Dienstag, 21. April 2015

BKA stellt Rauschgiftlage 2014 vor

Mehr Drogen, mehr Tote, mehr Repression

 

Platz ist in der kleinsten Hütte
Vergangenes Jahr wurden 132.257 Pflanzen beschlagnahmt, was einen Anstieg von über 20% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die wenigsten davon waren so genannte Profi-Plantagen.

 

Der heute vom BKA und der Drogenbeauftragten Marlene Mortler veröffentlichte, alljährliche Bericht zur Rauschgiftlage offenbart das Scheitern der aktuellen Repressionspolitik anhand nackter Zahlen.

 

Die Verfolgung von Cannabis-Konsumenten und kleinen Selbstversorgern hat immens zugenommen. Die Zahl der Drogentoten ist auf 1032 (Vorjahr 1002) gestiegen, wobei zwei Dutzend Menschen an den Folgen des Konsums von so genannter NPS (Neue psychoaktive Substanzen oder umgangssprachlich „Legal Highs“) starben. Chrystal verbreitet sich immer schneller.  Beim Konsum legaler und  illegaler Drogen gibt es ein umgekehrt proportionales Ost-West Gefälle. Während im Osten mehr Menschen an Alkohol sterben (das steht zwar nicht in der Rauschgiftlage, ist aber Fakt), haben die alten Bundesländer inklusive West-Berlin gemessen an der Gesamtbevölkerung mehr Drogentote zu beklagen.  An Cannabis ist übrigens niemand gestorben.

 

Marlene Mortlers Kommentar zu den gestiegenen Todeszahlen ist allerdings angesichts der Blockadehaltung der CSU bei der Substitutionsbehandlung eine schallende Ohrfeige für die Betroffene. Wenn Mortler, wie sie sagt „eine gelungene Substitution als den besten Schutz vor einem Drogentod bei einer Opiatabhängigkeit“ betrachtet , sollte sie sich innerhalb der CSU wenigstens klar für die Legalisierung niederschwelliger Hilfsprogramme in Bayern einsetzten. Denn in Bayern ist die Überlebenshilfe, anders als in anderen Bundesländern, nicht als Säule in der Drogenpolitik anerkannt. Deshalb werden dort auch immer wieder Ärzte verurteilt, die Opiatabhängigen Zugang zu Substitutions-Medikamenten verschaffen.

 

18 Antworten auf „BKA stellt Rauschgiftlage 2014 vor

  1. Cosmo

    Typisch C-Perteien.
    Menschen, die Aufgrund von Suchterkrankungen sowieso schon am Boden liegen, noch fünf mal in die Fresse treten und Menschen mit Herz und Verstand bestrafen. So sieht Christliche Nächstenliebe im Abendland aus.

  2. papa

    Hallöle,
    Wette, dass die Mortler darauf hin folgendes sagt.
    “ Dadurch, dass die Zahl der Drogentoten angestiegen ist müssen wir in D die Verfolgung von Konsumenten verschärfen da es ja bewiesen ist das Drogen tödlich sind und wir unsere Bürger vor dem schrecklichen Haschgift beschützen müssen. Schliesslich hatten wir ja gute Erfolge bei der Sicherstellung von weit über 130.000 Haschpflanzen.“
    In diesem Sinne
    a hanfigs Grüssle

  3. Lars Rogg

    Ja ja, der jährliche Drogenbericht. Dieses unbelehrbare Pack kommt mir vor wie ein Penäler der in Mathearbeiten immer wieder die Aufgabe 1×1 mit 5 beantwortet….jedes Jahr aufs neue. Sich aber dann wundert das er nicht versetzt wird. Lernressistenz in Reinkultur. Beim Thema Drogen haben natürlich die Anderen (wir) Schuld und werden entsprechend bestraft. Wäre so als würde der Lehrer für die Unfähigkeit des Penälers bestraft werden. Unsere schwachsinnige ReGIERung will und wird nicht lernen das die Antwort sooo einfach ist. Pech für uns…

  4. Gasterl

    Interessant wären solche Zahlen aus Uruguay, Niederlande, Tschechien und Colorado (vor allem die Entwicklung der letzten Jahre) – hat jemand Links?
    Dann könnte man Vergleiche anstellen.

  5. Werner Fischer

    Die Botschaft heute war weiter so wursteln Kriminalisieren und für die Mafia und das organisierte Verbrechen deren Konjunkturprogramm weiter aufrecht zu erhalten .Bayerns Drogentode Statistik wird so nicht geringer Danke CSU

  6. HM420

    Diese „Legal Highs“ sind sehr gefährlich(!!), das bezweifelt wohl niemand.Doch warum sind diese überhaupt auf dem Vormarsch?
    Dies hängt vor allem mit dem Verbot des natürlichen Cannabis zusammen und der damit einhergehenden Gefahr für Konsumenten, selbst Tage und Wochen nach der letzten Einnahme von Cannabis, bei Kontrollen den Führerschein zu verlieren.
    So erlebte „Spice“ seinerzeits einen Hype,nachdem 2009 in Deutschland sog. Schnell-Drogentests (..Wischtests..) eingeführt worden waren,und somit im Zuge von Verkehrskontrollen mehr Autofahrer der Konsum von C. nachgewissen werden konnte.
    „Spice“, das zu dieser Zeit noch legal zu erwerben war, lockte Konsumenten daher mit der Aussage und der Tatsache, das es bei Kontrollen nicht erkannt wird und der Führerschein somit nicht gefährdet sei!…
    Eine Lockerung im Umgang mit Cannabis würde daher auch den Gebrauch solcher mittel extremst zurückdrängen!
    Dies ist nicht nur meine Meinung, sondern auch die von Herrn Dr. Volker Auwärter ( Toxikologe an der Universität Freiburg ), der für die Bundesregierung die Analyse dieser Stoffe betreibt.
    Dieser hatte sich des öfteren dazu geäussert, und forderte ein Umdenken sowie eine Neuregelung der Grenzwerte für Cannabis im Strassenverkehr.
    Doch nachdem der Staat weiterhin auf Verbote setzte und setzt – verschärfte sich natürlich die Lage, da die Stoffe immer schneller der aktuellen Gesetzeslage angepastt – sprich ch. veränderte Produkte – auf den Markt kamen, die nun ein enorm hohes Risiko im Gebrauch darstellen.

  7. Lars Rogg

    Das ist richtig. In Ländern in denen ein etwas liberalerer Umgang mit Cannabis gepflegt wird, gibt es so gut wie keine Probleme mit dem legal highs Dreck. Mit dem Verbot erreicht unsere ReGIERung das Gegenteil von Jugendschutz: Sie vergiften vorsätzlich die Deppen die das Zeug nehmen….Leute da ist ja saufen noch gesünder !!! Doch bevor unsere Lobbyhörige Staatsmacht das kapiert hat, gehen noch ein paar dutzend Ausweichkiffer drauf…danke lieber Staat !!!

  8. X-KIFFER

    Das ist ein Nachteil der Demokratie. Da bestimmt die Mehrheit. Leider sind die Idioten in der Mehrheit.
    Gottseidank gibt es die CSU nur in Bayern und nicht in Deutschland.

  9. Lars Rogg

    Hat aber leider viel auszurichten, wie die Herdprämie oder die bekloppte Maut eindeutig zeigen. Wenn man sich überlegt das beides nix bringt. Kinder aus ärmeren Familien die frühkindliche Förderung in Anspruch nehmen könnten, werden jetzt des Geldes wegen zu Hause gelassen. Oder, ein bis zwei Cent mehr Mineralölsteuer würden mehr Geld in die Kasse schwämmen, als die Maut es je könnte- und das ohne den bürokratischen Aufwand. Bei beiden sind die CDU sowie die Arbeiterverräter mit dabei…haben sich von dieser beschissenen Hinterwäldlerpartei übertölpeln lassen. Glaub mir, das Gesindel um Seehofer und co wissen ganz genau was sie machen- in ganz Deutschland…

  10. Littleganja

    1032 Tote sind ca. 4 Tote am Tag.

    Ca. 2 Menschen werden im durchschnitt jeden Tag in Deutschland ermordet, macht ca. 700 im Jahr.

    Die Sterblichkeit in Deutschland liegt bei 1 Todesfall auf 100 Einwohner pro Jahr, macht landesweit ca. 818 tausend pro Jahr oder im Schnitt 2241 am Tag, also mehr als doppelt so viel sterben pro Tag wie an Drogen pro Jahr!!!

    Für mich zeigt die Zahl wie sicher trotz Verbot und ohne Kontrolle der Schwarzmarkt ist. Stellt euch mal vor die würden Rattengift oder so was in Heroin mischen, dann würde die Zahl mal schnell bei 10.000 oder 30.000 liegen, das gleiche bei XTC und Koks und wir wären schnell bei 500.000 Tote pro Jahr.

    Danke an den Schwarzmarkt, das eure Substanzen besser und weniger schädlich sind wie Alkohol und Nikotin Danke für die Sorgfalt und die fallenden Preise 😉

    Achja und die Hauptverantwortung falls jemand von den Toden an einer Verunreinigung gestorben ist, trägt der Staat, der mit seinem Verbot erst all das möglich macht…..

  11. Steve-O

    Ich glaub ja die Mortler und die Michelle Leonart sind aus ein und demselben Reagenzglas gezüchtet. Vermutlich aus einem Labor im Süden von Deutschland.

    Grüße aus München

  12. Snowblind

    Ich sag nur eins: kaltblütige Reptilienmenschen xD anders kann man sich die welt heute nichtmehr erklären. Ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen möchte.

  13. Murti

    Während Terroristen ihr blutiges-bomben Geld in Deutschland waschen dürfen , macht die CDU Bundesregierung 2015, nebenbei, noch Jagd auf Suchtkranke und Schmerzpatienten .

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