Donnerstag, 18. Februar 2016

Berlin und Düsseldorf kämpfen weiter für Modellprojekt

 

Open Society Foundation aus den USA willig ein Projekt zu unterstützen

Bild: Archiv
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Der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist mit seinem Widerspruch gegen die Ablehnung eines Cannabis-Abgabe-Modellprojekts erneut gescheitert. In dem Bescheid des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) heißt es: „Der Verkauf von Cannabis zu Genusszwecken ist mit dem Betäubungsmittelgesetz nicht vereinbar“, wie die WirtschaftsWoche gestern berichtete. In den kommenden Tagen wird entschieden werden, ob der Bezirk gegen den Beschluss Klage einreicht. Der Leiter des Projekts Horst-Dietrich Elvers ist jedoch wenig optimistisch: „Das Verfahren wäre ein finanzielles Risiko, das wir uns nicht leisten können“.

 

Unterstützung könnte Berlin aus Düsseldorf erhalten. Die Stadt ist aktuell dabei einen ähnlichen Antrag vorzubereiten. Das Düsseldorfer Beratergremium könnte sich jedoch auch vorstellen Berlin bei einer Klage zu unterstützen. „Wir wollen, dass das Projekt in Deutschland Schule macht“, so ein Ratsmitglied der Grünen.

 

Laut Elvers wäre eine Sondergenehmigung zur Abgabe von Cannabis denkbar, wenn die Kommunen das Projekt mit einer wissenschaftlichen Forschung begleiten. Das Hauptproblem sind hierbei jedoch die anfallenden Kosten. „Das würde bis zu einer Million Euro kosten […] Für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg alleine wäre das völlig illusorisch.“, schätzt Elvers die Lage ein. Die Kommunen müssten bei der Durchführung kooperieren und wären auf Drittmittel angewiesen.

 

Diese könnten unter anderem von George Soros gegründeten Open Society Foundation kommen. Der Milliardär hat seit 1994 rund 80 Mio. Dollar zur Unterstützung von Legalisierungs-Bewegungen ausgegeben. Die Stiftung sicherte dem Berliner Modellprojekt bereits 20.000 Euro zu. Allerdings wird dieser Betrag allein nicht ausreichen, um die Durchführung zu finanzieren. Laut der WirtschaftsWoche äußerte sich ein Mitarbeiter der Stiftung, dass man weiteren Anträgen aus Deutschland offen gegenüber stehe.

 

 

 

 

17 Antworten auf „Berlin und Düsseldorf kämpfen weiter für Modellprojekt

  1. Littleganja mit Ausnahmeerlaubnis

    Hätten die Vollpfosten mal gewartet bis die Cannabisagentur steht.

    Ich meine nicht mit dem Widerspruch der ist ja an Fristen gebunden sondern mit der ganzen Antragstellung. Dann hätten die das auch unter dem „Deckmantel“ einer Studie verkaufen können, so wie Herr Gröhe das wohl vorsieht.

    Aber nun ja die Berliner Politiker wollen immer so fortschrittlich sein, alles immer hopla hop und am ende haben die Bürger den Salat, Beispiele erspare ich euch die kennt ihr selbst zu genüge.

  2. reefermadness

    Kämpfen weiter für ein Modell………
    http://m7k.ltsh.de/embed.php?b=1455719226&e=1455719555

    ^^^^^ ein lehrstück idealtypische Postdemokratie der übelsten sorte,
    viel spass beim ärgern!

    idealtypische Postdemokratie :ein Gemeinwesen, in dem zwar nach wie vor Wahlen abgehalten werden […], in dem allerdings konkurrierende Teams professioneller PR-Experten die öffentliche Debatte während der Wahlkämpfe so stark kontrollieren, daß sie zu einem reinen Spektakel verkommt, bei dem man nur über eine Reihe von Problemen diskutiert, die die Experten zuvor ausgewählt haben.
    mfg

  3. reefermadness

    Vizepräsident Johannes Singhammer:
    Nun hat der Kollege Ströbele die Möglichkeit, seine Zwischenfrage zu stellen.
    Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
    Vielen Dank, Herr Kollege, dass Sie die Frage zulassen. – Sind Sie mit mir als Nicht-User der Meinung,
    (Zuruf von der CDU/CSU: Hört! Hört!)
    dass man Drogen überhaupt nicht nehmen soll, dass man keine Drogen nehmen soll und dass man, wenn man schon Drogen zulassen will oder muss, diese nach ihrer Gefährlichkeit für die Ge-sellschaft behandeln sollte, und dass vor dem Hin-tergrund dieses Grundsatzes der Genuss von Al-kohol, und zwar nicht nur der übermäßige, son-dern überhaupt der Genuss von Alkohol, weil auch dieser dazu führen kann,
    (Matthias W. Birkwald [DIE LINKE]: Dass man vom Fahrrad fällt!)
    dass er übermäßig wird, sowie der Genuss von Zigaretten bzw. Tabak um ein Vielfaches gefährli-cher sind als der Genuss von Cannabis?
    Sind Sie außerdem mit mir der Meinung, dass man als ein billig und gerecht denkender Mensch, der die Drogen nach ihrer Gefährlichkeit behan-delt, zu dem Ergebnis kommen muss, dass, wenn Alkohol und Zigaretten nicht verboten sind – ich bin auch in diesen Fällen gegen ein Verbot –, auch Cannabis schon aus Gründen der Gerechtigkeit gleichbehandelt werden muss, weil an Alkohol und Zigaretten jedes Jahr in Deutschland Zehntausen-de von Menschen sterben, am Genuss von Can-nabis kein einziger Mensch stirbt,
    (Widerspruch bei der CDU/CSU)
    und – ich möchte Cannabis nicht bagatellisieren; es ist gefährlich; ich rate auch allen davon ab, es zu nehmen – das Mittel des Strafrechts ein unge-rechtes Mittel im Gleichklang dieser Drogen ist?
    Deshalb bitte ich Sie: Schließen Sie sich mir an. Setzen Sie sich für ein Werbeverbot für Alko-hol ein. Setzen Sie sich dafür ein – das ist ein dringendes Gebot –, dass vom Konsum von Can-nabis, Alkohol und Zigaretten Abstand genommen wird. Setzen Sie sich aber auch für eine Gleichbe-handlung der Drogen ein und dafür, dass man Un-terschiede nur anhand des Grades der Gefährlich-keit machen darf.
    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)
    Rudolf Henke (CDU/CSU):
    Vielen Dank, Herr Ströbele, für diese Frage. – Nach meiner Einschätzung und ärztlichen Kennt-nis möchte ich zunächst einmal sagen: In der Tat gibt es in Deutschland jährlich 40 000 Alkoholtote und 100 000 Nikotin- bzw. Tabaktote. Deshalb ha-ben wir allen Grund dazu, die Bemühungen, die wir in Gang gebracht haben, mit dem Entwurf ei-nes Präventionsgesetzes so erfolgreich wie mög-lich voranzutreiben. bla bla bla Blubb!!
    https://www.youtube.com/watch?v=hiT8N12Xl_M
    mfg
    quelle:https://www.bundestag.de/blob/366372/77adc134e0a334998820ea9919d8b34a/18095-data.txt

  4. Mike

    Jeder Antrag für ein Modellprojekt ist ein Schritt in die richtige Richtung !!!
    Wie wärs mal wieder mit einer Petition für die Legalisierung !!!
    Mehr Mut bei den CSC-Initiativen !!!
    Man sollte auch strafrechtliche Konsequenzen auf sich nehmen, sonst bewegt sich nichts !!!

  5. reefermadness

    (Die Rednerin überreicht der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine Tü-te Nüsse)
    hahahaha!!!

    war, das eine göttliche debatte..das ist echt Hollywoodreif hier…
    Sie, liebe Kollegen von der Union, lehnen die Legalisierung von Cannabis ab, damit nicht, wie man ja hört, neben Tabak und Alkohol eine weitere gefährliche Droge auf den Markt kommt. Ich weiß nicht, in welcher Welt Sie leben.
    Als nächster Rednerin erteile ich das Wort der Abgeordneten Marlene Mortler, CDU/CSU-Fraktion.
    (Beifall bei der CDU/CSU)
    Marlene Mortler (CDU/CSU):
    Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir reden heute über einen Gesetzent-wurf, der in erster Linie das Strafrecht im Blick hat. Wir reden aber auch über eine Lobby, die ich als die brutalste Lobby in meiner bisherigen politi-schen Arbeit erlebt habe.
    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU – Widerspruch bei der LINKEN)
    Wir reden über eine Lobby, die mir den Tod wünscht. Höhepunkt war die Eröffnung eine Face-book-Seite mit dem Aufruf zur Hinrichtung von Marlene Mortler. Meine Tochter hat mich einmal gefragt: Mutter, wie hältst du das überhaupt aus? – Ganz einfach, habe ich ihr geantwortet, wenn ich das nicht aushalte, dann bin ich fehl am Platz. Ich habe eine Motivation. Meine Motivation ist meine Aufgabe als Drogenbeauftragte. Das heißt, ich habe die Gesundheit der Menschen in unserem Land im Blick, und dafür setze ich mich ein.
    (Beifall bei der CDU/CSU)
    Ihr Gesetzentwurf hat die rechtlichen Auswir-kungen für die Gruppe der Freizeitkonsumenten im Blick. Damit das klar ist: Konsum wird in unse-rem Land nicht bestraft; das ist eine sogenannte straffreie Selbstschädigung. Aber bei der rechtli-chen Einstufung müssen wir die gesundheitlichen Risiken und Langzeitfolgen des Konsums aller Gruppen beobachten. Das muss der Maßstab sein. Das heißt, wir müssen abhängige Konsu-menten und Jugendliche und die für sie bestehen-den Risiken besonders im Blick haben.
    Viele erinnern sich vielleicht noch an die Feld-züge von Bündnis 90/Die Grünen gegen das Rau-chen und für Rauchverbote in Gaststätten. Da-mals konnten die Gesetze nicht streng genug sein. Und heute?
    (Claudia Roth [Augsburg] [BÜND-NIS 90/DIE GRÜNEN]: Ach, Marle-ne!)
    Sicherlich erinnern sich noch alle an ihren Bei-trag zur Ernährungswende. Der Veggie-Day und Verbote sollten es richten.
    (Matthias W. Birkwald [DIE LINKE]: Der Veggie-Day hat nichts mit Haschisch und Cannabis zu tun!)
    Erst Harmloses verbieten und jetzt Gesundheits-schädigendes erlauben: Das ist eine absolute Kehrtwende.
    (Beifall bei der CDU/CSU – Dr. Anton Hofreiter [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Ich glaube nicht, dass Sie den Gesetz-entwurf gelesen haben!)
    Ihre Drogenwende kann ich daher nicht akzep-tieren. Denn die Legalisierung – und Ihr Gesetz-entwurf bedeutet faktisch eine Legalisierung – steht in direktem Widerspruch zu den Zielen des Verbraucherschutzes sowie zu Ihren bisherigen eigenen Zielen, und sie beeinträchtigt die Glaub-würdigkeit unserer Präventionspolitik. Wir haben vorhin die Debatte darüber aufmerksam verfolgt.
    (Hubert Hüppe [CDU/CSU], an BÜND-NIS 90/DIE GRÜNEN gewandt: Da war der Vorsitzende nicht da!)
    Wenn wir in unserem Land mit legalen Sucht-mitteln wie Alkohol und Tabak schon genug Prob-leme haben, dann müssen wir keine zusätzliche Einladung für die illegale Droge Cannabis aus-sprechen.
    (Beifall bei der CDU/CSU – Sylvia Kot-ting-Uhl [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Die gibt es doch schon! – Matthias W. Birkwald [DIE LINKE]: Das geht an der gesellschaftlichen Realität vorbei!)
    Das bricht Tabus und verharmlost.
    Sicherlich, junge Menschen wollen Grenzen ausloten. Junge Menschen brauchen aber auch Grenzen. Wir wissen: Je jünger ein Cannabiskon-sument ist, desto größer sind die Risiken für ihn:
    (Matthias W. Birkwald [DIE LINKE]: Des-halb erst ab 18!)
    belastete Atemwege, Entwicklungsverzö-gerungen sowie psychische und körperliche Ab-hängigkeit. Das Auslösen bzw. das Verschlim-mern von psychischen Erkrankungen gehört zu den Risiken. Die Denk- und Merkfähigkeit leiden. Dauerhafte Schäden des Gehirns sind nicht aus-zuschließen, auch nicht nach einer Abstinenz.
    Vizepräsident Peter Hintze:
    Frau Kollegin, gestatten Sie eine Zwischenfrage eines Kollegen von Bündnis 90/Die Grünen?
    Marlene Mortler (CDU/CSU):
    Das können wir gerne zum Schluss machen.
    (Katja Dörner [BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-NEN]: Keine Argumente! – Weitere Zuru-fe vom BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Oh!)
    Ich habe auf die Schädigung bei jungen Men-schen hingewiesen. Diese dürfen wir nicht ver-harmlosen. Erst gestern habe ich dazu ein fünf-stündiges Expertengespräch im Gesundheitsmi-nisterium geführt. Ehrlich gesagt, die Daten und Problemfälle aus den Behandlungseinrichtungen, die mir gestern einmal mehr geschildert wurden, sind wohl nur die Spitze des Eisbergs. Wir brau-chen weitere Daten über die sozialen Folgen eines frühen Cannabiskonsums, zum Beispiel über Schul- und Ausbildungsabbrüche, über Jugendli-che, die Jahre auf ihrem Lebensweg verlieren und in ihrer Entwicklung schwer und dauerhaft beein-trächtigt sind.
    (Frank Tempel [DIE LINKE]: Daran hat das Verbot aber nichts geändert!)
    Es gibt also drängende Gesundheitsfragen, die durch Ihren Gesetzentwurf trotz detaillierter Rege-lungen nicht beantwortet werden.
    (Beifall bei der CDU/CSU – Frank Tempel [DIE LINKE]: Auch nicht durch Ver-bote!)
    Unsere Drogenpolitik in Deutschland fußt auf vier Säulen: erstens Prävention, zweitens Bera-tung und Hilfe, drittens Schadensminimierung bzw. -reduzierung und viertens Strafverfolgung. Wir dürfen unser eigenes Suchthilfesystem und unsere Drogenpolitik im eigenen Land nicht schlechtreden. Aber wir müssen selbstverständ-lich immer wieder nachbessern. Auch ich hinter-frage immer wieder mein eigenes Handeln und Denken: Gehe ich noch in die richtige Richtung? Ich befinde mich laufend im Gespräch mit Sucht-hilfeeinrichtungen und der Polizei und frage, ob ei-ne Lockerung in Richtung Legalisierung geboten erscheint. Ich habe noch keine Stimme gefunden, die Ja gesagt hat.
    (Lachen bei der LINKEN – Widerspruch beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Frank Tempel [DIE LINKE]: Alle drei Polizeige-werkschaften haben sich geäußert!)
    Vizepräsident Peter Hintze:
    Frau Kollegin, der Abgeordnete Ströbele wünscht, eine Zwischenfrage zu stellen. Mögen Sie sie zulassen?
    Marlene Mortler (CDU/CSU):
    International genießt unsere ausgewogene Drogenpolitik eine hohe Anerkennung. Zuletzt konnte ich das bei der Tagung der CND, der Commission on Narcotic Drugs, der internationa-len Suchtstoffkommission, in Wien erleben.
    (Zuruf von der LINKEN: Welchen Rotwein gab es da?)
    Dort habe ich mit Drogenexperten und Gesund-heits-ministern aus der ganzen Welt gesprochen. Auf dieser Konferenz haben sich Europa und selbst die USA für die unveränderte Aufrechterhal-tung der sogenannten UN-Drogenkonventionen ausgesprochen.
    (Frank Tempel [DIE LINKE]: Sie wissen schon, was in den USA passiert?)
    Deutschland und 183 andere Nationen haben die-se Konventionen 1961, 1971 und 1988 unter-schrieben. Sie wollen nun, dass wir aus diesen Einheitsabkommen austreten. In der Opposition kann man sicherlich alles fordern. Aber unsere Regierung trägt Verantwortung. Wir werden unse-ren internationalen Ruf, unsere Verlässlichkeit und unsere Glaubwürdigkeit mit Sicherheit nicht aufs Spiel setzen, nach dem Motto „kurz raus, dann wieder rein“. Das ist unseriös.
    (Beifall bei der CDU/CSU)
    In der Konvention von 1961 steht ganz klar: Cannabis für den Freizeitkonsum ist illegal. – Für medizinische und wissenschaftliche Zwecke gibt es Spielraum. Diesen Spielraum nutzen wir. Wir werden demnächst den Entwurf eines Gesetzes vorlegen, das mehr und schwer chronisch er-krankten Patienten den Zugang zu Cannabisarz-neimitteln erleichtern soll.
    Zur Erinnerung: Es war die unionsgeführte Bundesregierung, die zum ersten Mal überhaupt in diesem Land ein Cannabisfertigarzneimittel zuge-lassen hat.
    (Steffi Lemke [BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-NEN]: Das ist total lächerlich!)
    Es wird wieder die unionsgeführte Bundesregie-rung sein, die in unserem Land die Verkehrs- und Erstattungsfähigkeit von Cannabis als Medizin aus der Apotheke erweitern wird. Dafür danke ich auch unserem Koalitionspartner. Wir sind hier auf einer Linie; wir sind uns hier komplett einig.
    (Zuruf von der SPD)
    Wir sind uns aber auch darin einig, dass wir Ih-ren Gesetzentwurf ablehnen. Er ist ein Experiment mit un-gewissem Ausgang und nicht einschätzba-rem Risiko: Hanfanbau für jeden, 30 Gramm pro Einkauf; im Gesetzentwurf steht nichts von einer Limitierung auf einen Tag, einen Monat oder ein Jahr. Mein Kollege Jens Spahn hat ausgerechnet: Diese 30 Gramm reichen für bis zu 120 Joints. Er hat treffend geschlussfolgert: Derjenige, für den das der „kurzfristige Eigenbedarf“ ist, ist abhängig und braucht eher einen Arzt.
    (Frank Tempel [DIE LINKE]: Andere Ex-perten finden Sie auch nicht mehr!)
    – Ich zitiere den zuständigen Experten in Uruguay, lieber Kollege, der vor Ort der Oberexperte ist. Er sagt: Bereits der regelmäßige Konsum von 1 Gramm Marihuana am Tag bedeutet, dass man zur Risikogruppe gehört und damit ein gesundheit-liches Problem hat.
    (Frank Tempel [DIE LINKE]: Wie ist das beim Alkohol?)
    Unsere Gesundheit zählt. Es darf hier nicht um das große Geschäft gehen. Mit diesem Gesetz-entwurf forcieren Sie ein Geschäft, eine Industrie, die Sie gestern noch massiv bekämpft haben.
    (Emmi Zeulner [CDU/CSU]: So ist es!)
    Deshalb fordere ich Sie auf – ich werde gleich ei-nen persönlichen Beitrag dazu leisten –: Kümmern Sie sich besser um natürliche geistige Energie, die Sie frisch hält.
    (Die Rednerin überreicht der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine Tü-te Nüsse)
    Ich danke dem Präsidenten für die Geduld.
    (Heiterkeit und Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)
    Vizepräsident Peter Hintze:
    Zu einer Kurzintervention erteile ich das Wort dem Abgeordneten Dr. Harald Terpe, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.
    Dr. Harald Terpe (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
    Vielen Dank, Herr Präsident. – Frau Kollegin Mortler, der Grund, warum die Patienten in Deutschland heute noch damit rechnen müssen, dass Cannabis als Medizin so schlecht verfügbar ist, ist das Verhalten der CDU/CSU-Fraktion. Die Schuld liegt bei ihr, weil sie die Legalisierung von Cannabis seit Jahren und Jahrzehnten behindert hat, und zwar mit genau den gleichen Argumen-ten, die Kollege Spahn jetzt auch wieder bemüht, um unseren Entwurf eines Cannabiskontrollgeset-zes in Misskredit zu bringen.
    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)
    Es verwundert mich gar nicht, wenn Sie immer nur diejenigen hören, die davor warnen, so ein Gesetz zu machen. Es hängt immer davon ab, welche Gesprächspartner man sich sucht. Man kann sich in unserer Gesellschaft auch Ge-sprächspartner suchen, die Ihnen genau sagen werden, dass die Politik, die Sie bisher verfolgt haben, in Deutschland gescheitert ist.
    Wenn Sie jetzt sagen: „Unsere Drogenpolitik basiert auf vier Säulen: Prävention, Schadensmin-derung, Behandlung, Repression“ – Sie kommen erst am Ende zur Repression –, dann muss ich Ihnen entgegnen: Es ist doch genau umgekehrt. Es werden 70 bis 80 Prozent der Mittel für Re-pression ausgegeben, und die restlichen Mittel werden für Prävention, Schadensminderung und Behandlung ausgegeben.
    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)
    Wenn Sie an die Basis gehen, in Behandlungs-einrichtungen, dann wird man Ihnen genau das sagen: dass die Ausstattung der Behandlungsein-richtungen und der Beratungseinrichtungen mit Mitteln bei uns viel zu kurz kommt. Deswegen ist dieser Ansatz in Deutschland natürlich geschei-tert.
    Sie haben nicht ein Wort darüber verloren, dass unser Gesetz – ich möchte Sie auffordern, dazu noch einmal Stellung zu nehmen – einen starken Akzent auf Jugendschutz setzt. Sie haben richtig-erweise argumentiert, dass Cannabis in der Ent-wicklung von Jugendlichen einen Schaden anrich-ten kann.
    (Manfred Grund [CDU/CSU]: Das ist keine Kurzintervention! Das ist ein Redebeitrag!)
    Das haben wir bisher auch nie infrage gestellt. Vor allen Dingen wird es in unserem Gesetzent-wurf überhaupt nicht infrage gestellt.
    Ganz im Gegenteil: Wir stärken den Jugend-schutz, weil wir etwas dagegen tun, dass die po-tenziellen Konsumenten auf dem Schwarzmarkt einkaufen, wo alles Mögliche verkauft wird.
    Im Übrigen haben Sie auch nicht ein Wort dar-über verloren, welche negativen Folgen sozusa-gen die Aufrechterhaltung des Schwarzmarkts in Deutschland für das gesamte Geschehen hat, was die Konsummittel betrifft.
    Ich möchte Sie zu noch etwas auffordern.
    (Zuruf von der CDU/CSU: Wie lange soll das noch gehen?)
    Es ist ja nett, dass Sie uns da offensichtlich eine Pflanze hingestellt haben.
    (Zurufe)
    – Nüsse.
    (Manfred Grund [CDU/CSU]: Die Pflanze war beim Kollegen Özdemir! – Matthias W. Birkwald [DIE LINKE]: Nüsse! Oh Gott, ich bin Nussallergiker!)
    Es gibt auch andere Bilder von Ihnen.
    Sie haben auch die folgende Frage nicht beant-wortet:
    (Manfred Grund [CDU/CSU]: Herr Präsi-dent, was will der denn eigentlich?)
    Was tun Sie eigentlich dafür, dass die negativen Folgen des Alkoholismus in Deutschland ange-gangen werden?
    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der LINKEN)
    Diese Vorwürfe gegenüber einem seriösen Ge-setzentwurf kann ich so nicht stehen lassen.
    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der LINKEN)
    Vizepräsident Peter Hintze:
    Frau Mortler, mögen Sie darauf antworten?
    Marlene Mortler (CDU/CSU):
    Ja.
    Vizepräsident Peter Hintze:
    Bitte.
    Marlene Mortler (CDU/CSU):
    Herr Präsident! Herr Kollege Terpe, man merkt, dass Ihnen das Herz voll ist; mir auch.
    Die symbolischen Nüsse, die ich hier überreicht habe, sind wirklich für die geistige Gesundheit, um das noch einmal klarzustellen.
    (Katja Dörner [BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-NEN]: Unverschämtheit, ehrlich gesagt! – Dr. Anton Hofreiter [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das ist eine Mischung zwi-schen Kindergarten und Unverschämt-heit!)
    Statt Hanf.
    (Mechthild Rawert [SPD]: Damit kämen Sie im Görlitzer Park allerdings nicht wei-ter! – Heiterkeit – Weitere Zurufe)
    – Ich habe Zeit.
    (Tino Sorge [CDU/CSU]: Geben Sie Frau Rawert mal eine Nuss, bitte!)
    – Ich habe Zeit, Herr Präsident.
    Ich würde gern einen Kommentar aus der SZ vom 5. März zitieren, der das ziemlich auf den Punkt bringt:
    Der Gesetzentwurf der Grünen versucht sich nun in einer Art Entspannungspolitik: Erwach-sene sollen (natürlich gentechnikfreies) Can-nabis in geringen Mengen und unter strengen Auflagen besitzen und konsumieren dürfen, der Schwarzmarkt soll verschwinden, die Staatskasse gefüllt, die Jugend geschützt werden.
    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)
    Wenn das so funktionierte und nebenbei der Krieg zwischen den Anhängern der „Verbietet alles!“-Religion und den „Erlaubt alles!“-Gläubigen endete, dann wäre das schön.
    (Beifall bei Abgeordneten der LINKEN und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)
    Wenn darüber in Vergessenheit geriete, dass Hasch gefährlich ist und bleibt, wäre das schlecht. Ein Cannabiskontrollgesetz kann regeln, was nicht abzuschaffen ist. Dass mit ihm die große Bürgerfreiheit verwirklicht wer-den soll, ist Mumpitz.
    Die Überschrift lautet „Im Rausch der Illusion“. – Dem ist nichts hinzuzufügen.
    (Beifall bei der CDU/CSU – Dieter Jane-cek [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das spricht doch für den Gesetzentwurf!)
    Vizepräsident Peter Hintze:
    Als nächstem Redner erteile ich das Wort dem Abgeordneten Frank Tempel, Fraktion Die Linke.
    (Beifall bei der LINKEN)
    Frank Tempel (DIE LINKE):
    Ich habe übrigens keine Angst vor Zwischen-fragen. – Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr ge-ehrte Damen und Herren! Besitz und Erwerb von Cannabisprodukten sind in Deutschland strafbar. Auch der Anbau ist strafbar. Das ist die konkrete aktuelle Rechtslage in Deutschland.
    (Dietrich Monstadt [CDU/CSU]: Richtig so!)
    Von straffreiem Konsum zu reden, ist reichlich in-kompetent.
    (Beifall bei der LINKEN und dem BÜND-NIS 90/DIE GRÜNEN)
    Als Kriminalbeamter in Thüringen habe ich im dienstlichen Auftrag Strafanzeigen schreiben müssen, weil Tüten mit Restanhaftungen von Cannabis den Anfangsverdacht begründeten, dass der Betroffene im Besitz von Cannabis war. Be-reits das führte zur Strafanzeige. Wer diese Kri-minalisierung von Menschen mit dem Argument abtut, dass diese Verfahren wieder eingestellt werden, den muss ich fragen: Wie rechtfertigt man, dass Hunderte von Polizeibeamten diese Anzeigen erst einmal schreiben müssen, dass Hunderte von Polizeibeamten unterwegs sind, um Kontrollen durchzuführen und Wohnungen zu durchsuchen, wenn die Verfahren von der Staats-anwaltschaft dann in der Regel wieder eingestellt werden? Welchen Sinn macht das?
    (Beifall bei der LINKEN und dem BÜND-NIS 90/DIE GRÜNEN)
    Sie haben von vier Säulen der Drogenpolitik gesprochen. 86 Prozent der Mittel entfallen allein auf die Säule der Repression. Wer das damit be-gründet, dass der Schutz von Kindern und Ju-gendlichen beabsichtigt ist, dem muss ich sagen: Der Schwarzmarkt ist so ziemlich der schlechtes-te Jugendschutz.
    (Beifall bei der LINKEN und dem BÜND-NIS 90/DIE GRÜNEN)
    Die Strafbarkeit gilt aber auch für 40-, 50- und 60-Jährige. Sie gilt im Übrigen auch völlig unab-hängig davon, ob der Cannabiskonsument tat-sächlich einen gesundheitsgefährdenden Umgang damit pflegt oder ob er ein Gelegenheitskonsu-ment ist, der die festgestellte Menge lediglich da-zu hat, um eine Weile damit auszukommen. Auch er wird kriminalisiert. Hier wird ein Verhalten be-straft, das bei unsachgemäßem Umgang mög-licherweise zu einer Selbstschädigung führt. Das ist einmalig im deutschen Strafrecht.
    Ja, der missbräuchliche Konsum – das wird nicht ignoriert; auch nicht im Antrag der Grünen – ist riskant, ist gefährlich, und das besonders, wenn im sehr frühen Alter damit begonnen wird. Deswegen muss man natürlich klare Jugend-schutzregeln schaffen. Während wir aber hier dar-über diskutieren, wie wir das machen können, schaffen wir es beim Alkohol noch nicht einmal, über konkrete Werbeverbote zu reden.
    (Beifall bei der LINKEN und dem BÜND-NIS 90/DIE GRÜNEN)
    Sie, liebe Kollegen von der Union, lehnen die Legalisierung von Cannabis ab, damit nicht, wie man ja hört, neben Tabak und Alkohol eine weitere gefährliche Droge auf den Markt kommt. Ich weiß nicht, in welcher Welt Sie leben. Wir haben circa 2,5 bis 4 Millionen Cannabiskonsumenten in Deutschland. Diese Droge ist da, und der Versuch der Durchsetzung des Verbots kostet eben sehr viel Geld, das an anderen Stellen für Prävention fehlt.
    (Beifall bei der LINKEN und dem BÜND-NIS 90/DIE GRÜNEN)
    Stattdessen haben wir einen Schwarzmarkt, Streckmittel und keinen Einfluss auf den Wirk-stoffgehalt, keinen Jugendschutz. Deswegen muss es einfach legitim sein, Alternativen zu dis-kutieren.
    Die Linken haben in der letzten Legislatur den Vorschlag gemacht, eine nichtkommerzielle Lö-sung, angelehnt an die Cannabis Social Clubs in Spanien, anzubieten. Das heißt, sowohl legal als auch illegal kann niemand mit diesem Produkt Geld verdienen. Das wäre präventiv durchaus eine interessante Lösung. Die Grünen haben jetzt einen anderen Vorschlag eingebracht, der auch kom-merzielle Lösungen beinhaltet, aber ebenfalls Lö-sungsansätze in den Bereichen Jugendschutz, Verbraucherschutz und Prävention bietet. Das ist vielfach ganz klar eine bessere Lösung als Schwarzmarkt, Streckmittel und Stigmatisierung von 4 Millionen Menschen in diesem Land.
    (Beifall bei der LINKEN und dem BÜND-NIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abge-ordneten der SPD)
    Wir haben natürlich überlegt, ob auch wir schnell noch einen Antrag vorlegen. Nein, das machen wir ganz bewusst nicht. Wir reden heute über den Antrag der Grünen. Den werden Sie eventuell wieder ablehnen. Das wurde ja in Ihrer nicht sehr sachlichen Rede eben deutlich. Für die-sen Fall verspreche ich Ihnen, dass wir hier wie-derum einen Antrag vorlegen werden. Dieses Thema werden Sie aus dem Bundestag nicht mehr herausbekommen. Das ist übrigens ein Verspre-chen.
    (Beifall bei der LINKEN und dem BÜND-NIS 90/DIE GRÜNEN)
    In dieser Debatte zur Legalisierung müssen Sie einfach einmal Ihre zwei, drei Experten, die Ihnen noch geblieben sind, beiseitelassen und auf die wirklichen -Experten hören. Ich rede da von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, einem re-lativ breiten Sammelbecken. Alle drei Polizeige-werkschaften haben sich mittlerweile zu dem Thema geäußert. Die Hälfte aller Strafrechtspro-fessoren hat sich zu diesem Thema geäußert. Sie stellen sich hier allen Ernstes hin und behaupten, Sie finden keine Experten, die etwas anderes sa-gen. Das ist reichlich ignorant.
    (Beifall bei der LINKEN und dem BÜND-NIS 90/DIE GRÜNEN sowie der Abg. Ulli Nissen [SPD] – Matthias W. Birkwald [DIE LINKE]: 122 Strafrechtsprofesso-ren!)
    Liebe Kollegen von der Union und auch von der SPD, Sie haben noch eine zweite Chance: Es be-findet sich nach wie vor im Beratungsprozess des Bundestages ein Antrag zur Evaluierung des Dro-genstrafrechts. Sie haben da eine Chance. Stellen Sie die richtigen Fragen. Sie glauben, Nachfrage und Angebot durch ein Verbot zu reduzieren. Dann überprüfen Sie es. Es gibt viele Länder, die ande-re Wege gehen. Sie zweifeln die Zahlen an. Über-prüfen Sie es. Wir sagen, dass die fehlende Kon-trolle Produkte auf dem Schwarzmarkt noch ge-fährlicher werden lässt durch fehlende Wirkstoff-gehaltangaben, durch Streckmittel; Sie ignorieren das. Dann überprüfen Sie es! Stellen Sie die rich-tigen Fragen. Dieser Antrag ist noch in der Pipe-line und soll hier beraten werden. Alle Zahlen, Tendenzen und Fakten können auf den Prüfstand; aber die Diskussion zu verweigern, ist einfach un-akzeptabel.
    (Beifall bei der LINKEN und dem BÜND-NIS 90/DIE GRÜNEN)
    Ich möchte aber trotzdem ganz zum Schluss – die Zeit ist abgelaufen – anerkennen, dass es zu-mindest die Ansage gibt, im Bereich der medizini-schen Verwendung etwas zu machen. Ich hoffe sehr, dass es nicht nur darum geht, den wenigen Erlaubnisinhabern jetzt Kosten zu erstatten, son-dern dass es hier auch darum geht, zum Beispiel den Zugang zur Anwendung von Medizinalhanf zu erleichtern. Jeder Zehnte, der einen Antrag auf Er-laubnis zur Verwendung von Medizinalhanf stellt, stirbt, bevor sein Antrag überhaupt entschieden ist. Jeder Zehnte stirbt, bevor der Antrag – Frau Mortler, ich rede auch mit Ihnen – überhaupt bear-beitet ist. Das ist unterlassene Hilfeleistung durch die Bundesregierung.
    Danke schön.
    (Beifall bei der LINKEN und dem BÜND-NIS 90/DIE GRÜNEN)
    Johannes Singhammer (CDU/CSU):
    Für die SPD hat jetzt der Kollege Burkhard Bli-enert das Wort.

    mfg

    ps: habe alle bild-er mit Tee auswählen dürfen!

  6. $chluckspecht

    wie aus einigen ärzte-fachblättern in den letzten tagen zu erfahren war ist
    die ärzteschaft in deutschland bereits jetzt schon gegen eine abgabe. könnte es sein, das pharma-konzerne die psychopillen vertreiben deutlich höhere gewinne abgeben?
    bei cannabis aud rezept wird es dementsprechend sicher zugangs schwierigkeiten gaben für menschen die der arzt als nicht bedürftig einschätzen wird.

    wie wird das dann laufen? heute 10 gramm verschrieben bekommen und dann der spruch „kommen sie in 3 monaten wieder“? ausserdem gibts ärtzte bei denen der patient über 3 monate auf eine termin warten müsste, um eine erstbehandlung zu bekommen.
    alles bleibt sicher beim alten und schwerkranke wie krebskranke, usw. kommen an cannabis ran aber erst wenn es zu spät is.

    frau merkel und mortal habe sich eine atempause zu den den nächsten wahlen verschafft um bei der momentanen globalen legalisierungswelle, angeführt von unseren freunden den amis, ein einigermaßen sportliches mitwirken zu demonstrieren.

    man kann allen mitwirkenden, die verbissen und zu unrecht gegen eine legalisierung kämpfen, versagen in sachen menschlichkeit und intelligenz vorwerfen, da es meist zu spät ist mit der erlaubnis für den patienten.

  7. reefermadness

    @Jemand schmunzel…….

    normal ernähren sich uboote von luft hafer oder möhren!
    das die hanf essen ist mir neu!
    wobei bin mal mit einem indio in die berge der hatte doch glatt ein cannamomuli!

    ps mehr fällt mir dazu nicht ein 🙂
    https://www.youtube.com/watch?v=fihltjGXjGw
    Just take 5 Möhrchen Helge Schneider & Dendemann | NEO MAGAZIN ROYALE

    mfg

  8. Hanfpferd

    Tja, mehr als hier reinschreiben, daß man sich mal um das Bild, was man durch die Kommentare nach aussen abgibt, kümmern sollte, kann ich nicht. Wenn du das nicht als Verbesserungsvorschlag gelten lässt, deine Sache. Oder willst du nur, a lá Pegida, das gefühl der Masse im Furor geniessen? Je mehr mit dir mitschreien, desto legitimer wirds? Hatten wir doch schonmal, solche Leute, die wacker brüllend und mit Fackeln mitmarschieren,oder?
    Die „Vollpfosten“ waren übrigens auf diejenigen gemünzt, die auf Facebook „brillierten“..und ich bin mir nicht so sicher, ob es den Mordaufruf nicht doch gegeben hat, er aber schnellstens gelöscht wurde, weil er eben strafbar ist. Zutrauen würde ich es dem aufgeheizten Mob jedenfalls…wäre, wie eman ja sieht, nicht die einzige Parallele zu Pegida. Entschuldigung dafür, daß ich mich ausdrücken kann, tut mir echt leid, daß ich in der Schule was gelernt habe…wie war das nochmal früher? Intelligenz kifft, Dummheit säuft. Trifft wohl eher nicht mehr zu, heutzutage…quod erat demonstrandum. Ist wohl aber auch so ein Ausdruck der Natur des Internet, daß es auch denen eine Stimme gibt, denen zuzuhören man früher glattweg und zurecht abgelehnt hätte. Schreihals-, Hass- und Pöbelkultur eben. Auch dir noch viel Spass an deinem Leben.

  9. reefermadness

    tut mir echt leid, daß ich in der Schule was gelernt habe…
    roflcopter……..
    jeder schädlich liebt hanf

    allerding hanf ist der stacheldraht für mäuse!!
    @volksvertreter
    http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/studie-marihuana-konsum-nicht-ursache-von-depressionen-und-angstzustaenden-2016021856992
    und nun? was nun?
    Dies gelte insbesondere angesichts der sich schnell verändernden Marihuana-Politik weltweit.
    Tja, mehr als hier reinschreiben, daß man sich mal um das Bild, was man durch die Kommentare nach aussen abgibt, kümmern sollte, kann ich nicht.
    Tja was das weltweite bild betrifft……was nun nach aussen abstrahlt, das sind bestimmt alles langhaarige bombenleger terroristen und cowboys die pferde einreiten!!
    yiiiiepiiieeejaheeeey
    mfg

  10. reefermadness

    jeder schädlich -schädling liebt hanf
    allerding+s
    als sehbehinderter cannabispatient hab ich das kórrekturlesen satt…..
    schiebe das nur hinterher damit nicht noch der grammatikalfaschismus oder gar schlimmeres nun der kryptofaschismus durchschlägt bei manchen gemütern danke!
    mfg

  11. X-KIFFER

    Schade das man sich immer hier gleich in die Haare kriegt obwohl doch alle in einem Boot sitzen. Eine FuckBook-Seite die den Tod von Frau Mortal fordert habe ich auch noch nie gesehen, aber daß könnte daran liegen das ich bei FB gar nicht angemeldet bin. Den Tod von jemanden kann man auch nicht einfach fordern oder beantragen denn dann bräuchte es jemanden der das dann ja auch durchsetzt. Aber man kann jemand den Tod WÜNSCHEN, ich glaube dass es nicht strafbar ist. Der Tod von Frau Mordler & Co. wäre für viele zwar eine – wenn auch auch primitive – Form der Genugtung aber würde das Problem sicher nicht lösen sondern nur verschieben. Leider habe ich auch mich schon oft dabei ertappt daß ich Mordler & Co. die schlimmsten Krankheiten an den Hals wünsche. Wahrscheinlich hängt das damit zusammen daß staatliche Verfolgung von Minderheiten Gewalt ist und somit natürliche Gegengewalt auslöst. Ich bin eigentlich sehr erstaunt darüber daß es bis jetzt noch keine Terror-Anschläge seitens der Cannabiskonsumenten gegeben hat, wo doch so viele Biografien unrettbar zerstört wurden und es sicher den einen oder anderen gibt der eh nix mehr zu verlieren hat. Ich habe mit dem Konsum seit einigen Jahren aufgehört, gezwungenermaßen, aber mir fehlt der Genuß von Cannabis immer noch und ich denke das wird es wohl immer tun.
    Das Problem lösen könnte evtl. die Gründung einer Partei die sich im übrigen Programm sehr neutral verhält. Es müßte eine Partei sein die als oberstes Ziel die Änderung der Drogengesetzgebung hat und sich ansonsten zu den übrigen Themen neutral verhält, nach dem Motto: „Wir wollen NUR die Drogenpolitik ändern, den übrigen Politzirkus überlassen wir den professionellen Clowns und Lügnern der Szene.“
    Es gibt Menschen die glauben das „Die Linke“ nur aus Kommunisten besteht und die „Grünen“ aus lauter durchgeknallten Spinnern die sich rein vegetarisch (also mit Körnern) ernähren und die diese deshalb nicht gleicht wählen wollen nur weil da mal einer was positives zur Legalisierung gesagt hat. So lobenswert der Einsatz der Abgeordneten der Grünen und der Linken in der Debatte war, die Linke hat das Thema jahrelang vernachlässigt und man hat bei denen immer das Gefühl die mißbrauchen das Thema einfach nur um Merkel & Co. zu ärgern. Hauptsache man ist anti-mainstream. Die „Neinsager-Partei“ quasi.

    Bei den Grünen muss ich feststellen gibt es leider zu wenige Ströbele’s und zu viele Biedermeier. Wenn ich mir den „braven Opa“ angucke der nach den Vorfällen in Stuttgart in dem betreffenden Bundesland Ministerpräsident geworden ist, sofort nach Machtübernahme den Bahnhof trotzdem wie geplant bauen ließ und die Hatz auf die C-Konsumenten verstärkt hat, fühle ich mich wie im Altersheim und kriege Schüttelfrost. Der ist nicht besser als Mordler, er kann nur besser schauspielern. Mehr Biedermann geht kaum noch. Meiner Meinung nach gehört Ströbele da nicht rein, er kämpft dort auf verlorenen Posten. Man darf auch niemals vergessen und muß da bei jeder Gelegenheit immer und immer wieder drauf hinweisen, daß es die GRÜNEN waren, die – zusammen mit den Spezialdemokraten – die Verfolgung der Cannabiskonsumenten auf die Spitze getrieben haben. Stichwort Hanfsamenverbot nur um mal eines zu nennen. Die „verbotspartei“ GRÜNE ist einfach nur unglaubhaft.
    Also es wird sich vorläufig nichts ändern, und genauso wie sich die Kriegsflüchtlinge nur ein Ticket beim Schlepper kaufen können, haben die Cannabiskonsumenten die das Glück haben Gesund zu sein und damit zusammenhängend das Pech haben, keine Chance jemals eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten, nur die Möglichkeit auf das BTMG & Frau Morast zu pfeifen und beim Schwarzmarktdealer hinter dem Bahnhof zu kaufen oder im Growschrank selber anzubauen. Natürlich ersaufen viele im Mittelmeer und viele gehen wegen BTMG in den Knast, könnte man zynisch sagen „bissel Schwund ist halt immer“ – das ist nunmal das Bigotte an unserer Politik – so what?

    Abschließend zu Pegida & Co. Ich mag die auch nicht, aber man muß leider anerkennen daß die Demonstrationen hinkriegen wo die Teilnehmerzahl in die Tausende geht, was ich bisher bei Hanfdemos leider nicht feststellen konnte. Und ja, sie sind regelmäßig im Fernsehen, werden beachtet, mittlerweile sogar gefürchtet.
    Warum schaffen die das und die Hanffreunde nicht?
    Schönes Wochenende Euch allen, bleibt friedlich, genießt das Leben und wer will raucht sich ein leckeres Tütchen und denkt über eine Parteigründung nach. Goggelt mal nach „Parteigründung“ und lest nach, es ist einfacher als man denkt.
    Ich jedenfalls würde sofort 250 Euro für die Portokasse und Antragsgebühren spenden.

  12. Jemand

    Hanfpartei ? Wär ich auch dabei! Dabei sollte man sich aber eben nicht neutral verhalten bei Themen die nicht direkt mit Cannabis zu tun haben! Man sollte aus „Fehlern“ anderer Parteien lernen und dem Volk erstmal eines demonstrieren : das es da draussen Leute gibt die nicht nur reden sondern etwas machen und zwar für alle nicht nur für die Reichen!
    Das wäre verdammt schwer und würde auch extrem lange dauern aber das ist genau das was die deutschen jetzt brauchen bzw verlangen!
    Und ich kann nicht tatenlos dabei zusehen wie Nazis und -sympatisanten diese Aufgabe ohne ernstzunehmende Konkurrenz befriedigen
    Wehret den Anfängen!

    Zu den Linken : Ich glaube tatsächlich die wären eine der einzig verbliebenen „grösseren“ Parteien die eine Chance hätten das Blatt noch zu wenden (wenn sie denn wollten…und dabei bin ich mir eben nicht ganz so sicher) darauf kommt es aber leider eh nicht an wenn man bedenkt das die restlichen Parteien (vor allem aus populistischen Gründen) nicht mit ihnen koallieren wollen
    Allerdigs sollte man bedenken das (nahezu) alle sozialen Ideen die CDU und co (leider völlig blödsinnig) umgesetzt haben (Mindestlohn zB) ursprünglich Ideen der Linken waren!

    Die Grünen sind nach wie vor „FDPler die für Dosenpfand sind“ eine heuchlerische Kriegstreiberpartei die ihre einstigen Grundsätze längst ad acta gelegt haben im Kampf um die Stimmen des Wahlviehs

    Zu Pegida : Typisch rechte Propaganda es werden real existierende Probleme aufgezeigt (zb die Gefahr das wie auch immer geartete „Zuwanderung“ unser kaputtgespartes Sozialsysthem gefärden könnte) völlig aifgebauscht (Stichwort Lügenpresse) und dann denen in die Schuhe geschoben die am wenigsten dafür können nämlich die die einem eh grad im Weg rumstehn!
    Das hat bei Hitler schon wunderbar funktioniert!
    Woran das liegt ist realtiv einfach : „Endlich jemand der sagt was alle denken aber keiner sich traut auszusprechen“
    Und im Prinzip ist es ja auch so die restlichen Parteien labern um den heissen Brei und reden den Pegida Nazis dann aus populistischen Gründen nach dem Maul was diese dann wieder völlig bestatiht und ihnen weiteren Zulauf beschert….ein Teufelskreis!

    Warum das bei Hanfdemos nicht so klappt ist für mich auch relativ klar! Wer rennt den schon auf die Strasse um den eigenen Peinigern in den Arsch zu kriechen nach dem Motto „bitte bitte bitte lasst uns doch in ruhe kiffen!“ !?
    Die Organisatoren anderer erfolgreicher Demos (zb gegen ttip) reden ja auch nicht um den heissen Brei rum

  13. Jemand

    Ach und wegen in die Haare kriegen : das war ein kleines unbedeutendes Wortgefecht nichts weiter alles gut keine Angst 😉

  14. Drunk Fail

    Cannabis ist eines der wenigen Medikamente ,dessen Herstellung und Gebrauch ,den Boden , die Luft und das Grundwasser, nicht ,mit Chemikalien belastet ! Allein schon ,die Ökologische Argumentation für eine Hanflegalisierung ,wäre Sozial gesunden Menchen , verständlich .

  15. reefermadness

    Die Organisatoren anderer erfolgreicher Demos (zb gegen ttip) reden ja auch nicht um den heissen Brei rum.
    die auch nicht https://www.campact.de/campact/ueber-campact/das-team/

    Bei den Grünen muss ich feststellen gibt es leider zu wenige Ströbele’s und zu viele Biedermeier. http://www.taz.de/picture/349823/948/7455391.jpg

    gut erkannt und klasse geschrieben x-kiffer thx ebenso jemand 😉

    denkt über eine Parteigründung nach. Goggelt mal nach „Parteigründung“ und lest nach, es ist einfacher als man denkt.
    Ich jedenfalls würde sofort 250 Euro für die Portokasse und Antragsgebühren spenden.
    längst passiert gibt doch schon alles…kuckst du…

    https://wiki.piratenpartei.de/AG_Drogenpolitik

    mfg

  16. Jemand

    @Drunk Fail
    Stimmt und dafür braucht man nur die Blüten der Pflanze! Die Fasern könnten zu Papier verarbeitet werden ohne das man weiter die Wälder kaputtmacht (Monokulturen sind anfällig für Schädlinge bieten kaum Raum für Tiere usw) dann natürliche Dämmstoffe Kleidung (die ersten Jeans waren aus Hanfstoff weil dieser so robust und pflegeleicht ist)
    Aus dem Samenöl kann man nicht nur Plastik und Benzin herstellen sondern es enthällt alle essentiellen Aminosäuren und viele Proteeine

    Und das sind nur einige Beispiele was Hanf alles kann!
    Das Problem ist das der Lobbyismus zu stark ist und dadurch die Rückkehr zu ökologisch verantwortlichen Methoden nahezu unmöglich machen
    Aber wem erzähl ich das ? Die meisten hier bei Hajo wissen das längst…

  17. Ralf

    X-Kiffer
    Abschließend zu Pegida & Co. Ich mag die auch nicht, aber man muß leider anerkennen daß die Demonstrationen hinkriegen wo die Teilnehmerzahl in die Tausende geht, was ich bisher bei Hanfdemos leider nicht feststellen konnte. Und ja, sie sind regelmäßig im Fernsehen, werden beachtet, mittlerweile sogar gefürchtet.
    Warum schaffen die das und die Hanffreunde nicht?
    Die Hanffreunde schaffen das, werden aber von den Massenmedien komplett igoriert und zwar nur aus einem einzigen Grund, diejenigen die in den hohen Gremien unserer Propagandaeinrichtungen wie ARD und ZDF sitzen sind zu über 95% Prohibitionsverbrecher und zur Hälfte Sympathiesanten der PEGIOTEN (deswegen die große mediale Aufmerksamkeit), die unsere Stimme systematisch unterdrücken, was natürlich sehr demotivierend auf den Willen zur Teilnahme wirkt.

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