Mittwoch, 9. März 2016

The Legend of Legacy

Autor: mze

 

 

Avalon

 

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Der Nintendo 3DS bekommt in diesem Jahr noch saftige Rollenspiele „en masse“. Auch NISAmerica möchte auf dem kleinen Handheld in diesem beliebten Genre mitmischen. Daher hat der fleißige Publisher ein typisch japanisches Rollenspiel von Atlus für den europäischen Markt umgesetzt, das sich vor Vergleichen mit der namhaften Konkurrenz nicht scheuen muss. The Legend of Legacy.

 

Eine Insel stieg vor zehn Jahren aus dem Meer, die an einen längst vergessenen Kontinent erinnert und daher den Namen dieses Ortes bekam. Avalon. Sieben Abenteurer bieten sich dem Spieler zu Beginn an, kontrolliert zu werden. Die Entscheidung lässt sechs von ihnen später der eigenen Gruppe beitreten. Die Wahl ist somit kein Ausschlussprinzip. Hat man sich entschieden und mit dem Boot Avalon erreicht, macht man sich direkt auf, das gewaltige Eiland zu erkunden. Da komplette Ungewissheit über Geographie und sich bietende Lebensräume herrscht, ist die geführte Truppe verantwortlich, ihr Wissen anzuhäufen und gewinnbringend zu teilen. Die Karten der Umgebung sind vollkommen leer, solange man nicht über die Landschaft läuft und so Details aufs Papier bringt. Mit jedem Schritt wird ein kleiner Teil des eigenen Avalon-Atlasses ausgefüllt und nach vollständiger Vermessung in der einzigen Ortschaft des Landes für bare Münze verkauft. Je mehr man kartographiert, desto höher die Einnahmen.

 

Natürlich stellen sich den Abenteurern Gefahren in Form von schlechtgelaunten Kreaturen entgegen, die mittels altbekannten Runden-RPG-System auf die Bretter geschickt gehören. Drei Mitglieder der Gruppe kämpfen in veränderbarer Formation, und versuchen durch sinnvoll ausgewählte Manöver, die Gegnerschaft zu schwächen sowie den Teammitgliedern hilfreich unter die  Arme zu greifen. Items werden gesammelt, bessere Waffen gehortet oder verkauft.

 

Als das Team jedoch einen singenden Stein in einem Waldstück entdeckt, werden die Wanderer Zeuge einer metaphysischen Offenbarung.

Alte Erinnerungen verlorener Mächte, scheinen in Avalon nur darauf gewartet zu haben, die unerschrockenen Kämpfer anzutreffen, um ihnen einen unvergesslichen Eindruck Avalons zu vermitteln, den sie nicht mehr vergessen sollen. Um den Geheimnissen des Eilands auf die Spur zu kommen, verdoppeln die Protagonisten fortan ihre Mühen.

 

Besonders an The Legend of Legacy ist die Umsetzung der taktischen Fights, die den Charakteren keine Klassenzugehörigkeit aufzwingen, sondern freie Verfügung über jede einzelne Figur erlauben und somit zum Experimentieren einladen. Auch stellt sich das vollständige Erkunden des gesamten Spiels als recht umfangreich dar, da jeder der sieben Charaktere zum Start gewählt werden kann, der die Geschichte dann erneut aus veränderter Perspektive erzählt. Sogar ein Froschkönig ist dabei.

 

Erklärt wird Letzteres auch durch die Mitarbeit verschiedener Urgesteine japanischer Rollenspielkunst, zu denen unter anderem auch Masato Kato gehört. Der ehemalige Square-Mitarbeiter zeichnete sich für die Geschichte des Klassikers Chrono Trigger verantwortlich, in welchem ebenfalls ein quakender Prinz bereits einmal eine wichtige Rolle spielte. Doch auch sonst kann sich das Team – neben dem eigentlichen Spiel – tatsächlich sehen lassen. Mitarbeiter der SaGa-Serie und Final-Fantasy-Reihe haben sich für die grafische Gestaltung, die musikalische Untermalung und den produzierten Spielinhalt von The Legend of Legacy zusammengefunden.

Heraus kam dabei ein gelungenes Rollenspiel alter Schule, das mit kleinen, aber eigenen Ideen, Freunde des Genres auf jeder kommenden Wanderung begleiten kann.

More than this!

 

 

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The Legend of Legacy

Fotos: NISA / Flashpoint AG

USK 12

Circa 39€

(Nintendo 3DS – ASIN: B016Y8YEOE )

 

2 Antworten auf „The Legend of Legacy

  1. Johannes

    Naja ne Stunde ist jetzt schon übertrieben ich hab so um die 2 gebraucht aber ich schließe mich an das Game ist nice für den Preis kann man nix sagen!

    PACE

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