Donnerstag, 27. August 2015

Sativa und Indica nur Schall und Rauch?

 

Neue Forschungsergebnisse bestätigten, worüber wir schon 2013 berichteten

 

Kimo-Mutter-Pflanze-blüte-bud-bio-logisch
Ist das jetzt eine Sindiva oder was?

 

 

Das Hanf Journal hatte bereits vor knapp zwei Jahren über Forschungsergebnisse eines Cannabis-Testlabors aus San Francisco berichtet. Der Leiter des Labors, Jeffrey Raber, ging damals mit den Ergebnissen vieler tausend Analysen an die Öffentlichkeit und behauptete, die Einteilung von Cannabis in Kategorien „Indica“ und „Sativa“ sei anhand der Cannabis-Sorten, die er getestet habe, unsinnig weil nicht nachvollziehbar.

 

Diese Behauptung bestätigt jetzt eine Studie der „University of British Columbia in Vancouver“. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die meisten Faserhanfsorten, nicht wie allgemein angenommen, enger mit Cannabis Sativa verwandt sind, sondern mehr Indica-Gene aufweisen. Auch bei den hoch potenteren Züchtungen konnten die Forscher kein einheitliches Muster entdecken.So ist den Forschungsergebnissen zufolge ein „Jamaican Lambs Bread“, das zu 100 Prozent Sativa-Gene haben soll, mit einer reinen Indica aus Afghanistan genetisch fast identisch.

 

„Cannabis-Züchter geben bei der Herkunft ihrer Strains oft den prozentualen Anteil von Indica oder Sativa an, was nicht besonders präzise ist“, sagte der Verfasser der Studie, Jonathan Page. „Derzeit kann man eine die Herkunft einer Sorte weder am Namen oder dem angegebenen Stammbaum bestimmen. Langfristig brauchen wir ein praktisches, genaues und zuverlässigeres Klassifizierungssystem.“

4 Antworten auf „Sativa und Indica nur Schall und Rauch?

  1. Rage Davis

    Stimmt, die Einteilung Inica und Sativa ist obsolet, wenn man sich die Ergebnisse anguckt.
    Aber Genetik ist eine Sache, der Platz in der Growbox eine andere… 😉

    Und für einen regulierten Markt wäre es so oder so gut zu wissen, woran man sich orientieren muss, wenn man die passende Sorte für einen Anlass aussuchen will.
    Der auf THC fixierte Zahlenfetischumus (Hauptsache viel THC) ist doch eh nur so eine Teenager- Schwanzvergleich-Geschichte! Der Kenner ist doch längst bei Wirkung, Aroma, Geschmack – oder der Frage, wie sehr (oder wenig) paranoid eine Sorte macht. Und da spielen dann ganz andere Sachen eine Rolle, als ein hoher THC-Gehalt: Verhältnis THC/CBD, An-oder Abwesenheit von anderen Cannabinoiden, und nicht zu vergessen, die Terpene, die das Salz in der Suppe sind, wenn es darum geht, ob man hight oder breit wird…

    Da wird man noch ein paar Jahre forschen müssen, bis da die letzten Feinheiten so zur Allgemeinbildung gehören, wie die Frage, welchen Wein man zu welchen Spiesen reicht…

  2. Mörnest

    Mir egal was die Studien sagen. Indica drückt ins Sofa und ab der richtigen Menge kann Sativa fast trippig sein und mit weniger wird man angehendem High.

  3. tribble

    Die Kollegen von Bedrocan sind der Ansicht, dass die Einteilung Sativa/Indica eher mit den Terpenen zu tun hat, als mit THC/CBD-Verhältnissen. Laut ihrer Untersuchungen zeigt sich ein deutlicher Unterschied in den Verhältnissen der Terpene.

    Ein Videovortrag zu dem Thema folgt, war auf dem Welt-Hanf-Kongress in Slovenien: http://www.world-hemp-congress.com

    grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.