Freitag, 10. April 2015

Musitipps April 2015

The Skints – FM

 

Foto: Soulfire Artists
Foto: Soulfire Artists

 

Die Londoner Band The Skints bestehen seit 2007 in ihrer heutigen Formation und haben bisher zwei Alben sowie einige EPs und Singles herausgebracht. Ihre Bandbreite reicht von Grime & Garage und Punk über Roots Reggae, Rocksteady und Dancehall bis hin zu Soul. Jetzt melden sich die vier Musiker mit ihrem dritten Album zurück.

„FM“ ist am 13. März 2015 auf dem New Yorker Label Easy Star Records erschienen. Unterstützung erhielten The Skints nicht nur von Produzent Prince Fatty sondern auch von den Reggae-Veteranen Tippa Irie und Horseman. Die Scheibe ist geprägt von sympathischem „East London Reggae“ inklusive unverkennbarem Akzent und erinnert an eine Radioshow aus der Zeit in der neue Musik noch zuerst im Radio zu hören war. „FM“ lässt die entspannten Vibes vergangener Tag wieder aufleben, bringt aber gleichzeitig frischen Wind in die Szene. The Skints sind Anfang April auf Deutschland-Tournee und machen unter anderem in Berlin, München, Hamburg und Köln Halt.

 

www.theskints.co.uk

Foto: Soulfire Artists

 

 

 

BudZillus – Besser Wirds Nicht

 

Foto: Uta Bretsch Communications
Foto: Uta Bretsch Communications

 

„Besser Wirds Nicht“ lautet der Titel von BudZillus‘ drittem Album. Eine Aussage, die wohl nicht auf ihre Musik zutrifft, hat die Band doch ihr Spektrum für die aktuelle Platte noch einmal ordentlich erweitert. Mit Rock’n’Roll, Surf, Punk und Folk wurden härtere Seiten aufgezogen und Lieder erschaffen, die viel Platz zum Ausrasten lassen. Kleine Verschnaufpausen werden einem in Form von ruhigeren Instrumentalen dann aber doch gelassen. Die ehemals so präsenten osteuropäischen Einflüsse, schimmern noch in den Melodien in Form von Geige, Klarinette und Banjo durch. „Besser Wirds Nicht“ wurde am 20. März 2015 bei dem bandeigenen Label MunkaMunka-Records veröffentlicht. In ihrer gut siebenjährigen Bandgeschichte spielten BudZillus über 500 Konzerte unter anderem in den USA, Russland, Mexiko und natürlich Deutschland – insbesondere ihrer Heimat Berlin. Dazu steuerten sie unter anderem den Titelsong der ARD Vorabendserie Hauptstadtrevier – Heiter bis tödlich bei.

 

www.budzillus.de

Foto: Uta Bretsch Communications

 

 

 

Various Artists – Next Stop Soweto Vol. 4

 

Foto: Passionate PR
Foto: Passionate PR

 

Die von Duncan Brooker zusammengestellte „Next Stop Soweto“-Reihe geht in die vierte Runde. Der musikalische Schwerpunkt liegt dieses Mal auf Zulu Rock, Afro-Disco und Mbaqanga aus den Jahren 1975 bis 1985. Zu dieser Zeit wurde die südafrikanische Musikszene von den Apartheid-Gesetzen unterdrückt und Soweto wurde 1976 durch die Aufstände gegen das Regime zum Symbol des Widerstandes. Trotz der widrigen Umstände ließen sich die Musiker nicht zum Schweigen bringen. Künstler wie die T.Y. Boys oder Elias Maluleke bereicherten die Swing-Basslines mit Disco und Punk. Andere wie Sipho Mabuse’s Haarian mit Xoliso, Marumo und Kabana widmeten sich neuen Soul- und Rockströmungen mit Zulu-Texten und Township-Harmonien.

„Next Stop Sowejt Vol. 4“ präsentiert die musikalischen Schöpfungen dieser Zeit und beweist, dass Kreativität und Leidenschaft nicht tot zu kriegen sind. Die Compilation ist seit dem 06. März 2015 über STRUT als CD, digital und auf Vinyl erhältlich.

 

www.strut-records.com

Foto: Passionate PR

 

 

 

Trovaci – Aprililili

 

Foto: Rootdown
Foto: Rootdown

 

Trovaci gründete sich 2003 um den Musiker, Journalisten und Buchautor Danko „Der Balkanizer“ Rabrenović. Die vier Ex-Jugos veröffentlichten bereits drei Alben auf denen sie auf Serbisch, Deutsch und Englisch ihre Erfahrung im Exil in Deutschland verarbeiten. Balkan-Ska, Reggae und Punk bilden die Zutaten ihrer energiegeladenen Mischung mit der sie die Clubs zum Kochen bringen.

„Aprililili“ ist seit dem 6. März 2015 über GMO – The Label erhältlich und ist ein Album der Gegensätze. Treibende Balkan-Beats folgen auf gemäßigte Off-Beat Stücke und Systemkritik auf brennenden Herzschmerz. Dabei gehen die Einflüsse verschiedener Kulturen wie selbstverständlich ineinander über und beweisen das Grenzen oft nur im Kopf existieren. Trovaci touren dieses Frühjahr durch Deutschland. Neben dem Konzert stellt Danko Rabrenović in einer Lesung sein zweites Buch „Herzlich willkommenčić-Heimatgeschichten vom Balkanizer“ vor. Multikulti kann also doch gelingen.

 

www.trovaci.de

Foto: Rootdown

 

 

 

Beam Up – Innerstand

 

Foto: BBE Records
Foto: BBE Records

 

Beam Up aka DJ Delay aka Suub & Sonical und mit bürgerlichem Namen Brian May genannt, ist ein Multitalent, welches seine Kreativität über die Jahrzehnte in verschiedenen Genres und auf verschiedenen Kontinenten ausgelebt hat. Angefangen mit einer Big Band im UK über seine eigene Radio-Show in Melbourne und zahlreichen Live-Auftritten mit einer Reggae-Band in Japan bis hin zu einer Karriere als Balkan und Dub DJ in Europa mit Berlin als Basis, ist er weit gekommen.

Sein aktuelles Projekt heißt „Innerstand“ und wird seit dem 09. März 2015 über BBE Records vertrieben. Das Album ist der Dub-Legende Osborne ‚King Tubby‘ Ruddock gewidmet. Beap Up verneigt sich vor Dub-Klassikern und mischt gleichzeitig Einflüsse aus seiner eigenen Vergangenheit in die Instrumentale. Gesangliche Unterstützung erhält er von dem Jazz und Blues Sänger Terrence Alfonso Bowry, dem Rastaman Jornick Joelick aus Französisch Guyana und der Pop und Drum’n’Bass Sängerin Katya Tasheva.

 

www.beamup.org

Foto: BBE Records

 

 

 

 

Tubbe – Keine Arbeit Lieber Tanzen

 

Foto: Audiolith
Foto: Audiolith

 

Als „unverzichtbare Kuschelrock-CD des neuen Millenniums“ beschreiben Tubbe ihr Album „Keine Arbeit Lieber Tanzen“. „So schön wie schnarchende Katzen oder Hasen mit Herznasen“, stellt sich die Frage was uns Steffi und Klausen, die zwei mit den großen Brillen und den unförmigen Jogginghosen sagen wollen. Kuschelstimmung kommt bei den Elektropop-Beats gespickt mit Neue Deutsche Welle-Sounds eher weniger auf. Dafür gibt es jede Menge wunderliche Texte auf Deutsch und Englisch. Wirklicher Tiefgang ist hier nicht zu erwarten. Weh tut das Album allerdings auch keinem – Pop sein Dank.

„In Berlin darf man das“ stellen Tubbe fest und zelebrieren ihren Mix aus 90 Jahre Techno und poppigen Beats. „Keine Arbeit Lieber Tanzen“ ist am 13. März 2015 bei Audiolith erschienen. Die Scheibe ist das zweite Werk in Albumlänge. Eine klare Linie haben  Tubbe nicht. Diese Tatsache wird jedoch konsequent durchgezogen. Na dann mal Kopf aus und Ohren auf!

 

www.tubbe.de

Foto: Audiolith

 

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