Freitag, 31. Juli 2015

Legaler Cannabisverkauf im US-Staat Oregon…

…startet am 01. Oktober

 

von Florian Rister

 

RE-Legalisierung in Sicht
Artwork by mark marker

 

 

Ein Jahr früher als geplant, ab dem 01. Oktober, soll in Oregon der legale Verkauf von Cannabis als Genußmittel für über 21-jährige ermöglicht werden. Die Konsumenten können vorerst in den bereits bestehenden Medical Dispensaries einkaufen. Damit ist Oregon der dritte US-Staat, in dem „recreational cannabis“ nicht nur legal besessen, sondern auch erworben werden kann.

 

Die demokratische Gouverneurin Kate Brown unterschrieb am Montag das neue Gesetz, wonach Abgabestellen für medizinisches Marihuana, sogenannte Dispensaries, ab dem 01. Oktober auch an Nicht-Patienten verkaufen dürfen – sofern sie das wollen. Damit soll der Schwarzmarkt schon vor Einführung der ersten Lizenzen für normale Cannabisgeschäfte bekämpft werden. Vorläufig können Käufer aber maximal eine Viertel Unze Cannabis auf einmal erwerben, also etwa 7,5 Gramm. Besonderes Schmankerl dabei: Bis zum 01. Januar wird laut Reuters keine spezielle Cannabissteuer fällig. Dies dürfte mit dazu beitragen, den Markt für Dispensary-Besitzer interessant zu machen und dem Schwarzmarkt das Wasser abzugraben.

 

Seit dem 01. Juli ist bereits Cannabisbesitz und -anbau in Oregon legal, bis zu einer Unze trockenes Cannabis und bis zu vier Pflanzen können Bürger legal in Besitz haben. Wäre der legale Verkauf wie geplant erst im nächsten Jahr ermöglicht worden, hätte es sicherlich einen blühenden illegalen Handel gegeben. Ohne Jugend- und Verbraucherschutz und ohne jede Kontrolle. So gesehen ist die Entscheidung der Behörden in Oregon nur zu begrüßen.

 

In Alaska, wo die Bevölkerung gleichzeitig mit Oregon für die Legalisierung stimmte, gibt es weiterhin keine Möglichkeit des legalen Einkaufs. In der Bundeshauptstadt Washington D.C. sind legale, lizenzierte Läden noch nicht einmal vorgesehen. In beiden Staaten sind also die legal Cannabis besitzenden Konsumenten weiterhin gezwungen, sich von illegalen Quellen zu versorgen. Gut für das organisierte Verbrechen – schlecht für den Steuerzahler. In Anbetracht der sprudelnden Staatseinnahmen in Colorado und Washington, den Vorzeigestaaten der Legalize-Bewegung in den USA, sollten aber langsam immer mehr Politiker erkennen, wie sinnvoll ein legaler und regulierter Markt für Cannabis ist.

 

 

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