne Hilfe”, “Hanfparade”, usw. beteiligen und ihre Expertise einbringen. Finanzieren könnten wir das Ganze über eine Crowdfunding-Aktion. Eventuell gewinnen wir Sponsoren, wir könnten z.B. Richard Branson oder Frau Dreifuss oder andere hanfaffine Politiker_Innen und Parteien fragen, ob sie so eine Aktion unterstützen… Weiterlesen »

www.diehanfinitative.de
5 Jahre zuvor

Ich denke, das ist ein Projekt, welches mir Spaß macht. Als Grundlage für ein Konzept könnt ihr euch ja schon einmal unsere Fragen an das Bundesverfassungsgericht ansehen. Hier: https://diehanfinitiative.de/index.php/prohibition/25-frage-an-das-bundesverfassungsgericht Zuletzt gab es Freisprüche für Patienten, wegen “rechtfertigendem Notstand”. Dazu die Kommentare des Bundesrichters Thomas Fischer. Das sind äußerst gute Voraussetzungen. Menschenrechte gelten für alle Menschen. Überall. Gleich. Es lohnt sich dafür zu kämpfen. Jeden Tag! Wir brauchen also einige Anwälte, Gutachter, Experten, Fachleute und viele Patienten, und andere, als Zeugen, bzw. Nebenkläger. Das Projekt formt sich schon … 🙂 Ich bin sehr vorsichtig geworden, mit Prophezeiungen, aber ich habe eine wirklich ziemlich starke Zuversicht, dass wir erfolgreich sein werden. Eigentlich dient die ganze “Hanfinitiative” nur diesem einen Ziel. 🙂 🙂… Weiterlesen »