Mittwoch, 9. Dezember 2015

Deutsche U-Boote für den Krieg gegen Drogen

Kolumbien kauft U-Boote für 110 Millionen Euro

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Bild: Archiv

Dass weltweit immer mehr Stimmen laut werden, die den „War on Drugs“ als gescheitert ansehen und ein Umdenken in der internationaln Drogenpolitik fordern, hält einige Staaten nicht davon ab unbeirrt weiter aufzurüsten. So kaufte Kolumbien zwei deutsche U-Boote im Wert von 110 Millionen Euro, um diese gegen Kokainschmuggler zwischen Kolumbien und Panama einzusetzen. Nach wochenlanger Überfahrt sollen die Boote nun helfen den Drogenhandel einzudämmen und hauptsächlich im Golf von Urubá eingesetzt werden.

 

Weil der Landweg zwischen den beiden Ländern hauptsächlich aus Dschungel besteht, weichen die Kuriere auf Schnellboote oder kleine U-Boote aus, um ihre Fracht in Richtung Norden zu befördern. Kolumbiens Kokainproduktion wird derzeit auf 300 bis 400 Tonnen pro Jahr geschätzt. Die deutschen U-Boote wurden zuvor in Kiel für ihren neuen Einsatz umgebaut. Sie können bis zu 15 Tagen durchängig unterwegs sein und bieten einer Besatzung von 23 Personen Platz. Der Bundessicherheitsrat hatte zuvor den Verkauf genehmigt. Der kolumbianische Verteidigungsminister Luis Carlos Vilegas ist sich sicher, dass die U-Boote einen großen Beitrag dazu leisten „unsere Erfolge im Kampf gegen den Drogenhandel zu erhöhen, mehr Drogen zu beschlagnahmen und andere Verbrechen, die sich in kolumbianischen Gewässern ereignen, zu bekämpfen“.

 

Kolumbien ist nicht das einzige Land, dass beim Versuch den illegalen Drogenhandel zu bekämpfen auf schwere Geschütze setzt. Auch Russland und Pakistan vollziehen „Anti-Drogen-Übungen“ mit U-Booten im Nordteil des Arabischen Meers.

10 Antworten auf „Deutsche U-Boote für den Krieg gegen Drogen

  1. Littleganja mit Ausnahmeerlaubnis

    Fakt ist momentan leider das die „Dealer“ aus Kolumbien & Venezuela ihre Schmugglerrouten über Afrika wählen. ISIS, Boko Haram , Hisbollah , Al Qaida verdienen aktuell ordentlich mit.
    Der Krieg gegen Drogen ist gescheitert, genau wie Cannabis in naher Zukunft muss aus Kokain, Heroin usw. legalisiert werden!
    Dann bleibt den Terroristen nur noch: Geiselnahme mit Lösegeldforderung, Diebstahl, Prostitution, Menschenhandel und der Handel mit gestohlenen Antiquitäten, evtl. noch Internetkriminalität.
    Schade aber wahr, die richtigen Drogenhändler haben eben keine Skrupel keine Ethik und scheißen auf jeden, vergewaltigen, Morden, Entführen, Foltern und benutzen Terroristen um ihr Kokain nach Europa und in die USA zu bringen.
    Jeder der aktuell Kokain oder Heroin nimmt ist Teil der Terroristen und mit verantwortlich das sie sich finanzieren können. Die größte Teilschuld trägt jedoch der Staat der erst durch sein Verbot einen solchen Markt erschafft.

  2. X-KIFFER

    Die Geheimdienste finanzieren ihre Schwarzgeldkassen auch mit Gewinnen aus illegalen Drogengeschäften. Die müßten sich dann ebenfalls andere illegale Aktivitäten überlegen.

    Die Drogenkartelle haben soviel Geld, die lachen über 2 poplige U-Boote. Die können ganze Regierungen von schwachen Staaten kaufen, was sollen da 2 U-Boote ausrichten?

    Hat die Welt immer noch nichts aus der Alkoholprohibition der Amis im vergangenen Jahrhundert gelernt?

    Der einzige Weg den Holocaust gegen die Drogenkonsumenten zu beenden ist die vollständige Legalisierung und Regelung des Zugangs aller Drogen für erwachsene, mündige Bürger.

  3. E.B.

    Moral mal außen vor, müsste man Steuereinnahmen dieser Art sowie die ganzen Strafzahlungen nicht mit bilanzieren bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung des Verbots?
    Beziehe mich auf Kalkulationen wie http://hanfverband.de/inhalte/finanzielle-und-wirtschaftliche-auswirkungen-einer-cannabislegalisierung

    @X-KIFFER: Plausibel allemal, aber gibt es belastbare Aussagen, etwa richterliche Urteile, dass Dienste sich auch durch Drogen finanzieren? Offiziell, wenn ich das richtig verstehe, gibt es höchstens ein paar schwarze Schafe, die sich auf eigene Faust zu bereichern versuchten.

  4. Jemand

    Wenn nicht gegen SIS, Boko Haram , Hisbollah , Al Qaida und Co sollte die UN dann bitte Krieg spielen !?

  5. Littleganja mit Ausnahmeerlaubnis

    @Jemand, ich denke mal der UN wäre am liebsten es würde keine Feinde und keinen Krieg geben, vermutlich will das doch eigentlich jeder Mensch.
    Und wenn die Möglichkeit besteht, mit deutschen U Booten ein Teil der Finanzierung von Terrorgruppen abzuschneiden, dann sollten wir Kolumbien die U Boote sogar schenken ist meine Meinung!
    Und auf dummes Gelaber von Irgendjemand geb ich nen feuchten Schiss.

  6. Olaf

    Bin mir sicher Drogenkuriere werden immer ihren Weg / Schlupflöcher finden um ihre Ware an den Mann zu bringen. Da werden auch keine U-Boote helfen. Bin mal gespannt wie das weiter geht.

  7. Ralf

    @Littleganja mit Ausnahmeerlaubnis
    ……., ich denke mal der UN wäre am liebsten es würde keine Feinde und keinen Krieg geben, vermutlich will das doch eigentlich jeder Mensch.
    Deine Naivität in dieser Frage mache ich dir nicht zum Vorwurf, ich empfehle dir nur mal nachzusehen was für Leute da genau drinnesitzen und du wirst deine Meinung über die UN ganz schnell ändern, das ist nämlich nichts weiter als die Vertretung der größten Verbrecher, Diktatoren und Mörderbanden dieser Welt. Diese Leute haben zu 99% nicht die mindeste demokratische Legitimation. Sie sind ALLE ohne Ausnahme Käufer (die sog. Weltmächte) oder Verkäufer (die von ihnen bewaffneten eingesetzten Diktatoren und sonstigen korrupten Mörderbanden) von politischen Entscheidungen. Wenn es ein Gremium gibt welches die Verantwortung für das Elend auf der Welt repräsentiert, dann sind das des Teufels Diener von der UNO.

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