Freitag, 17. Juli 2015

Cannabis wird gesellschaftsfähig

Neue US-Studie bescheinigt wachsende Akzeptanz

 

...ingehüllt in eine Dunstwolke aus Rauch
Is‘ mir egal, ob Du kiffst / Foto: Chmee2 via wikimedia: cc-by-sa-2.5,2.0,1.0

 

 

In den USA verurteilen immer weniger Menschen den Konsum von Cannabis. Besonders die jüngere Generation hat offenbar kein Problem mehr mit Gras rauchenden Mitmenschen, unabhängig von den eigenen Konsumgewohnheiten. Hatten vor wenigen Jahren immerhin noch 41 Prozent wenig Verständnis für Cannabiskonsumenten, so sind es derzeit nur noch 23% der unter 25-Jährigen. Der Konsum sei laut der Studie im selben Zeitraum mit zwei Prozent nur „marginal“ angestiegen. Die Forscher führen das auf den  hohen Aufklärungsgrad zurück, über den US-Jugendliche aufgrund der Legalisierungs-Debatte verfügen. Deshalb habe das eigene Konsumverhalten nicht mehr viel damit zu tun, wie man den Cannabis-Konsum an sich gegenüberstehe.

4 Antworten auf „Cannabis wird gesellschaftsfähig

  1. Lars Rogg

    Deswegen halten und hielten es unsere Regierungen für unnötig, die Menschen aufzuklären. Unaufgeklärte Wähler sind leichter an der Nasen herum zu führen.
    Dennoch kann die Bevölkerung nicht ewig verarscht werden. Kommt Zeit, kommt Gras 🙂

  2. Tobi Tobsn

    …man kann diesbezüglich des Artikels noch weiter gehen…

    In ein paar Jahren wird die Akzeptanz auf der Welt gegenüber der Droge, sry, des Genussmittels…
    So hoch sein, das bestimmt dann die Biertrinkende Gesellschaft von der überwiegende Bevölkerung kritisch beäugt wird….

  3. Lars Rogg

    Wie ?? Vom Regen in die Traufe ??? Was macht ein Cannabis Liebhaber der zu anderen Gelegenheiten lieber ein schönes Weizenbier trinkt.?? Stigmatisieren ist so oder so falsch.
    Jeder soll leben wie er es für richtig hält. Solange Aussenstehende nicht objektiv genervt oder gefährdet werden, darf jeder machen was er will. Oder sie !!! 🙂

  4. Surak

    Das ist ein Stück weit womöglich auch eine Abrechnung mit der überkommenen moralischen Gesellschaftsordnung und dem puritanischen Erbe, wo Stigmatisierung ja generell als wertzuschätzendes Mittel zum Zweck – und darüberhinaus zum Schutz der Gemeinschaft vor unmoralischen Einflüssen – über Jahrhunderte regelrecht sakralisiert wurde; vgl. z.B. Nathaniel Hawthorne, The Scarlet Letter (1850).

    Wir sollten eher nicht damit rechnen, daß das ‚Land der Freien‘ sich auf breiter Front allzu rasch von einem so bewährten kulturellen Konzept abwenden wird. Aber wenn zumindest nur noch eine Minderheit der jüngeren Leute es nicht mehr in Frage stellt, ist schon viel gewonnen. Es gibt leider noch viel zu viele Bereiche, in denen Stigmatisierung und Stimmungsmache gegen Andersdenkende völlig unkritisch übernommen werden; je weniger Ahnung man von den Inhalten hat, um so besser: Schauen wir ruhig in den religiösen Bereich diesbezüglich. Selbst ohne die allgegenwärtige Bürde des puritanischen Erbes hat Europa ebenfalls schwer an dieser Hackordnung zu tragen, leider.

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