Freitag, 13. November 2015

Venezuelanische Präsidentenfamilie schmuggelt Drogen

 

Neffen der Präsidentenfrau in den USA wegen Kokainschmuggels angeklagt

 

Profit
Foto: aranjuez1404 – creative commons.

 

Zwei Neffen der Gattin von Präsident Nicolás Maduro waren am Dienstagabend bei ihrer Ankunft in der Hauptstadt Haitis Port-au-Prince festgenommen worden. Die beiden waren mit Diplomatenpässen gereist, obwohl sie keine diplomatische Immunität besitzen. Ihnen wird vorgeworfen versucht zu haben 800 Kilo Kokain in die USA zu schmuggeln. Das Kokain im Wert von 80 Millionen US-Dollar soll beschlagnahmt worden sein.

 

Im Vorfeld hatten Undercover-Agenten der DEA einen zentralamerikanischen Drogenring unterwandert und die Operation unter strengster Geheimhaltung vorbereitet. Laut Quellen der haitianischen Regierung, seien die beiden Venezueler dabei gefilmt worden, wie sie ein Kilogramm Kokain an die verdeckten Agenten der DEA überreichten. Zudem sei bei einem Treffen der Transport der Drogen über Honduras in die USA ausgemacht worden. Jetzt müssen sich die beiden von einem New Yorker Gericht verantworten.

 

Der venezuelanische Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski nannte den Vorfall einen internationalen Skandal und forderte Aufklärung seitens des Präsidenten, der sich bisher zu der Anklage der Neffen seiner Frau, die bei den nächsten Parlamentswahlen antreten will, nicht äußerte. Der Vorfall belastet die bereits angespannte Lage zwischen Venezuela und den USA. Laut Washington werden jährlich über 200 Tonnen Kokain von Venezuela in die USA verfrachtet. Hochrangige Mitglieder des Militär, der Regierung und der Polizei sollen darin verwickelt sein, so der Vorwurf. Einige von ihnen wie der ehemalige Verteidigungsminister wurden bereits in den USA angeklagt und verurteilt.

 

 

 

 

 

 

3 Antworten auf „Venezuelanische Präsidentenfamilie schmuggelt Drogen

  1. Ralf

    Na und, das macht die Cocain Import Agency kurz CIA genannt doch auch. Nur mit den Mengen können Maduro`s Neffen wahrscheinlich nicht mithalten. Und weil sie nicht Sieger in diesem Wettbewerb geworden sind und nicht genug Kohle scheffeln konnten um die entsprechenden Leute in Washington zu schmieren kommen sie als Verlierer zur Strafe in den Knast!

  2. X-KIFFER

    Die CIA sorgt schon dafür daß niemand (außer der CIA) Koks in die USA bringt. Die wollen keine Konkurenz und brauchen nunmal die Drogengelder dringend, um all die illegalen Schweinereien, die ein Geheimdienst leider machen muß um die Menschrechte bzw. die vitalen Interessen der USA zu schützen, zu finanzieren.
    Da kann nicht einfach jeder Neffe daherkommen und ins Geschäft funken, wo kämen wir denn dahin?

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