Freitag, 11. September 2015

Münsters ehemaliger Polizeipräsident gründet die „Strafverfolger gegen die Prohibition“

Hubert Wimber durfte endlich „LEAP Deutschland“ gründen

 

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Hubert Wimber

 

Gestern hat der ehemalige Polizeipräsident von Münster, Hubert Wimber, das getan, was ihm sein einstiger Dienstherr, der Nordrhein-Westfälische Innenminister Ralf Jäger, ihm noch vor nicht mal einem Jahr verbieten konnte. Der mittlerweile pensionierte Wimber gründete gestern zusammen mit Jugendrichter Andreas Müller, dem Bundestagsabgeordneten und Kriminalbeamten Frank Tempel, dem ehemaligen BGH-Richter Wolfgang Nescoviv und der ehemaligen MI5-Agentin Annie Marchon die deutsche Sektion von LEAP (Law Enforcement Against Prohibition- Strafverfolger gegen die Prohibition).  Zum Vorsitzenden von LEAP-Deutschland wurde Hubert Wimber gewählt.

 

LEAP wurde ursprünglich in den USA gegründet und verfügt jetzt neben Sektionen in Kanada, Brasilien, Costa Rica und Großbritannien auch über eine deutsche.

„Niemand kennt die Folgen einer allein auf Kriminalisierung und Repression setzenden Drogenpolitik besser als diejenigen, die sie durchsetzen müssen. LEAP (Law Enforcement Against Prohibition, Gesetzeshüter gegen Prohibition) ist ein Verein, der sich für die Entkriminalisierung des Drogenkonsums einsetzt.

 

LEAP stellt sich eine Gesellschaft vor, in der die Drogenpolitik positiv wirkt und unsere Gemeinden sicherer macht. LEAP hat sich als Ziel gesetzt die Öffentlichkeit, die Medien und die Politik über das Versagen der bisherigen Drogenpolitik aufzuklären. Gleichzeitig strebt LEAP an den Respekt für die Arbeit der Polizei wieder herzustellen, der durch ihre Beteiligung bei der Durchsetzung der Anti-Drogengesetze beschädigt wurde.

 

Die Arbeit von LEAP besteht darin, die Vielzahl der negativen Folgen des „Krieges gegen die Drogen“ zu verringern, indem gezeigt wird, dass die damit verbundene hohe Verbrechensrate tatsächlich mehr aus dem Verbot von Drogen resultiert, als aus den Auswirkungen der konsumierten Stoffe selbst, “ schreibt LEAP-Mitbegründer, der Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Innenausschusses, Frank Tempel, in seiner Erklärung zur Gründungsversammlung.

5 Antworten auf „Münsters ehemaliger Polizeipräsident gründet die „Strafverfolger gegen die Prohibition“

  1. Revil O

    Dazu möchte ich Herrn Hubert Wimber ganz herzlich gratulieren.
    Durch die Gründung von LEAP-Deutschland wird die Diskussion durch noch mehr Tatsachen und Fakten mächtig befeuert werden und die ganzen ideologischen Prohibitionisten werden mit ihren bewussten Lügen demnächst völligst nackt auf dem Präsentierteller liegen.

  2. Lars Rogg

    Leider musste ich heute Morgen, in einer Radiodiskussion, wieder mal von einem geisteskranken Psychonkel aus Östereich (in Münchnen arbeitend) wieder das Märchen hören, dass Cannabis gefährlicher sei als Alkohol. Also das gleiche Gewäsch wie der Crest (Holm Hadulla) oder das Thomasius. Sobald nachweisbare Veränderungen im Gehirn darstellbar sind, ist es automatisch gefährlicher als Alkohol. Seltsame Logik oder Beweisführung !! Die Letalität, der körperliche sowie psychische Verfall durch Alk, wird dabei komplett ausgeblendet. Ich tippe auf saubere Lobbyarbeit !!
    Es wird Zeit, dass die Realität endlich Einzug hält. Organisationen wie LEAP, HJ oder YES etc, können dabei hilfreich sein.
    Alles Gute 🙂

  3. Sternsch I. Gard

    @Lars Rogg: Meinst du mit HJ das Hanf Journal? Oder die ehemalige Jugendorganisation der NSDAP, denn die Hitler Jugend kürzte sich mit HJ ab, soweit ich weiß, ist die Abkürzung fürs Hanf Journal HaJo. Das aber nur mal am Rande.

    Ansonsten freu ich mich natürlich sehr, dass es endlich noch eine Gruppe gibt, die unserem Rechtssystem angehören/hörten und sich für einen entkriminalisierteren Umgang mit Canabis aussprechen. Haben wir als Rechtsanwälte und Gesetzeshüter. Brauchen wir bloß noch eine Gruppierung um Politiker, die sich für eine Entkriminalisierung stark machen.

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